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Acht Menschen starben beim Busunglück in Kroatien

Bei einem schweren Unglück eines tschechischen Reisebusses in Kroatien sind am Samstagmorgen acht Menschen ums Leben gekommen. Die Information der kroatischen Rettungsdienste bestätigte der tschechische Konsul in Split, Pavel Bednář, gegenüber der Presseagentur ČTK. Drei Schwerverletzte, davon zwei Kinder wurden mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Zagreb eingeliefert. Der Reisebus mit 51 tschechischen Bürgern an Bord habe bei Sveti Rok im Hinterland der Adriastadt Zadar die Leitplanken durchbrochen und sich überschlagen, berichtete die Polizei. 42 Menschen seien verletzt, einige in Krankenhäuser gebracht worden. Mit dem Bus reisten Klienten des Brünner Reisebüros Atlas Adria nach Baška Voda. Nach unbestätigten Angaben der kroatischen Zeitung „Vecernji list“ war ein Sekundenschlaf des Busfahrers die Unfallursache. Die wichtige Urlauberroute an die Adria wurde in beide Richtungen gesperrt.

Premier Nečas vom Busunglück tief getroffen

Tschechische Behörden unternehmen alles, um den Opfern des tragischen Busunglücks in Kroatien zu helfen. Dies versprach am Samstag der tschechische Premier Petr Nečas. „Es ist eine große Tragödie und ich möchte mein aufrichtiges Beileid zum Ausdruck bringen,“ sagte der Premier. Auch die tschechische stellvertretende Ministerpräsidentin Karolína Peake sagte, die Nachricht vom Busunglück habe sie tief getroffen und sie wolle ihr aufrichtiges Beileid den Familien der Opfer ausdrücken. Nach Kroatien wurde bereits ein Team von Polizeipsychologen entsendet, das den Menschen vor Ort helfen soll.

Tschechischer Ex-Minister Dlouhý will Präsident werden

Der ehemalige tschechische Industrie- und Handelsminister Vladimír Dlouhý will bei der ersten Direktwahl des tschechischen Präsidenten Anfang 2013 antreten. Er habe vor, im Präsidentenamt eine Politik zu machen, die vom wilden politischen Geschehen der letzten Jahre nicht betroffen sei, teilte Dlouhý in einer Erklärung mit, die am Samstag von der Presseagentur ČTK veröffentlicht wurde. Der 58-jährige Wirtschaftsexperte gab seine Absicht, sich für das Präsidentenamt zu bewerben, am Freitag bekannt. Für seine Kandidatur benötigt er 50.000 Unterschriften.

Dlouhý trat mit 25 Jahren der kommunistischen Partei bei, aus der er nach elf Jahren im Dezember 1989 austrat. Nach der Wende war er Mitglied der neu gegründeten Demokratischen Bürgerallianz (ODA). Er war in den Jahren 1989-1992 Wirtschaftsminister der Tschechoslowakei und von 1992 bis 1997 tschechischer Industrie- und Handelsminister im Kabinett des damaligen Regierungschefs Václav Klaus.

Anders als Präsidentschaftskandidat Jan Fischer will er sich nicht für seine Tätigkeit in der kommunistischen Partei entschuldigen. Die Amtszeit von Präsident Klaus endet im März 2013.

John ist altneuer Chef der VV-Partei

Der altneue Chef der Partei der Öffentlichen Angelegenheiten (VV) ist Radek John. Im Amt wurde er am Samstag von einer gesamtstaatlichen Konferenz der VV-Partei im südmährischen Znojmo bestätigt. John wird weitere zwei Jahre an der Spitze der VV-Partei stehen. Nach der Bekanntgabe des Wahlresultats sagte John, er wisse, dass die Parteiführung viel Arbeit haben werde. Die folgende Zeitetappe bezeichnete er als die „zweite Halbzeit“ für die VV-Partei in der Politik. Die Vizechefin der VV-Partei, Kateřina Klasnová, sagte, die VV-Partei müsse sich auch in der Opposition bemühen, ihr ursprüngliches Wahlprogramm durchzusetzen.

Lidové noviny: Präsidentenkanzlei muss Löhne der Mitarbeiter veröffentlichen

Die Präsidentenkanzlei muss die Löhne ihrer Angestellten veröffentlichen. Darüber habe das Prager Stadtgericht entschieden, schrieb die Tageszeitung Lidové noviny in ihrer Samstagausgabe. Die Lidové noviny bemühte sich zuvor darum, dass die Lohnbedingungen des Sekretärs und des Vizekanzlers de Staatspräsidenten veröffentlicht werden. Die Tageszeitung berief sich dabei auf das Urteil des Obersten Verwaltungsgerichts vom Juli vergangenen Jahres, laut dem „auch vom Staat bezahlte Beamte für Empfänger öffentlicher finanzieller Mittel gehalten werden müssen“. Die Präsidentenkanzlei lehnte es trotzdem ab, die Summen zu nennen. Das Prager Stadtgericht ordnete nun der Präsidentenkanzlei an, die Löhne zu veröffentlichen.

In Guatemala wurden zwei Tschechen wegen Kokainschmuggel verhaftet

In Guatemala wurde ein tschechisches Paar verhaftet, das versucht hatte, Kokain aus dem Land zu schmuggeln. Die Tschechen waren auf dem internationalen Flughafen in der Hauptstadt von Guatemala festgenommen. Darüber informierte die guatemalische Polizei auf ihrer Webseite. In Koffern der beiden Reisenden fanden die Zöllner 3,5 Kilo Kokain. Die Verhafteten behaupteten, sie seien aus Panama nach Guatemala angereist und hätten vor, weiter nach Madrid zu reisen.

NHL: Faksa und Hertl wurden in der ersten Runde draftiert

Zwei tschechische Spieler wurden in der ersten Draft-Runde der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL draftiert. Der 18-jährige Stürmer Radek Faksa, der bei den Kitchener Rangers in der Ontario Hockey League spielt, wurde als Nr. 13 vom NHL-Klub Dallas Stars draftiert. Faksa sagte, er fühle sich phantastisch, denn sein Traum sei es gewesen, in der NHL zu spielen. Interesse am 18-jährigen Stürmer Tomáš Hertl zeigte der NHL-Klub San José Sharks. Hertl spielt für den tschechischen Extraligaklub HC Slavia Prag, mit dem er noch einen für zwei Jahre gültigen Vertrag hat. Hertl erklärte, er kehre nach Prag zurück und werde daran arbeiten, um sich dann bei den San José Sharks durchzusetzen. Die erste Draft-Runde fand in der Nacht auf Samstag in Pittsburgh statt.

Von den tschechischen Spielern war in der ersten Draft-Runde der NHL zuletzt 2007 Jakub Voráček erfolgreich, der heute für den Klub Philadelphia Flyers spielt.

Das Wetter am Sonntag, 24. Juni: heiter, bis 28 Grad

Am Sonntag ist es in Tschechien heiter, an Abend ist im Nordwesten mit Regenschauern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 24 bis 28 Grad Celsius, in Lagen um 1000 Meter bei 19 Grad Celsius.