Nachrichten

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Umweltministerium genehmigt Windpark im Erzgebirge, gegen den Deutsche protestieren

Das tschechische Umweltministerium hat dem Bau eines Windparks bei der Gemeinde Moldava / Moldau im Erzgebirge zugestimmt. Gegen die geplanten 18 Windräder mit einer Gesamtleistung von 54 Megawatt protestieren deutsche Anrainer auf sächsischer Seite. Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) fordert das Ministerium vom Investor EP Renewables allerdings die Erfüllung von insgesamt 120 Auflagen, teilte ein Sprecher des Ressorts mit. So dürften für den Transport von übergroßen Bauteilen keine Bäume gefällt werden, so dass die Fracht per Hubschrauber bewegt werden müsse, teilte der Sprecher mit.

Der Windpark soll zwischen Moldava und der sächsischen Gemeinde Holzhau entstehen. Weil das Projekt grenzüberschreitende Auswirkungen hat, hatte sich auch die deutsche Seite im Rahmen der UVP äußern können.

Attentat in Boston: Amerikanische Medien verwechseln Tschetschenien und Tschechien

Amerikanische Medien haben am Samstag auf die Verwechslung Tschetscheniens und Tschechiens aufmerksam gemacht, nachdem die Attentäter von Boston als Tschetschenen identifiziert worden waren. Vor allem in den sozialen Netzen, aber auch in der offiziellen Berichterstattung - wie zum Beispiel in den Nachrichten des Fernsehsenders CNN - war die im Nordkaukasus gelegene autonome Republik Russlands mit dem mitteleuropäischen Land verwechselt worden. Der tschechische Botschafter in den USA, Petr Gandalovič, sprach in einer Stellungnahme von „einem äußerst unglücklichen Missverständnis“. Ähnlich reagierten auch tschechische Teilnehmer an Internetdiskussionen.

Polizei ermittelt gegen Ex-Gesundheitsminister Julínek wegen Korruption

Die Antikorruptionseinheit der tschechischen Polizei ermittelt gegen den ehemaligen Gesundheitsminister Tomáš Julínek. Dies berichten einige tschechische Medien. Die Polizei selbst sprach nur von Ermittlungen gegen „einen ehemaligen hochgestellten Mitarbeiter“ des Ministeriums. Laut den Informationen soll der Betreffende verantwortlich dafür sein, dass der Flugrettungsdienst im Jahr 2008 privatisiert wurde. Den Ermittlern nach soll der Betrieb des Rettungsdienstes durch zwei Privatfirmen bisher um 792 Millionen Kronen (31 Millionen Euro) teurer gewesen sein, als es nach dem alten Modell gewesen war. Der Verdächtige, gegen den ermittelt werde, habe dadurch gegen seine Pflichten verstoßen, teilte ein Polizeisprecher mit. Zuvor hatten das Innen- und das Gesundheitsministerium den Flugrettungsdienst geleitet.

Tschechische Urlauber retten deutschen Angler vor norwegischer Küste

Drei tschechische Urlauber haben einen deutschen Angel-Touristen in den südnorwegischen Schären am Freitag vor dem Ertrinken gerettet. Für zwei weitere deutsche Angler kam indes jede Hilfe zu spät - sie ertranken, nachdem das gemeinsame Motorboot bei kräftigem Wind und starkem Wellengang gekentert und untergegangen war. Der herbeigerufene Seerettungsdienst konnte die Beiden nach einer halben Stunde nur noch tot bergen. Der Überlebende sei indes im Krankenhaus von Kristiansand auf dem Weg der Besserung, teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit. Aus welcher Gegend die Männer in Deutschland kommen, war zunächst unklar.

Greenpeace-Aktionstag zum Schutz der Arktis: Veranstaltungen in elf tschechischen Städten

In insgesamt elf Städten haben sich tschechische Umweltverbände am internationalen Aktionstag zum Schutz der Arktis beteiligt. Der Aktionstag wurde von Greenpeace initiiert und soll die Anrainerstaaten zur Ausrufung eines internationalen Schutzgebiets im ewigen Eis bewegen. In dem Schutzgebiet sollen Ölförderung und industrieller Fischfang verboten werden. Dies teilte eine Sprecherin von Greenpeace in Tschechien mit.

Weltweit wollten fast drei Millionen Menschen bei der Kampagne mitmachen, in Tschechien mehrere Tausend. In Prag hatte die Umweltinitiative AutoMat dazu aufgerufen, am Güterbahnhof Žižkov am Samstag ein großes Menschenbanner in Form eines Herzens zu bilden. Erste „I love Arctic“-Menschenbanner entstanden bereits am Freitag in Plzeň / Pilsen, České Budějovice / Budweis und Frenštát pod Radhoštem / Frankstadt unter dem Radhoscht.

Eishockey: Zlín gleicht in Finalserie gegen Pilsen aus

Der HC Škoda Plzeň hat die Chance verpasst, vorzeitig zum ersten Mal tschechischer Eishockeymeister zu werden. Die Westböhmen verloren am Freitagabend vor eigenem Publikum mit 2:5 gegen die PSG Zlín. Damit steht es im Playoff-Finale der Extraliga nach Siegen nun ausgeglichen 3:3. Die definitive Entscheidung fällt am Sonntag im insgesamt siebten Spiel. Zlín hat dann Heimrecht gegen Plzeň / Pilsen.

Tennis, Fed-Cup-Halbfinale: Italien - Tschechien 2:0 nach erstem Tag

Die tschechischen Tennisspielerinnen liegen im Fed-Cup-Halbfinale in Italien nach dem ersten Spieltag mit 0:2 zurück. Zum Auftakt in Palermo verlor Lucie Šafářová mit 4:6 und 2:6 gegen die italienische Nummer eins Sara Errani. Im zweiten Einzel unterlag dann auch die favorisierte Petra Kvitová mit 4:6 und 1:6 gegen Roberta Vinci. Um die Chance auf die Titelverteidigung zu wahren müssen die Tschechinnen nun am Sonntag zunächst beide Einzel gewinnen, um das entscheidende Doppel zu erzwingen. Im ersten Match am Sonntag begegnen sich die jeweils führenden Spielerinnen ihrer Teams, Kvitová und Errani.

Das Wetter am Sonntag, 21.4.: veränderlich bewölkt, Schauer, bis 19 Grad

Am Sonntag ist es in Tschechien veränderlich bewölkt mit gelegentlichen Schauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 15 und 19 Grad Celsius, in Lagen um 1000 Meter erreichen die Höchstwerte 9 Grad Celsius.