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Tschechien und Slowakei wollen Zusammenarbeit vertiefen

Tschechien und die Slowakei wollen die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, im Schulwesen sowie die Kooperation zwischen den Armeen der beiden Länder vertiefen. Zudem haben die beiden Länder vor, ihre Standpunkte in der Außenpolitik zu koordinieren. Dies geht aus der gemeinsamen Erklärung hervor, die die Premierminister Tschechiens und der Slowakei, Petr Nečas und Robert Fico, zum Abschluss der ersten gemeinsamen Tagung der Regierungen der beiden Länder unterzeichneten.

Nečas zufolge zeigte der gemeinsame Einsatz tschechischer und slowakischer Truppen bei einigen Nato-Operationen im Ausland, dass die beiden Armeen kompatibel sind. Dies müsse man, so der tschechische Premier, nutzen. Fico sagte, er sei bereit, den slowakischen Verteidigungsminister zur Suche nach tieferen Formen der Zusammenarbeit mit den tschechischen Partnern anzuregen. Die Verteidigungsminister der beiden Länder, Alexandr Vondra und Martin Glváč, unterzeichneten während der Tagung ein Protokoll über den Militärflugverkehr. Die beiden Länder haben zudem vor, die Radartechnik gemeinsam einzukaufen.

Die Tagung der beiden Regierungen fand am Montagvormittag im mährischen Uherské Hradiště statt, danach wurde sie im slowakischen Trenčín fortgesetzt. Die Regierungen trafen einen Tag nach dem Staatsfeiertag zusammen, an dem in Tschechien des 94. Gründungstags der Tschechoslowakei gedacht wurde.

Kulturministerium leiht Kunstwerke an Polen nicht

Das tschechische Kulturministerium erlaubt nicht, einige wertvolle Kunstwerke an Polen zu leihen. Die Kunstwerke sind Bestandteil der Ausstellung Europa Jagellonica, die in Warschau gezeigt wird. Das Ministerium befürchtet, dass die Kunstwerke wegen dem ungelösten Rechtsstreit des tschechischen Staates mit der Blutplasma-Firma Diag Human beschlagnahmt werden könnten. Die Sprecherin des Kulturministeriums, Markéta Ševčíková, erklärte am Montag, in Polen gebe es keine gesetzliche Garantie dafür, dass man ausländische Kunstwerke nicht beschlagnahmen darf. Darum gebe es, so der Sprecherin, momentan keinen Grund für weitere Verhandlungen mit den Veranstaltern der Ausstellung. Die Ausstellung Europa Jagellonica ist eine tschechisch-deutsch-polnische Gemeinschaftsproduktion. Sie wurde zuerst im mittelböhmischen Kutná Hora / Kuttenberg gezeigt.

Präsident Klaus: Steuererhöhungen lösen ökonomische Probleme nicht

Durch eine Erhöhung der Steuern für die Firmen wie auch die Bürger werden die ökonomischen Probleme in Tschechien nicht gelöst, sondern vertieft. Das sagte Präsident Václav Klaus in seiner Festrede zum Staatsfeiertag am Sonntag. Die Bemühungen der Regierung, die Verschuldung des Staates und der öffentlichen Haushalte zu bremsen, sind der richtige Weg. Diesen Weg aber könne man nicht beschreiten, ohne dabei die Ausgaben zum Staatshaushalt wie auch die staatlichen Zuwendungen zum Sozialsystem zu kürzen, betonte Klaus. Nach Ansicht des Präsidenten sollten die Bürger des Landes die gegenwärtige Situation trotz einiger Schwierigkeiten nicht so pessimistisch sehen und in Gleichgültigkeit verfallen. Präsident Klaus bekräftigte zudem seine Meinung, dass die Tschechische Republik ihre Souveränität wahren müsse vor allen Versuchen einer „radikalen Zentralisierung“ in Europa.

Premier Nečas: Ansprache von Präsident Klaus war ausgeglichen

Der tschechische Premier Petr Nečas hat die Rede, die Präsident Václav Klaus anlässlich des Staatsfeiertags am Sonntag hielt, als ausgewogen bezeichnet. Dies sagte der Premier nach einer gemeinsamen Tagung der tschechischen und slowakischen Regierung im slowakischen Trenčín. Nečas nahm an der feierlichen Verleihung von Staatsauszeichnungen am Sonntag auf der Prager Burg wegen einer Verletzung nicht teil.

