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Umstrittener Vít Bárta neuer Vorsitzender der VV-Partei

Der umstrittene ehemalige Verkehrsminister Vít Bárta ist neuer Vorsitzender der Partei der öffentlichen Angelegenheiten (VV). Die Delegierten beim Parteitag in Prag wählten den 39-Jährigen am Samstag mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Radek John. Bárta erhielt 80 der 98 Stimmen und besiegte vier Gegenkandidaten. John tritt vorzeitig zurück, weil er sich nach dreieinhalb Jahren von der Politik zurückziehen möchte. Vít Bárta war im April vergangenen Jahres vom Prager Stadtgericht wegen mutmaßlicher Bestechung von Parteimitgliedern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Im Januar sprach ihn dasselbe Gericht jedoch wieder frei. Die Staatsanwaltschaft ist indes in Berufung gegangen.

Die VV-Partei ist seit Frühling vergangenen Jahres in der Opposition. Beim Austritt aus der Regierungskoalition kam es zur Spaltung. Ein Flügel um Vizepremierministerin Karolína Peake machte sich selbständig und ist als Partei Lidem weiter am Kabinett von Premier Petr Nečas beteiligt.

Smog im Mährisch-Schlesischen Kreis nimmt zu

Der Smog im Mährisch-Schlesischen Kreis hat sich verstärkt. Am Samstagmorgen lag die Feinstaubkonzentration im 24-Stunden-Wert an einigen Messstellen mehr als das Vierfache höher als der zulässige Grenzwert von Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Am schlimmsten war die Situation in Bohumín / Oderberg, wo sogar 245 Mikrogramm gemessen wurden, sowie im Ostrauer Stadtteil Zábřeh mit 210Mikrogramm. Am Freitagmorgen war in dem Kreis zum wiederholten Mal in diesem Winter Smogalarm ausgerufen worden. Die Menschen in der Region sind aufgefordert, ihre Autos stehen zu lassen. Alten Menschen, Kindern und Kranken wird empfohlen, den Aufenthalt im Freien einzuschränken. Feinstaubkonzentrationen von mehr als dem Doppelten des Grenzwertes wurden am Samstagmorgen auch aus den Kreisen Olomouc / Olmütz und Zlín gemeldet.

Im Mährisch-Schlesischen Kreis kommt es im Herbst und Winter regelmäßig zu teils ernsten Smoglagen. Grund sind vor allem die hohen Gesamtemissionen aus Industrie, Verkehr und Heizanlagen.

Erneut Probleme mit dem zentralen Fahrzeugregister in Tschechien

Die Probleme mit dem zentralen Fahrzeugregister in Tschechien reißen nicht ab. Das Verkehrsministerium hat es versäumt, die Ausschreibung für einen neuen Betreiber rechtzeitig zur veröffentlichen. Nun will das Ministerium bis Ende März einen neuen Betreiber ohne Ausschreibung auswählen, dann endet der Vertrag mit dem alten Betreiber. Weiterhin funktioniert die Software der Kfz-Zulassungsstellen langsamer als erwünscht. Anfang vergangenen Jahres hatte das Register eine neue Software erhalten. In den ersten Wochen versagte sie ihren Dienst mehrmals komplett, was zu langen Schlangen auf den Kfz-Zulassungsstellen führte. Weil das Verkehrsministerium die Probleme mit der Software nicht Griff bekommen hat, musste Minister Pavel Dobeš Anfang Dezember sogar zurücktreten.

Prag: Stadtpolizei und Magistrat wollen Fuhrpark erneuern

Die Prager Stadtpolizei und der Magistrat von Prag wollen innerhalb von zwei Jahren ihren Fuhrpark erneuern. Insgesamt 158 neue Autos sollen dafür angeschafft werden. Laut der vorläufigen Bekanntgabe liegt der Gesamtpreis bei 71 Millionen Kronen (2,84 Millionen Euro). Mit 150 Wagen ist der überwiegende Teil der Anschaffung für die Polizei bestimmt, nur acht Autos gehen an den Magistrat.

Umfrage: Tschechen zu gleichen Maßen zufrieden und unzufrieden mit Gesundheitssystem

Mit dem Gesundheitssystem in Tschechien sind ungefähr genauso viele Bürger des Landes zufrieden wie unzufrieden. Jeweils rund ein Drittel tendierte bei einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM zu der einen oder anderen Meinung. Etwa 80 Prozent aller Befragten gaben an, dass am meisten die Finanzierung des Gesundheitssystems Probleme bereite. 67 Prozent kritisierten die Dienste der Krankenkassen. Die Ergebnisse sind vergleichbar mit der entsprechenden Umfrage im Jahr 2011. CVVM hatte Anfang Dezember vergangenen Jahres insgesamt 1047 tschechische Bürger befragt.

Ski alpin: Záhrobská auch Rang acht bei WM-Slalom in Schladming

Skifahrerin Šárka Záhrobská hat sieben Monate nach ihrer Operation erstmals wieder eine Spitzenplatzierung erreicht. Beim WM-Slalom in Schladming fuhr die Tschechin am Samstag auf Rang acht. Im Juli war der 28-Jährigen ein gutartiger Gehirntumor entfernt worden. Das Ergebnis mache sie „sehr zufrieden“, sagte Záhrobská nach dem WM-Slalom, den die junge Amerikanerin Mikaela Shiffrin gewann. Die frühere Slalomweltmeisterin plant nun bereits für das kommende Jahr. Ihr Traum sei, in Sotschi noch mal eine Olympiamedaille zu gewinnen, so Záhrobská.

Tennis: Kvitová verliert Viertelfinale von Doha gegen Serena Williams

Tennisspielerin Petra Kvitová ist beim WTA-Turnier in Doha im Viertelfinale ausgeschieden. Nach einer kämpferischen Leistung verlor die 22-jährige Tschechin am Freitagabend mit 6:3, 3:6, 5:7 gegen Serena Williams. Die Amerikanerin kehrt durch den Sieg am Montag an die Spitze der Weltrangliste zurück. Mit 31 Jahren ist Williams dann älteste Nummer eins in der Tennisgeschichte.

Das Wetter am Sonntag, 17.2.: Wolken, etwas Schnee, bis 3 Grad

Am Sonntag ist es in Tschechien wechselhaft bewölkt, mit vereinzelt Schneefall, in Lagen unter 300 Meter auch Schneeregen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -1 bis 3 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden maximal -2 Grad Celsius erreicht.