Nachrichten

r_2100x1400_radio_praha.png

ČSSD-Vizeparteichef Zaorálek erwägt Klage gegen Präsident Klaus

Der Vizevorsitzende des Abgeordnetenhauses und stellvertretende Parteichef der Sozialdemokraten (ČSSD) Lubomír Zaorálek erwägt eine Klage gegen Präsident Václav Klaus. Grund ist die umfangreiche Amnestie, die das Staatsoberhaupt am 1. Januar verkündet hat. Zaorálek sagte dies am Sonntag gegenüber dem Tschechischen Fernsehen. Er habe bei der Präsidialkanzlei beantragt, Information darüber zu gewährleisten, wer konkret die Amnestie vorbereitet hatte. Mit seinem Antrag wurde er allerdings abgelehnt. Die Präsidialkanzlei verwies darauf, dass das Recht des Präsidenten, die Amnestie zu verkünden, in der Verfassung verankert sei und nicht erklärt werden müsse. Zaorálek beruft sich aber auf das Gesetz über den freien Zugang zu Informationen.

Terroranschlag in Bulgarien: Verdächtigte reisten via Prag

Personen, die des Terroranschlags auf Israelis im bulgarischen Burgas im letzten Jahr verdächtigt sind, sollen via Prag, Warschau und Rumänien nach Bulgarien gereist sein. Dies teilte das bulgarische Innenministerium mit. Tschechische Polizisten hätten sich an Ermittlungen beteiligt, bestätigte ein Sprecher der Polizeiabteilung zur Aufdeckung des organisierten Verbrechens (ÚOOZ) am Sonntag. Auch der tschechische Nachrichtendienst (BIS) habe sich mit dem Fall beschäftigt, bestätigte sein Sprecher. Konkrete Informationen wurden allerdings nicht gegeben.

Bei einem Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien sind im Juli mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich auf dem Flughafen von Burgas am Schwarzen Meer

In Bulgarien wurde gegen Energiekonzern ČEZ protestiert

In Bulgarien haben in etwa fünfzehn Städten tausende Menschen gegen höhere Strompreise protestiert. Sie verlangten, dass die großen Energiebetriebe des Landes wieder verstaatlicht werden. Dies betrifft unter anderen auch den tschechischen Konzern ČEZ. Nachdem vor zwei Wochen der tschechische Energiekonzern ČEZ, der auch ganz Westbulgarien mit Strom versorgt, aus Albanien hinausgedrängt wurde, verlangen auch bulgarische Stromkunden die Annullierung des Privatisierungsvertrages mit der Firma. Nach einer ČEZ-Sprecherin habe der Betrieb mehrere hundert Beschwerden über höhere Rechnungen im Dezember und Januar in Bulgarien erhalten, die individuell überprüft würden. Bei den fünf hundert bisher überprüften Rechnungen seien keine Fehler auf der Seite von ČEZ festgestellt worden, so die Sprecherin.

Umweltminister Chalupa: Tschechen müssen für schlechtes Förderungssystem der Solarenergie bezahlen

Tschechische Bürger würden in Folge des schlechten Systems der Förderung der Solarenergie um etwa eine Milliarde Kronen mehr für Energie bezahlen. Umweltminister Tomáš Chalupa sagte dies in einem Diskussionsprogramm des TV-Senders Prima am Sonntag. Im Jahre 2005 wurde ein Gesetz verabschiedet, dem zufolge die Stromverteiler wesentlich höhere Summen für wesentlich höhere Summen die Solarenergie ankaufen, als sie zum Verkauf anbieten können.

Am vergangenen Montag wurden Ergebnisse eines Audits innerhalb der staatlichen Regulierungsbehörde veröffentlicht. Ihm zufolge seien die Preise in den Jahren 2005 bis 2011 im Widerspruch zum Gesetz festgelegt worden. Die Behörde hat Ermittlungen gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft beantragt.

In Tschechien wird Fasching gefeiert

An vielen Orten Tschechiens wird an diesem Wochenende Fasching gefeiert. Hunderte Menschen mit Karnevalmasken nahmen an einem Umzug teil, der durch die Straßen der Prager Kleinseite am Samstag zog. Ein traditioneller Fasching in Volkstrachten und mit Volksmusik wurde auch etwa in der Gemeinde Strání in der Mährischen Slowakei gefeiert. Die Faschingsveranstaltungen werden dort alljährlich von mehreren Tausend Leuten besucht.