Präsident Klaus zeichnet Kriegsveteranen, Sportler und Wissenschaftler aus

Am Sonntag wurde in Tschechien der 94. Jahrestag der Gründung der Tschechoslowakei begangen. Höhepunkt der Feierlichkeiten in Prag war ein Festakt auf der Prager Burg, bei dem Präsident Václav Klaus 22 hervorragende Persönlichkeiten mit staatlichen Auszeichnungen ehrte. Die höchste staatliche Auszeichnung, den Orden des Weißen Löwen, überreichte Klaus dabei an die zwei Kriegsveteranen Alexandr Beer und Vasil Korol. Zu den neuen Trägern der Verdienstmedaille gehören unter anderen die zweifache Olympiasiegerin im Speerwerfen Barbora Špotáková, der Wissenschaftler Jiří Drahoš, der Exil-Schriftsteller Ota Filip und der ehemalige Fußballtorwart Ivo Viktor.

Roithová reicht ihre Kandidatur für Präsidentschaftswahl offiziell ein

Die christdemokratische Europa-Abgeordnete Zuzana Roithová hat am Montag ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl offiziell beim Innenministerium eingereicht. Etwa 81.000 Menschen hätten die Petition für die Unterstützung ihrer Kandidatur unterzeichnet, teilte Roithová mit. Der Philosoph und ehemaliger Bildungsminister Jan Sokol nahm sich der Ehrenfunktion des Bürgers an, der die Kandidatin vorzuschlagen hat. Sokol hat sich 2003 selbst erfolglos um das Präsidentenamt beworben. Roithová hat die Absicht, ihre Kampagne vor der Präsidentschaftswahl weiter zu intensivieren.

Die offizielle Kandidatur für das Präsidentenamt hatte zuvor Ex-Premier Jan Fischer eingereicht. Auch der Vizechef des Senats des tschechischen Parlaments, Přemysl Sobotka, wurde offiziell nominiert – von den Parlamentariern seiner Demokratischen Bürgerpartei (ODS). Um das Präsidentenamt bewerben sich des weiteren Ex-Premier Miloš Zeman, Top 09-Parteichef und Außenminister Karel Schwarzenberg sowie der Vizechef der Sozialdemokraten (ČSSD), Jiří Dienstbier.

NKÚ: Schienennetz-Verwaltung verschwendete Staatsgelder in Millionenhöhe

Die staatliche Schienennetz-Verwaltung (SŽDC) hat in den zurückliegenden Jahren schlecht gewirtschaftet. Unnötig viel Geld habe sie vor allem durch Leasing und den Kauf von Autos, durch Anwaltskosten und die Bewachung einiger Objekte verpulvert, gab der tschechische Rechnungshof (NKÚ) am Montag in einem Pressebericht bekannt. Durch die Kontrollen sei unter anderem ans Licht gekommen, dass der Staat über die Schienennetz-Verwaltung umgerechnet 480 Millionen Euro zum Erwerb von Eigentum der Tschechischen Bahnen (ČD) gezahlt habe. Das Eigentum, das der Schienennetz-Verwaltung zugeschrieben wurde, hatten die Tschechischen Bahnen jedoch fünf Jahre zuvor unentgeltlich vom Staat erhalten.

Sängerin Marta Kubišová wird mit dem französischen Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet

Der tschechischen Sängerin Marta Kubišová wurde die höchste französische Staatsauszeichnung, der Orden der Ehrenlegion, verliehen. Die Sängerin nahm die Auszeichnung am Montag in der französischen Botschaft in Prag entgegen. Der französische Botschafter in Tschechien Pierre Lévy erinnerte bei dieser Gelegenheit an wichtige Momente im Leben der Sängerin und würdigte nicht nur ihre künstlerischen Erfolge, sondern auch ihr Engagement in der Charta 77. Frankreich habe mit dem Orden Kubišovás Beitrag zur politischen Freiheit gewürdigt, so der Botschafter. Die Auszeichnung wurde Marta Kubišová anlässlich ihres bevorstehenden 70. Geburtstags verliehen. Die Sängerin galt als ein Symbol des Prager Frühlings 1968, sie engagierte sich in der Charta 77. Erst nach der Wende von 1989 durfte sie wieder vor der Öffentlichkeit auftreten.

