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Präsident Zeman setzt Besuch in Israel fort

Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman hält sich seit Sonntag zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in Israel auf. Am Dienstag traf er in Jerusalem mit der israelischen Justizministerin Tzipi Livni zusammen. Der israelisch-palästinensische Konflikt dürfe nicht durch ein Abkommen auf Kosten Israels gelöst werden, das dem Münchner Abkommen ähnlich wäre. Darauf einigte sich der tschechische Staatspräsident mit der israelischen Justizministerin. Zeman versicherte die israelische Hauptunterhändlerin mit den Palästinensern, dass er hofft, dass ein rationales Übereinkommen zwischen den beiden Seiten erreicht wird. Das Abkommen zwischen Israel und Palästina müsse, so Zeman, die Festlegung der gemeinsamen Grenzen sowie die jüdischen Siedlungen am Westjordanufer betreffen und das Problem der palästinensischen Flüchtlinge lösen. Wenn der Charakter Israels als eines jüdischen Staates aufrechterhalten werden soll, ist es laut Zeman klar, dass die Flüchtlingsfrage am problematischsten ist.

Der tschechische Staatspräsident besuchte am Dienstag zudem einige biblische Orte, darunter den Ölberg und den Garten Gethsemane. Zum Abschluss des Besuchs trifft Zeman mit den tschechischen und israelischen Unternehmern zusammen.

Arbeitslosenrate in Tschechien gestiegen

Die Arbeitslosenrate in Tschechien ist im September auf 7,6 Prozent gestiegen. Im August lag sie noch bei 7,5 Prozent. Um Arbeit haben sich dem Arbeitsamt der Tschechischen Republik zufolge 557.058 Menschen beworben. Dies teilte das Ministerium für Arbeit und Soziales am Dienstag mit. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt habe sich im Vergleich mit den vergangenen Jahren nicht wesentlich geändert. Hinter dem leichten Anstieg stehe vor allem die schrittweise Beendigung von Saisonarbeiten, führte eine Sprecherin des Arbeitsamtes der Tschechischen Republik an.

Wissenschaftsrat der Akademie der Wissenschaften wehrt sich gegen Premier Rusnok

Der Wissenschaftsrat der Akademie der Wissenschaften wehrt sich gegen die Aussagen des scheidenden Premierministers Jiří Rusnok. Rusnok hatte die Tätigkeit der Akademie in der vergangenen Woche kritisiert. Er warf ihr vor allem vor, Geld zu verschwenden. Rusnok stelle die gesetzliche Rolle von wissenschaftlichen Institutionen in der Akademie der Wissenschaften und die Grundlagenforschung und deren Bedeutung für die Gesellschaft unbegründet in Zweifel, steht in einer Erklärung des Wissenschaftsrates. Diese wurde am Montag auf der Website der Akademie veröffentlicht.

Prager Stadtrat billigt Bau der Metro-Linie D

Der Prager Stadtrat hat über den Bau des ersten Abschnitts der Metro-Linie D entschieden. Er wird von der jetzigen Haltestelle der Metro-Linie C Pankrác in den Stadtteil Písnice führen. Die Baukosten werden auf 24,69 Milliarden Kronen (988 Millionen Euro) geschätzt. Der Stadtrat hat vor, für das Projekt EU-Gelder aus dem Operationsprogramm Verkehr zu beantragen. Der erste Abschnitt der Metro-Linie D wird über zehn Kilometer lang sein. Wenn es der Hauptstadt Prag gelingt, die EU-Gelder für den Ausbau der Metro zu bekommen, könnte die Linie D bis 2022 in Betrieb genommen werden. Neben dem Abschnitt zwischen Pankrác und Písnice wird künftig mit einer Verlängerung der Linie D von Pankrác bis zum Platz Náměstí Míru gerechnet.

Firmen aus Steuerparadiesen gewinnen öffentliche Aufträge im Wert von 6,1 Milliarden Euro

Firmen, deren Eigner in einem der Steuerparadiese ihren Sitz haben, haben in den letzten fünf Jahren in Tschechien öffentliche Aufträge im Wert von mindestens 153 Milliarden Kronen (6,12 Milliarden Euro) gewonnen. Dies ist einer Analyse zu entnehmen, die von der Transparency International und der Beraterfirma Bisnode ausgearbeitet wurde. Aus den EU-Fonds haben diese Firmen mehr als sechs Milliarden Kronen (240 Millionen Euro) geschöpft. Die Zahlen wurden am Dienstag von der Nachrichtenagentur ČTK veröffentlicht.

Ehemaliger Nationaltheaterchef Černý wird Tschechisches Zentrum in München leiten

Der ehemalige Direktor des Prager Nationaltheaters, Ondřej Černý, wird ab 2014 das Tschechische Zentrum in München leiten. Im Posten wird er die jetzige Leiterin Zuzana Jürgens ablösen. Dies teilte eine Sprecherin der Tschechischen Zentren am Dienstag mit. Seit dem Januar dieses Jahres arbeitet Černý wieder im Prager Theaterinstitut, das er früher geleitet hat. Er arbeitet mit dem Prager Theaterfestival deutscher Sprache zusammen und ist korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Černý war seit April 2007 Direktor des Prager Nationaltheaters. Von diesem Posten hat ihn die damalige Kulturministerin Alena Hanáková im September 2012 abberufen. Das Ministerium hat keine genauen Gründe für die Abberufung veröffentlicht.

