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US-Außenministerin Clinton verhandelt in Prag über AKW Temelín

US-Außenministerin Hillary Clinton hat Tschechien als einen der nächsten

Partner und Freunde in Europa bezeichnet. Sie würdigte unter anderem die Zusammenarbeit in Afghanistan sowie die künftige Errichtung eines Ausbildungszentrums der Nato für die Hubschrauberpiloten. Clinton ist am Montag zu einem kurzen Arbeitsbesuch in Prag eingetroffen. Das Hauptthema der Gespräche war das Angebot der amerikanisch-japanischen Firma Westinghouse für den Ausbau des südböhmischen Atomkraftwerks Temelín. Clinton sagte nach dem Treffen mit ihrem tschechischen Amtskollegen Karel Schwarzenberg, Firma Westinghouse würde die verlässlichste Technologie und die besten Sicherheitsgarantien anbieten. Clinton traf in Prag auch mit dem Parteichef der oppositionellen Sozialdemokraten (ČSSD) Bohuslav Sobotka zusammen. Der Sozialdemokrat erklärte, für Tschechien sei es wichtig, dass der endgültige Preis für den Ausbau von Temelín, das Datum der Fertigstellung des Baus sowie die Sicherheit des AKW garantiert werden.

Tschechien und USA unterstützen Syrien bei der Demokratisierung

Der tschechische Premier Petr Nečas hat am Montag in Prag die US-Außenministerin Hillary Clinton empfangen. Thema der Gespräche war vor allem die Situation in Syrien, die Zusammenarbeit in der Nato sowie der Ausbau des AKW Temelín. Der tschechische Premier sagte, Tschechien verurteile die ständige Gewaltanwendung in Syrien. Die einzig mögliche Lösung der Situation sei, so der Premier, eine politische Lösung. Tschechien und die USA arbeiten bei der Lösung der Krise in Syrien zusammen. Nachdem die US-Botschaft in Syrien geschlossen worden war, vertritt Tschechien in Syrien die USA in den Konsular- und den diplomatischen Angelegenheiten. Die US-Außenministerin würdigte die Aufmerksamkeit, die Tschechien der Nahost-Region schenkt, einschließlich der Vertretung der USA in Syrien.

Kosovo bekundet Interesse an Zusammenarbeit mit Tschechien

Kosovo bekundet Interesse an einer tieferen Zusammenarbeit mit Tschechien. Dies teilte der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg am Montag nach dem Treffen mit dem Kosovo-Außenminister Enver Hoxhaj in Prag mit. Kosovo braucht Schwarzenberg zufolge Hilfe und Investitionen in die Infrastruktur. Hoxhaj bezeichnete seinen tschechischen Amtskollegen als einen großen Freund des Kosovo. Die tschechische Regierung erkannte die einseitig erklärte Unabhängigkeit des Kosovo vor einigen Jahren an. Der tschechische Staatspräsident Václav Klaus lehnte Kosovos Unabhängigkeit jedoch ab.

Verkehrsminister Dobeš verlässt Arbeitsplatz – Nachfolger steht noch nicht fest

Der tschechische Verkehrsminister Pavel Dobeš verließ am Montag seinen Posten als Ressortchef. Dobeš trat auf Drängen seiner eigenen Partei von seinem Amt zurück. Bereits am Donnerstag hatte er sein Rücktrittsgesuch bei Präsident Václav Klaus eingereicht. Klaus hatte Dobeš wiederholt attestiert, als Minister gute Arbeit zu leisten, doch letztlich stolperte Dobeš über seine eigenen Neuerungen. Der von ihm veranlasste Wechsel der Software für das zentrale Fahrzeug-Register wurde ihm zum Verhängnis; die Umstellung verursachte zum Teil erhebliche Probleme, weshalb sehr viele Klienten unzufrieden waren.

Ein Nachfolger für Dobeš steht noch nicht fest. Laut seiner Parteichefin, Vizepremierministerin Karolína Peake, werde die Partei Lidem in den nächsten Tagen einen geeigneten Kandidaten präsentieren. In einer Woche wird zudem Verteidigungsminister Alexandr Vondra aus seinem Amt scheiden. Politologen schließen nicht aus, dass im Dezember eine etwas größere Regierungsumbildung ins Haus steht.

Tschechischer Sicherheitsrat berät über weitere Ausrichtung der Luftstreitkräfte

Der Sicherheitsrat der Tschechischen Republik befasst sich am Montag mit der Zukunft seiner Luftstreitkräfte. Es geht vor allem darum, ob die tschechische Armee auch weiterhin eine eigene Abfangjäger-Einheit haben wird oder nicht. Verteidigungsminister Alexandr Vondra wird dazu die Ergebnisse seiner Verhandlungen über eine mögliche Verlängerung des Leihvertrags zur Nutzung von Jagdflugzeugen des Typs Gripen vorlegen. Mit der schwedischen Seite habe er darüber ein besseres Angebot aushandeln können – es soll um fast 40 Millionen Euro günstiger sein als das ursprüngliche Angebot aus dem Sommer. Nach Aussage von Vondra sei es jedoch ungewiss, ob die tschechischen Piloten weiter auf die Abfangjäger des Typs Jas-39 Gripen zurückgreifen werden. Es ist nämlich noch offen, ob die tschechische Regierung den Leihvertrag verlängern wird oder eine neue Ausschreibung zum Erwerb von Überschallflugzeugen veranlassen werde, hieß es.

