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Tschechien und Irak schließen neuen Vertrag über wirtschaftliche Zusammenarbeit

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hält sich zu Gesprächen in Prag auf. Schwerpunkt des Arbeitsbesuches sind vor allem die Handelsbeziehungen zwischen Tschechien und dem Irak. Die beiden Länder seien an einer intensiveren wirtschaftlichen Zusammenarbeit interessiert, einigten sich Ministerpräsidenten Petr Nečas und Nuri al-Maliki während ihres Treffens am Donnerstag. Diese solle durch einen neuen bilateralen Vertrag gefördert werden, der von Industrieministern der beiden Länder unterzeichnet wurde. Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit sieht man in der Entwicklung der irakischen Infrastruktur, des Verkehrs, der Landwirtschaft, der Erdölindustrie und im Sicherheitsbereich. Irak sei am Kauf des Kampfflugzeugs L-159 interessiert, bestätigte Premier Nečas nach dem Treffen mit Al-Maliki. Über den Handel werden Verteidigungsminister der beiden Länder am Freitag verhandeln.

Der Konflikt in Syrien kann nach Meinung des irakischen Regierungschefs Nuri al-Maliki nur auf friedlichem Wege und ohne ausländische Einmischung gelöst werden. Das erklärte Al-Maliki am Donnerstag in Prag nach einem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Petr Nečas. Al-Maliki bestritt Medienberichte über Waffenlieferungen des Irans über irakischen Luftraum an das Regime in Syrien. Das sei Propaganda und entspreche nicht der Wahrheit.

Präsidenten Polens und Tschechiens betonen enge Zusammenarbeit

Der tschechische Präsident Václav Klaus hat am Donnerstag zu Beginn eines zweitägigen Besuchs in Polen die enge Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer hervorgehoben. Von allen Nachbarn seien uns Polen am nächsten, sagte er nach einem Treffen mit seinem polnischen Amtskollegen Bronislaw Komorowski in Warschau. Komorowski erinnerte daran, dass beide Staaten nicht nur innerhalb der EU, sondern auch in der mitteleuropäischen Visegrad-Gruppe eng kooperierten. Der polnisch-tschechische Handelsaustausch sei größer als der polnisch-amerikanische, sagte Komorowski mit Blick auf ein polnisch-tschechisches Wirtschaftsforum am Freitag in Warschau.

184 Tausend Euro für Tschechien aus dem EU-Programm zur Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige

Die Tschechische Republik erhält an die 184 Tausend Euro aus dem EU-Programm zur Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige. Die Summe von einer halben Milliarde Euro wurde unter 19 der 27 EU-Länder verteilt. Tschechien bekommt den zweitniedrigsten Beitrag nach Luxemburg. Die Tschechische Republik hatte das Programm in der Vergangenheit kritisiert und die Aufstockung der Fördergelder auf 500 Millionen Euro abgelehnt. Es wurde darauf hingewiesen, dass in jedem Land andere Kriterien gälten, nach denen die Menschen als arm betrachtet werden. In Tschechien werden im Rahmen dieses Programms nur Obdachlose als bedürftig eingestuft.

Premier Nečas und Bundespräsident Gauck einig, dass Eurozone stabilisiert werden muss

Der tschechische Premier Petr Nečas und der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck waren sich bei ihrem Treffen am Mittwochabend einig, dass es im Interesse beider Länder liege, die Eurozone zu stabilisieren. Der Premier sagte, das tschechische Regierungskabinett habe durchaus Verständnis dafür, dass die Staaten der Eurozone ihre Haushaltspolitik stärker koordinieren wollen. Joachim Gauck, der am Mittwoch zu einem eintägigen Antrittsbesuch in Tschechien weilte, traf sich zum Abschluss seiner Visite auf dem Prager Václav-Havel-Flughafen mit einigen ehemaligen tschechoslowakischen Dissidenten. Unter ihnen waren der Vizepräsident des tschechischen Senats, Petr Pithart, der Bürgerrechtler Petr Uhl oder Martin Palouš von der Václav-Havel-Bibliothek. Pithart lud Joachim Gauck erneut nach Prag ein, um in der von Ehepaar Havel gegründeten „Prager Kreuzung“ einen Vortrag zu halten.

Premier Nečas für den Anti-Bürokratiepreis nominiert

Premier Petr Nečas ist für den Antibürokratiepreis nominiert worden, der jährlich von der Nichtregierungsorganisation eStat.cz verliehen wird. Neben Nečas stehen auch der britische Premier David Cameron und der ehemalige Vorsitzende der spanischen Regierung, José María Aznar, auf der Vorschlagsliste, sowie mehrere tschechische Politiker, unter anderem Arbeitsminister Jaromír Drábek oder der Bürgermeister von Teplice, Jaroslav Kubera.