Pisa-Test für Erwachsene: Tschechien schneidet überdurchschnittlich in der Mathematik ab

Beim ersten Pisa-Test für Erwachsene schneidet Tschechien überdurchschnittlich in der Mathematik ab. Beim Lesen und bei der Nutzung der Computer liegen tschechische Erwachsene im internationalen Durchschnitt. Die Ergebnisse der so genannten PIAAC-Studie wurden von der OECD am Dienstag vorgestellt. Getestet wurden 16- bis 65-Jährige in 24 Ländern der OECD. Spitzenreiter bei den Tests sind die Länder Skandinaviens.

Bei mathematischen Aufgaben hat Tschechien den neunten Platz belegt, die Kenntnisse hierzulande sind vergleichbar denen der Österreicher und Slowenen. Im Fach Problemlösung mithilfe moderner Kommunikationsmittel liegt Tschechien auf dem Platz 13. Die Ergebnisse hätten die Hypothese über ein sinkendes Bildungsniveau in der tschechischen Population nicht bestätigt, kommentierte der stellvertretende Bildungsminister Jindřich Fryč die Piaac-Studie. Dagegen sei eine starke und wachsende Abhängigkeit der Kenntnisse von dem Familienmilieu der getesteten Personen bestätigt worden, führte er weiter an. Man müsse sich daher auf die Chancengerechtigkeit für alle Gruppen bei der Bildung stärker konzentrieren.

Ausstellung „Verbrechen und Opfer“ will wachrütteln

Im Polizeimuseum in Prag wurde am Montag eine Ausstellung mit dem Namen „Verbrechen und Opfer“ eröffnet, an deren Vorbereitung sich die deutsche Opferschutzorganisation Weisser Ring und der tschechische Verein Bílý kruh bezpečí (Weißer Ring der Sicherheit) beteiligt haben. Die Ausstellung konzentriere sich auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Gewalt in Familien, sagte die Vorsitzende der tschechischen Organisation Petra Vitoušová bei der Eröffnung. Ziel der Ausstellung ist es, auf die Situation der Opfer von Straftaten aufmerksam zu machen und das Schweigen zu brechen. Ein weiterer Teil der Ausstellung dokumentiert die Tätigkeit des Vereins Bílý kruh bezpečí, der sich seit mehr als zwanzig Jahren für den Opferschutz in Tschechien einsetzt.

Dokumentarfilm über Čáslavská wird beim Filmfestival ausgezeichnet

Der Dokumentarfilm der tschechischen Regisseurin Olga Sommerová über die legendäre Gymnastin Věra Čáslavská wurde bereits zum dritten Mal bei einem internationalen Filmfestival ausgezeichnet. Beim internationalen Sportfilmfestival Atlant im russischen Lipetsk gewann der Film „Věra 68“ den zweiten Preis in der Kategorie Sport und Persönlichkeit. Zuvor siegte der Film beim Festival in Shanghai und erhielt eine Sonderanerkennung in Mailand. In den tschechischen Kinos wurde der Dokumentarfilm zum ersten Mal im Mai letzten Jahres gezeigt.

Věra Čáslavská hat während ihrer Sportkarriere 140 Medaillen gewonnen, darunter sieben Gold- und vier Silbermedaillen bei den olympischen Spielen. Während des kommunistischen Regimes wurde sie schikaniert und mehrmals vom kommunistischen Geheimdienst StB verhört. Zudem konnte sie keine Arbeit finden und wurde aus dem Sportverband ausgeschlossen. Nach der Wende von 1989 arbeitete die Sportlerin im Beraterteam von Präsident Václav Havel.

Jüdische Kulturtage werden in Olomouc eröffnet

Am Mittwoch werden im mährischen Olomouc / Olmütz die Tage der jüdischen Kultur eröffnet. Auf dem Programm stehen Filmvorstellungen, Konzerte und Diskussionen. Das Motto der diesjährigen Kulturtage lautet „Vor der Katastrophe…und heutzutage“. Es geht von der Ausstellung historischer Fotografien aus dem Leben der Juden in Krakau zwischen den beiden Weltkriegen aus. Die Ausstellung ist im Museum für moderne Kunst zu sehen. Mit dem Festival wolle man daran erinnern, dass die jüdische Kultur immer Bestandteil des Lebens in Olmütz gewesen sei, so der Dramaturg der Kulturtage, Alexandr Jeništa. Nach der Shoah sei, so der Dramaturg, die jüdische Kultur nicht endgültig verschwunden, sondern sie lebe auch weiterhin.

Die Tage der jüdischen Kultur werden zum 6. Mal vom Olmützer Musiktheater gemeinsam mit dem Kunstmuseum, der jüdischen Gemeinde Olmütz und dem Zentrum für Judaistik veranstaltet.

Kvitová und Štěpánek werden am Hopman-Cup teilnehmen

Das tschechische Tennisduo Petra Kvitová und Radek Štěpánek wird um den Hopman-Cup kämpfen. Bei der inoffiziellen Tennis-Mixed-WM in Perth ist das tschechische Tennispaar an Nummer fünf gesetzt. Kvitová hat mit Tomáš Berdych bereits 2012 den Hopman-Cup gewonnen. Der Hopman-Cup findet vom 28. Dezember 2013 bis zum 4. Januar 2014 in Perth statt.

Das Wetter am Mittwoch, 9.10.: Wolken, bis 17 Grad

Am Mittwoch ist es am Vormittag heiter, im Laufe des Tages gibt es mehr Wolken als Sonne, es ist mit schwachem Regen zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 13 und 17 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden 11 Grad Celsius erreicht.