16.000 Menschen mit Behinderung leben in Einrichtungen

In insgesamt 418 sozialen Einrichtungen in der Tschechischen Republik leben über 16.000 Menschen mit Behinderung. Mehr als ein Tausend davon sind Kinder. Die Angaben stammen aus einer Statistik, die das Ministerium für Arbeit und Soziales überhaupt zum ersten Mal ausarbeiten ließ. Ergänzt wird die Statistik durch eine Analyse der Pflege in Anstalten. Die höchste Zahl der Behinderten gibt es in Einrichtungen in den Kreisen Ústí nad Labem / Aussig, Mittelböhmen und Mährisch-Schlesien. In der Zukunft sollen große Anstalten durch kleine Gemeinschaftszentren ersetzt werden, die den Menschen mehr Komfort anbieten sollen.

Tschechien ist auf Import von Obst und Gemüse angewiesen

Tschechien ist stark angewiesen auf die Einfuhr von Obst und Gemüse. Dies betrifft auch Sorten, die in Mittelbreiten, also auch hierzulande angebaut werden. Nach Angaben des Tschechischen Statistik-Amtes (ČSÚ) wurden im letzten Jahr Obst, Gemüse und Nüsse im Gesamtwert von 900 Millionen Euro nach Tschechien importiert. Der größte Teil der Importware kommt aus Spanien. Das Agrarministerium hat kürzlich eine langfristige Strategie vorgestellt. Diese enthält auch Maßnahmen zur Erhöhung der Unabhängigkeit Tschechiens bei der Versorgung mit Obst und Gemüse. Das Ministerium will bis 2014 Agrarsubventionen umlenken, um neben dem nun dominierenden Getreide und Raps den Anbau von Obst und Gemüse mehr zu fördern. Nach Schätzungen des Vorsitzenden der Union der Obstanbauer, Martin Ludvík, stammten zurzeit nur etwa 40 Prozent der in Mittelbreiten angebauten Früchte, die hierzulande konsumiert werden, aus der tschechischen Produktion. Beim Gemüse ist es nur Drittel.

Fed-Cup: Tschechinnen erkämpfen Halbfinale

Die tschechischen Tennis-Damen haben das Halbfinale des Fed-Cup-Turniers erkämpft. Den dritten und entscheidenden Punkt sicherte am Sonntag im mährischen Ostrava / Ostrau Petra Kvitová im Duell gegen Samantha Stosur. Sie besiegte die Spielerin Australiens in drei Sätzen mit 2:1 (2:6, 7:6 und 6:4). Im abschließenden Doppelspiel besiegte das tschechische Duo Andrea Hlaváčková und Lucie Hradecká das australische Paar Casey Dellasqua und Ashleig Barty mit 2:0 (6:0 und 7:6).

Eisschnellauf: Sáblíková verteidigt Weltcup-Führung

Die tschechische Eisschnelläuferin Martina Sáblíková hat im Rennen über 3.000 Meter beim Weltcup in Inzell die Bronzemedaille gewonnen. Die zweifache Olympiasiegerin Martina Sáblíková ist mit der Zeit 4:05,41 hinter Ireen Wüst und Diane Valkenburg geblieben. Die Tschechin, die in den letzten Tagen mit Rückenproblemen kämpfen musste, verteidigte mit der drittbesten Platzierung ihre Weltcup-Führung.

Oddset Hockey Games: Tschechien gewinnt über Russland mit 2:1

Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft hat in ihrem dritten Spiel bei den Oddset Hockey Games am Sonntag in Malmö das Team Russlands mit 2:1 besiegt. Für die Töre sorgen Zbyněk Irgl und Václav Nedorost. Die Tschechen haben dank dem Sieg immer noch Chance auf den Triumph bei den Schwedisichen Spielen der Euro-Hockey-Tour-Serie. Dafür müsste der Gastgeber Schweden im letzten Spiel des Turniers über Finnland gewinnen.

Das Wetter am Montag: bewölkt, leichter Schneefall, bis 1 Grad

Am Montag ist es in Tschechien bewölkt oder leicht bewölkt, im Norden bedeckt, vereinzelt Schneefall. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -3 bis 1 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter werden maximal -7 Grad Celsius erreicht.