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Umfangreiche Änderungen im Prager ÖPNV – Experten befürchten Probleme

Im Prager ÖPNV bestehen seit Samstag umfangreiche Änderungen an den Linienführungen. Vier Straßenbahn- und 18 Buslinien wurden gestrichen, bei rund 50 Verbindungen wurde die Streckenführung geändert, nur die Prager Metro hat keine Änderungen erfahren. Neu ist die Definition von Bus- und Straßenbahnlinien als Rückgrat des ÖPNV: 38 so genannte Metrobus-Linien und vier Straßenbahnlinien bilden dieses Rückgrat. Die Metrobusse fahren in der Spitze alle sechs bis acht Minuten, die Straßenbahnen alle vier Minuten. Zugleich wurden parallel laufende Verbindungen reduziert. Die Verkehrsbetriebe begründen den Schritt unter anderem mit Einsparungen und einer Vereinfachung des Systems.

Die Änderungen sind in den vergangenen Wochen von Fahrgästen, Bürgermeistern der Prager Stadtteile und Verkehrsexperten kritisiert worden. Vor allem Probleme beim Betrieb der Metrobusse werden Probleme befürchtet, weil Prag nicht über ausreichend getrennte Busspuren und Busampeln verfüge. Zudem müssten die Fahrgäste auf bestimmten Strecken nun häufiger umsteigen, sagen die Kritiker.

Neue Regelungen für den Immissionsschutz in Kraft

Neue Regelungen für den Immissionsschutz sind am Samstag in Tschechien in Kraft getreten. Sie betreffen vor allem Haushalte mit Kohle- oder Holzöfen sowie Industriebetriebe. Bis 2022 müssen Öfen für Festbrennstoffe strengere Normen bei den Abgasen erfüllen, laut Schätzungen des Fachverbandes für Heiztechnik könnten deswegen rund 330.000 tschechische Haushalte ihren Ofen austauschen. Das Umweltministerium glaubt indes, dass sich viele ältere Modelle auch nachrüsten lassen. Für Industriebetriebe werden sich in den folgenden Jahren schrittweise die Umweltabgaben erhöhen. Die größte Erhöhung betrifft die Feinstaub-Emissionen: Ab kommendem Jahr müssen die Betriebe für eine Tonne Feinstaub-Emissionen umgerechnet rund 170 Euro bezahlen, im Jahr 2021 sind es dann 570 Euro. Geringere Kostensteigerungen wurden für die Emissionen von Schwefeloxiden, Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen festgelegt.

Bilanz auf tschechischen Straßen: 140 Verkehrstote während Sommerferien

Laut den Statistiken der Polizei sind in diesen Sommerferien auf den tschechischen Straßen insgesamt 140 Menschen ums Leben gekommen. Dies entspricht exakt der Zahl der Verkehrstoten im selben Zeitraum des vergangenen Jahres. Zugleich sind dies die niedrigsten Zahlen seit dem Jahr 1990. Insgesamt 13.000 Verkehrsunfälle registrierte die Polizei von Anfang Juli bis Ende August.

Letztes Verkehrsopfer der Ferien wurde ein 14-jähriges Mädchen in Prag. Die Schülerin wurde am Freitag von einem Auto erfasst, als sie an einem Zebrastreifen stand. Das Auto war bei einem Frontal-Zusammenstoß mit einem anderen Auto in Richtung des Mädchens geschleudert worden. Das Mädchen erlag am Unfallort seinen Verletzungen.

Jahresbilanz 2011: Tschechen kaufen Medikamente im Wert von 680 Millionen Euro

Für umgerechnet 680 Millionen Euro haben die Tschechen im vergangenen Jahr Medikamente gekauft, eingeschlossen die Rezeptgebühren in den Apotheken. Dies sei ein Anstieg von zwei Prozent gegenüber 2010, berichtet die Presseagentur ČTK am Samstag. Insgesamt 74 Millionen Rezepte nahmen die tschechischen Apotheken entgegen. Der durchschnittliche Wert eines Rezeptes lag bei umgerechnet gut 23 Euro.

Kreis Karlsbad übernimmt Finanzierung der Zugverbindung Bad Brambrach - Cheb

Die direkte Zugverbindung zwischen Bad Brambrach im Vogtland und Cheb / Eger in Westböhmen bleibt eine weitere Saison bestehen. Am Freitag schlossen der Kreis Karlovy Vary / Karlsbad und die Tschechischen Bahnen einen Vertrag über die weitere Finanzierung der Strecke ab dem Fahrplanwechsel im Dezember. Das Verkehrsministerium in Prag, in dessen Kompetenzen eigentlich die Finanzierung des internationalen Schienenverkehrs liegt, hatte die nötigen Gelder verweigert. Dadurch habe eine Einstellung des Zugverkehrs auf der Strecke gedroht, sagte der stellvertretende Kreishauptmann Petr Navrátil. Die grenzüberschreitende Verbindung war im Dezember vergangenen Jahres durch ein Abkommen zwischen dem Kreis Karlsbad und dem Vogtlandkreis entstanden.

Ski: Záhrobská steigt nach Gehirnoperation wieder ins Training ein

Skifahrerin Šárka Záhrobská steigt nach der erfolgreichen Entfernung eines gutartigen Gehirntumors Anfang Juli wieder ins Training ein. Ab Montag werde sie in einer Skihalle in Deutschland trainieren, sagte die frühere Slalom-Weltmeisterin bei einer Pressekonferenz in Prag. Am 9. September fliegt Záhrobská in ein dreiwöchiges Trainingslager nach Argentinien. Wenn alles gut gehe, wolle sie Mitte November im finnischen Levi bereits an einem Weltcuprennen teilnehmen, so die Athletin.

Die 27-jährige Skifahrerin war am 11. Juli operiert worden und verließ zwei Wochen später das Krankenhaus. Trainiert wird sie seit diesem Jahr vom Österreicher Klaus Mayrhofer.

Tennis: Kvitová bei den US Open im Achtelfinale

Tennisspielerin Petra Kvitová hat bei den US Open in New York das Achtelfinale erreicht. In der dritten Runde am Freitag (Ortszeit) hatte die an Nummer fünf gesetzte Tschechin keine Probleme mit der Französin Pauline Parmentier, sie gewann in zwei Sätzen mit zweimal 6:4. Im Achtelfinale trifft Kvitová auf eine weitere Französin: Marion Bartoli.

Das Wetter am Sonntag, 2.9.: Wolken, Schauer, bis 24 Grad

Am Sonntag ist es in Tschechien überwiegend bewölkt mit vereinzelt Regen, ansonsten Schauern. In Mähren und Schlesien sind auch Gewitter möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 20 bis 24 Grad Celsius, im Südosten des Landes auch bis 26 Grad. In Höhenlagen um 1000 Meter erreichen die Maximalwerte 16 Grad Celsius.