Schüler greift Lehrerin mit Messer an

Am Gymnasium im mittelböhmischen Rakovník hat einer der Schüler eine Lehrerin angegriffen und mit einem Messer schwer verletzt. Die 61-Jährige wurde mit dem Hubschrauber ins Prager Zentrale Militärkrankenhaus eingeliefert. Der Zustand der schwer Verletzten sei stabil, teilte eine Sprecherin des Krankenhauses mit. Wie sich der Angriff abspielte, durfte die Sprecherin der Polizei in Rakovník wegen dem niedrigen Alter des Verdächtigen nicht präzisieren. Der Fall wird von der Kriminalpolizei untersucht.

Tennis-Festtage in Prager O2-Arena werden mit Schaukampf der Damen eröffnet

Nach dem Konzert von Weltstar Jennifer Lopez am Freitag gehört die größte europäische Mehrzweckhalle spätestens ab Montag einer erlesenen Gruppe der weltbesten Tennisdamen. Am Montagabend steigt zunächst ein Schaukampf zwischen der Weltranglisten-Zweiten, der Russin Maria Scharapowa, und der besten tschechischen Tennisspielerin Petra Kvitová. Da die 22-jährige Kvitová aber nach ihrer Viruserkrankung noch nicht völlig fit ist, wird sie nur einen Satz gegen Scharapowa bestreiten. Im zweiten Satz wird sie durch ihre Landsfrau Lucie Šafářová ersetzt. Weil Kvitová wegen ihrer Erkrankung das WTA-Masters in Istanbul frühzeitig beenden musste, ist sie jetzt auch in der Weltrangliste um zwei Plätze auf Rang 8 zurückgefallen.

Den Schaukampf gegen Scharapowa nutzen Kvitová und Šafářová andererseits schon als Training für einen weiteren Saisonhöhepunkt – das Finale im Fed Cup. In der Endrunde des populären Mannschaftswettbewerbs der Tennisdamen stehen sich an diesem Wochenende Gastgeber Tschechien und Serbien in der O2-Arena gegenüber. Das tschechische Team ist Titelverteidiger, sein Quartett wird durch die olympischen Silbermedaillengewinnerinnen im Damendoppel, Andrea Hlaváčková und Lucie Hradecká, komplettiert. Das Duo H+H hat es im Gegensatz zu Kvitová beim WTA-Masters in Istanbul bis ins Finale geschafft. Dort aber unterlagen die beiden Tschechinnen am Sonntag dem russischen Duett Maria Kirilenko und Nadia Petrowa glatt in zwei Sätzen mit 1:6 und 4:6.

Nur zwei Wochen später, vom 16. bis 18. November, steigt in der Prager O2-Arena bereits as nächste Top-Event: das Finale im Davis Cup zwischen Tschechien und Titelverteidiger Spanien.

Nečas und Fico unterstützen gemeinsame Eishockey-WM 2015

Spätestens bis Ende November wird entschieden, ob Tschechien und die Slowakei 2015 gemeinsam die Eishockey-Weltmeisterschaft veranstalten werden. Der Internationale Eishockeyverband (IIHF) beauftragte Tschechien mit der Organisation der WM 2015. Es gibt jedoch die Möglichkeit, dass sich daran auch die Slowakei beteiligen würde. Die Premierminister der beiden Länder Petr Nečas und Robert Fico unterstützten am Montag die Zusammenarbeit der beiden Länder in diesem Bereich. Die Vertreter der Eishockeyverbände der beiden Länder verhandeln über die Möglichkeit der gemeinsamen Veranstaltung der WM schon monatelang.

Das Wetter am Dienstag: bedeckt, Schneefall, 2-6 Grad Celsius

Am Dienstag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, im Westen ist mit Schneefall zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 2 bis 6 Grad Celsius. In Höhenlagen über 1000 Meter steigt das Thermometer auf maximal -1 Grad Celsius an.