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Tschechische Politiker würdigen Leistungen von Margaret Thatcher

Tschechische Politiker würdigen in Reaktion auf den Tod der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher ihre Leistungen in der Weltpolitik. Der tschechische Premier Petr Nečas bezeichnete Thatcher als eine hervorragende Persönlichkeit, die durch ihre prinzipienfeste Haltung zum Sturz des Eisernen Vorhangs beigetragen habe. Ihr wichtigstes politisches Vermächtnis beruhe in ihrer Überzeugung, dass man in ökonomisch und politisch schwierigen Zeiten unpopuläre, aber langfristig unausweichliche Schritte machen müsse. Durch den Tod der Premierministerin verliere Europa eine „starke Quelle ungeheuer positiver Inspiration“, so Nečas.

Der frühere tschechische Präsident Václav Klaus nannte Thatcher eine der stärksten politischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Der Tod Margaret Thatchers sei für alle Anhänger von Freiheit, Demokratie und Marktwirtschaft ein enormer Verlust, teilte der neoliberale Politiker am Montag in Prag mit.

Der tschechische Botschafter in London, Michael Žantovský, sagte, Thatcher habe sich durch ihren konsequenten Widerstand gegen den Kommunismus um das Ende des Kalten Krieges und um die Reintegration postkommunistischer Länder in Europa verdient gemacht.

Außenministerium: keine Evakuierung der Botschaft in Nordkorea

Der Krisenstab des tschechischen Außenministeriums hat am Montag entschieden, die Botschaft in Nordkorea nicht zu evakuieren. Das tschechische diplomatische Korps wird daher, wie das anderer Staaten auch, trotz der steigenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel in der Hauptstadt Pjöngjang bleiben.

Die kommunistische Regierung in Pjöngjang hatte am Freitag die Botschaften mehrerer Länder aufgefordert, wegen der steigenden Spannungen auf der Halbinsel Evakuierungspläne vorzubereiten.

In Prag wurde der Holocaustopfer gedacht

Am Jom haScho'a, dem internationalen Tag zum Gedenken an den Holocaust, wurden auf dem Prager Naměstí míru (Friedensplatz) die Namen tschechischer Opfer der Judenverfolgung verlesen. Die Aktion findet jedes Jahr statt und wird von Institut Theresienstädter Initiative und der Stiftung der Holocaust-Opfer veranstaltet. Von den geschätzt 350.000 tschechoslowakischen Juden vor dem Krieg wurden durch die systematische Verfolgung und Ermordung 250.000 durch die Nationalsozialisten ermordet.

Französischer Reisebus in Tschechien verunglückt - eine Tote

Ein mit Kindern und Jugendlichen aus Frankreich voll besetzter Reisebus ist in Tschechien verunglückt. Eine 16-Jährige sei noch am Unfallort gestorben, sagte eine Sprecherin der Rettungsleitstelle in Pilsen am Montag. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt. Der Bus mit rund 50 Insassen war auf der Autobahn in der Nähe der westböhmischen Stadt Rokycany einen Hang hinabgestürzt und gegen eine Böschung geprallt. Die Unfallursache war noch unklar, aber die Straße war eisglatt. Auch Sekundenschlaf wird nicht ausgeschlossen. Die Gruppe war auf Klassenfahrt auf dem Weg nach Prag. Rettungskräfte und Feuerwehr waren im Großeinsatz. Hubschrauber brachten zwei Reisende und einen der beiden Fahrer schwer verletzt in Krankenhäuser. Rund 20 weitere Insassen mussten mit leichten bis mittelschweren Verletzungen behandelt werden.

Atomkraftgegner wenden sich mit offenem Brief an Premier Nečas

Tschechische und österreichische Antiatom-Organisationen wenden sich wegen des geplanten Ausbaus des AKW Temelín mit einem offenen Brief an den tschechischen Premierminister Nečas. Sie berufen sich auf Äußerungen von Außenminister Schwarzenberg und stellen fest, dass die Bedenken am Temelín-Ausbau offenbar bei manchen Vertretern in der tschechischen Regierung angekommen seien. Dies bestärke ihre Kritik am Ausbau, schreiben die Atomkraftgegner; sie appellieren daher an Premier Nečas, Vernunft im Zusammenhang mit Temelin walten zu lassen. Die Aktivisten verweisen auf die negativen ökologischen Folgen der geplanten beiden neuen Reaktorblöcke und darauf, dass eine weitere Investition in die Atomkraft in Tschechien (aber auch in anderen Staaten der Europäischen Union) „unter den derzeitigen Marktbedingungen wirtschaftlich nicht vorstellbar“ sei.