Der Preis wird seit 2006 verliehen. In die engere Auswahl kommen Personen oder Organisationen, die sich um die Bekämpfung der ausufernden Bürokratie verdient gemacht haben. Erster Preisträger war der heutige Staatspräsident Václav Klaus für die Bildung einer Kommission zur Verringerung der bürokratischen Belastungen von Bürgern und Gewerbetreibenden.

Verkehrsministerium plant Modernisierung der Bahnübergänge

An die 400 Bahnübergänge in Tschechien sollen in den nächsten zwei Jahren modernisiert werden. Auf einer Pressekonferenz sagte dies am Donnerstag Verkehrsminister Pavel Dobeš. Wie er informierte, sollen insgesamt 1,93 Milliarden Kronen (umgerechnet ca. 77 Millionen Euro) in die Modernisierung problematischer Bahnübergänge investiert werden. Das Ministerium erhofft sich davon eine größere Verkehrssicherheit sowie Beschleunigung des Bahnbetriebs, aber auch Energieersparnisse. In der Zukunft sollten 70 bis 80 Prozent der Kosten für die Modernisierung aus der EU finanziert werden, betonte Dobeš.

Neue Fluglinie wird Ostrava und Wien verbinden

Eine neue Fluglinie wird ab November Wien und die nordmährische Stadt Ostrava / Mährisch Ostrau verbinden. Betrieben wird die Linie von der slowakischen Fluggesellschaft Danube Wings. Vorgesehen sind zwei Flüge täglich in den beiden Richtungen. Die erste Maschine mit einer Kapazität von 70 Passagieren wird am 12. November aus Ostrava starten. Die Gesellschaft reagiere auf das große Interesse der Vertreter des Mährisch-Schlesischen Kreises und der Stadt Ostrava an der Wiederaufnahme des Verkehrs zwischen Ostrava und Wien. Die Linie solle vor allem tschechischen und österreichischen Unternehmern, aber auch Transitreisenden dienen, sagte Generaldirektor von Danube Wings Ján Rostáš am Donnerstag vor Journalisten. Der Verkehr wurde im Februar dieses Jahres nach sechs Jahren eingestellt.

Tschechischen und Österreich beteiligen sich am gemeinsamen veterinärmedizinischen Projekt

Die Veterinärmedizinische und Pharmazeutische Universität in Brünn und die Veterinärmedizinische Universität Wien beteiligen sich an einem gemeinsamen Forschungsprojekt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit beschäftigt man sich mit bestimmten Aspekten der Interaktion von Wildvögeln mit dem Menschen und der möglichen Gefahr durch Übertragung von Infektionserregern. Für die Brünner Universität ist es das erste grenzübergreifende Projekt dieser Art. Ergebnisse der Laborteste, die in Brünn durchgeführt werden, sollen im Unterricht für Veterinärärzte und in der Praxis umgesetzt werden. Das Projekt läuft bis Ende 2014.

3,4 Mio. Tonnen Kommunalabfall pro Jahr werden in Tschechien produziert

Nach der vorliegenden Statistik hat jeder Tscheche im letzten Jahr durchschnittlich 320 Kilo Müll produziert. 46 Kilo davon wurden sortiert. In farbige Tonnen gingen demnächst etwa 13 Prozent des Haushaltsabfalls. Insgesamt mussten in Tschechien im letzten Jahr insgesamt 3,4 Millionen Tonnen Kommunalabfall entsorgt werden.

Tennis: Berdych erreicht Viertelfinale des ATP-Turniers in Schanghai

Der tschechische Tennisspieler Tomáš Berdych hat beim ATP-Masters in Schanghai zum ersten Mal in seiner Karriere das Viertelfinale erreicht. Der an Nummer vier gesetzte Tscheche besiegte in der dritten Runde den Amerikaner Sam Querrey in drei Sätzen mit 6:2, 6:7 und 6:4. Berdych hat bereits dreimal versucht, in Schanghai unter die ersten acht zu gelangen, scheiterte jedoch in den vergangenen drei Jahren immer im Achtelfinale. Am Freitag erwartet ihn auf dem Weg in Halbfinale der Franzose Jo-Wilfried Tsonga.

Auch ein weiterer Tscheche konnte bis ins Viertelfinale des Turniers in Schanghai vorstoßen. Radek Štěpánek wird im Spiel um einen möglichen Halbfinaleinzug auf den Amerikaner John Isner stoßen.

Das Wetter am Freitag, 12.10.: leicht bewölkt, bis 16 Grad

Am Freitag ist es in Tschechien anfangs heiter oder leicht bewölkt, während des Tages nimmt die Bewölkung zu, mit Regenschauern muss gerechnet werden. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 12 bis 16 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter erreichen sie 6 Grad Celsius.