Außenminister Schwarzenberg mit Marion Dönhoff-Preis ausgezeichnet

Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg wurde am Sonntag in Hamburg mit dem Marion Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Der Preis wird alljährlich von der Wochenzeitung Die Zeit, der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Marion Dönhoff-Stiftung vergeben. Mit diesem Preis werden seit 2003 jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich für internationale Verständigung und für gute Beziehungen zwischen Deutschland und Osteuropa engagiert haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem die Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Michail Gorbatschow.

Karel Schwarzenberg wurde der Marion Dönhoff-Hauptpreis für sein langjähriges Engagement auf dem Gebiet der Menschenrechte verliehen. Im österreichischen Exil habe er sich während des Kalten Krieges unermüdlich für die Menschen- und Bürgerrechte in den kommunistischen Staaten des Ostblocks eingesetzt. Zudem sei sein Auftreten für ein größeres und vereintes Europa bis heute beispielhaft, sagte der Vorsitzende der Jury, Theo Sommer, bei seiner Laudatio.

Der Preis ist nach der ehemaligen Chefredakteurin der Wochenzeitung Die Zeit, Marion Gräfin Dönhoff benannt. Bis 2010 wurde ein mit 20.000 Euro dotierter Hauptpreis für besondere Verdienste einer Person oder Institution verliehen, sowie ein mit 10.000 Euro dotierter Förderpreis für laufende Projekte. Seit 2011 ist der Förderpreis mit 20.000 Euro dotiert und der Hauptpreis wird als Ehrenpreis verliehen.

Stiftung soll Erträge vom Stadtwald von Cheb / Eger verwalten

Die westböhmische Stadt Cheb / Eger wird wieder Zugriff auf ihren in Bayern gelegenen Stadtwald haben. Die Vertreter der Stadt und der deutschen Behörden unterzeichneten am Montag ein Abkommen über die Errichtung einer Stiftung, die den Erlös aus dem Wald verwalten soll. Mit der Entstehung der Stiftung wird die bisher geltende Zwangsverwaltung des Waldes aufgehoben. Damit wurden die 20 Jahre dauernden Verhandlungen über den Stadtwald abgeschlossen. Der Bürgermeister von Cheb, Pavel Vanoušek (ČSSD), erklärte, es sei wichtig gewesen, dass es gelungen sei, auch Regionalpolitiker auf deutscher Seite in die Verhandlungen mit einzubeziehen.

Ins Krankenhaus in Benešov wird Patient mit Methanolvergiftung eingeliefert

Ins Krankenhaus im mittelböhmischen Benešov wurde am Sonntagabend ein Patient mit Methanolvergiftung eingeliefert. Der Zustand des 61-jährigen Manns sei ernsthaft, teilte der Direktor des Krankenhauses Michal Oščipovský am Montag mit. Die Polizei untersucht den Fall. Einer Polizeisprecherin zufolge stammten Alkoholgetränke, die der Vergiftete aller Wahrscheinlichkeit nach trank, aus alten Vorräten.

Im Mittelböhmischen Kreis wurden seit September sechs Menschen wegen Methanolvergiftung in Krankenhäusern behandelt. Einer der Patienten ist an den Folgen einer Methanolvergiftung gestorben. Insgesamt forderte gepantschter Alkohol in ganz Tschechien seit September 38 Menschenleben.

Heilsarmee startet Weihnachts-Spendensammlung für Obdachlose

Die Heilsarmee hat am Montag in Brno / Brünn ihre traditionelle Weihnachts-Spendensammlung für Obdachlose gestartet. Spenden werden an fünf Orten in Brünn bis zum 21. Dezember gesammelt. Aus dem Geld wolle die Heilsarmee Schuhe, Socken und vor allem warme Bekleidung für ihre gefährdeten Klienten kaufen, teilte Pavel Kosorin von der Leitung der Brünner Heilsarmee am Montag mit. Voriges Jahr wurde eine Rekordsumme von 200.000 Kronen (8000 Euro) in Brünn gesammelt. Es wird geschätzt, dass in Brünn etwa 1300 Obdachlose leben.

Webportal Handball Planet kürt Filip Jícha zum Spieler des Jahres

Der tschechische Handballer Filip Jícha wurde zum „Spieler des Jahres 2012“ gewählt. Das haben die Besucher des Webportals Handball Planet in einer Umfrage entschieden. Der Spieler des THW Kiel erhielt von den Handballfans 4196 Stimmen und übertrumpfte damit klar den zweitplatzierten Dänen Mikkel Hansen von Paris St. Germain, für den 2487 Fans votierten. An der Umfrage nahmen insgesamt 13.000 Personen teil.

Florball-WM: Tschechien startet mit 21:1-Kantersieg über Japan

Die tschechischen Florball-Spieler sind mit einem Kantersieg in die WM-Endrunde in der Schweiz gestartet. In ihrem ersten Spiel zur Gruppenphase bezwangen sie die Japaner am Sonntag in Zürich mit 21:1. Je vier Tore steuerten Tomáš Sladký und Martin Tokoš zum haushohen Auftaktsieg bei. In ihrer zweiten Begegnung treffen die Tschechen nun am Montag in Zürich auf Team USA. Die Amerikaner haben ihr Auftaktmatch in der Gruppe C mit 3:8 gegen Lettland verloren. Am Dienstag ist dann Lettland der letzte Gegner der Tschechen in der Gruppenphase.

Das Wetter am Dienstag: bewölkt, Schnee, Glatteis, bis 4 Grad

Am Dienstag ist es in Tschechien überwiegend bewölkt mit Schneefall. In Böhmen kann sich Glatteis bilden. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 0 und +4 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter sinken die Temperaturen auf -2 Grad Celsius.