Polen lehnt Kritik an polnischen Lebensmitteln ab

Polen lehnt die Kritik an polnischen Lebensmitteln in Tschechien ab. Hinter der Kritik stehe die Bemühung, die polnischen Lebensmittel aus dem Markt zu verdrängen und den Anteil tschechischer Erzeugnisse zu erhöhen, führte die polnische Botschaft in Prag am Montag mit. Das tschechische Außenministerium wehrte sich in Reaktion darauf gegen die Behauptung, dass in Tschechien eine „massive Kampagne“ gegen polnische Lebensmittel geführt werde. Die Priorität Tschechiens sei, qualitative Lebensmittel den Bürgern anzubieten, führte eine Sprecherin des Ministeriums an. Nach der tschechischen Lebensmittelaufsichtsbehörde sei der Anteil der Produkte aus Polen, die den Normen nicht entsprechen, höher als bei anderen Ländern, aus denen Lebensmittel in die Tschechische Republik eingeführt werden.

Bauindustrie meldet erstmals wieder Erfolgszahlen, Industrieproduktion geht weiter zurück

Die tschechische Bauindustrie hat für den Februar im Vergleich zum Vorjahr seit langer Zeit wieder positive Zahlen melden können: 2,3 Prozent Zuwachs vermeldete die Industrie. Allerdings relativiert sich die Zahl im Vergleich zum Vormonat Januar, in dem die Bauunternehmen im Vergleich zum Januar 2012 noch einen Einbruch von 9,3 Prozent hinnehmen mussten.

Die Industrieproduktion ist dagegen weiter rückläufig. Im Vergleich zum Februar 2012 musste die Branche einen Einbruch von 5,7 Prozent verkraften. Damit setzt sich der Trend aus dem Januar fort, da war die Produktion um 4,4 Prozent geringer als im Vorjahr. Die Zahlen hat das tschechische Amt für Statistik am Montag veröffentlicht.

Rechnungshof stellt Ineffizienz in Krankenhäusern fest

Dem Gesundheitsministerium fehle nach dem Nationalen Rechnungshof (NKÚ) ein mittelfristiges Konzept der Entwicklung von Krankenhäusern und ihrer Ausstattung mit medizinischen Geräten zum Beispiel für Computer- und Magnetresonanztomographie. Der Rechnungshof gab dies nach einer Kontrolle bekannt, die Bauarbeiten im Gesundheitswesen im Wert von umgerechnet 264 Millionen Euro und den Einkauf von medizinischen Geräten für 34,4 Millionen Euro betraf. Der Kontrollbehörde zufolge gebe es Verdacht, dass die Einkäufe von Geräten und Bauarbeiten in Krankenhäusern ineffizient liefen.

Smog-Lage in diesem Winter wesentlich schlechter als im Vorjahr

Die Smog-Lage in Tschechien war in diesem Winter wesentlich schlechter als im Vorjahr. Die Feinstaubkonzentration hat häufiger den Grenzwert für einen Smog-Alarm überschritten. Die Luftverschmutzung wird dabei nicht nur in großen Industrieagglomerationen, sondern auf dem ganzen Gebiet Tschechiens Problem, unter anderem in Folge des Heizens mit fossilen Heizstoffen in kleinen Gemeinden. Zwischen dem Oktober 2012 und März 2013 gab es nur 48 Tage, an denen keine der 53 Messstationen im Lande die Überschreitung der erlaubten Feinstaubkonzentration gemeldet hat. In derselben Zeitspanne des Vorjahrs waren es 74 Tage. Umweltminister Tomáš Chalupa gab dies auf einer Pressekonferenz am Montag in Prag bekannt.

Tschechischer Schiedsrichter begeht Selbstmord

Der tschechische Schiedsrichterassistent Josef Košec hat Selbstmord begangen. Der 47-Jährige ist am Sonntag bei Štětí / Wegstädt vor einen Güterzug gesprungen. Die Gründe für seinen Freitod sind noch unklar, angeblich lägen sie aber im privaten Bereich, berichteten Medien. Einen Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre, die derzeit im tschechischen Fußball kursiert, soll es nicht geben, hieß es weiter.

Das Wetter am Dienstag, 9.4.: bedeckt und wärmer, bis 12 Grad

Am Dienstag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, mit örtlichen Regenschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 8 und 12 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter liegen die Höchstwerte bei 3 Grad Celsius.