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Nato-Tagung: Tschechien will der afghanischen Armee finanziell helfen

Tschechien ist bereit, der afghanischen Armee finanziell zu helfen. Dies geht aus den Worten von Premier Petr Nečas vor den entsprechenden Gesprächen bei der Nato-Tagung in Chicago hervor. Die USA hat um solche Hilfsgelder gebeten, über die Zusagen der Verbündeten soll in Chicago verhandelt werden. Den Schätzungen nach dürften rund vier Milliarden Dollar im Jahr nötig sein. Tschechien ist laut Nečas dazu bereit, über eine Beteiligung zu sprechen. Es sei indes zu früh, bereits Details wie die Höhe der Beitragssumme zu nennen, sagte der Premier in Chicago gegenüber den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks. Tschechien wird in diesem Jahr eine Höchstzahl von 600 Soldaten in Afghanistan stationiert haben. Die Zahl soll danach schrittweise reduziert werden, soweit die Sicherheitslage dies zulasse, so der tschechische Premier. Dies schließe aber ein, Kabul eine gewisse finanzielle Unterstützung zu gewähren, erläuterte Nečas.

Tschechien lehnt einen Vertrag mit Kanada über Rückführung von erfolglosen Asylbewerbern ab

Kanada will mit Tschechien einen Vertrag über die Rückführung von erfolglosen tschechischen Asylbewerbern aushandeln. Tschechien hat indes abgelehnt, über die bestehenden Verträge hinauszugehen. Politische und rechtliche Gründe würden dies ausschließen, sagte Premier Petr Nečas am Sonntag vor Gesprächen mit seinem kanadischen Amtskollegen Stephen Harper am Rande des Nato-Gipfels in Chicago. Nečas verwies auf den EU-Vertrag von Lissabon und auf das tschechisch-kanadische Rückübernahmeabkommen von 1996. Das 16 Jahre alte Abkommen ermöglicht laut Nečas auch die Rücküberführung von erfolglosen Asylbewerbern.

Vor drei Jahren hatte Kanada wegen der hohen Zahl von erfolglosen Asylbewerbern aus Tschechien erneut die Visumspflicht für tschechische Besucher eingeführt. Prag drängt darauf, dass Ottawa die Visumspflicht wieder abschafft.

Sozialdemokraten wollen für Aufhebung von Raths Abgeordneten-Immunität stimmen

Die Sozialdemokraten wollen im Abgeordnetenhaus dafür stimmen, dem verhafteten Politiker David Rath die Abgeordneten-Immunität zu entziehen. Dies kündigte Sozialdemokratenchef Bohuslav Sobotka am Sonntag im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen an. Den angeblichen Bestechungsfall müsse ein unabhängiges Gericht beurteilen, begründete Sobotka. Er befürworte einen völligen Rückzug David Raths aus der Politik und damit auch die Aufgabe des Abgeordnetenmandats, so der Parteivorsitzende.

Gegen Rath wird wegen Korruption ermittelt, die Polizei hatte ihn am Montag verhaftet, als er 7 Millionen Kronen (270.000 Euro) bei sich trug. Von seinem Amt als Hauptmann des Kreises Mittelböhmen ist der Politiker, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, bereits zurückgetreten. Auch seine Parteimitgliedschaft hat Rath niedergelegt.

Kommunisten bestätigen Parteichef Filip im Amt

Der Vorsitzende der tschechischen Kommunisten (KSČM), Vojtěch Filip, bleibt weitere vier Jahre im Amt. Dies entschieden die rund 450 Delegierten beim KSČM-Parteitag im nordböhmischen Liberec / Reichenberg am Samstagabend. Filip erreichte bei der Stichwahl gegen seinen bisherigen Stellvertreter Stanislav Grospič rund 60 Prozent der Stimmen. Filip gehört einem pragmatischen, Grospič einem linken Flügel der Partei an.

Die tschechischen Kommunisten haben sich - im Gegensatz zu ähnlichen Parteien in vielen anderen ehemaligen Ostblockländern - nach 1989 nicht oder nur wenig transformiert. Die KSČM verfügt über einen stabilen Wählerstamm und hat bei den vergangenen Parlamentswahlen von 2010 gut 11 Prozent der Stimmen erzielt.

Netzmarktbetreiber prognostiziert steigenden Energieverbrauch in Tschechien

Der tschechische Energieverbrauch und die Energiepreise werden in den kommenden Jahren steigen, prognostiziert der tschechische Netzmarktbetreiber OTE. So soll der Stromverbrauch hierzulande bis 2040 um rund 30 Prozent steigen, der Verbrauch von Erdgas sogar um das Dreifache des Wertes von 2010. Die OTE-Prognose dient der tschechischen Regierung als Grundlage für die Erstellung eines Energiekonzepts für die nächsten Jahre.

Die Nachfrage werde in der Zukunft durch zwei sich entgegenlaufende Trends gekennzeichnet sein, schreibt der Netzmarktbetreiber. Zum einen werde Energie gespart, das aber langfristig durch ein zu erwartendes Wirtschaftswachstum deutlich wettgemacht werde.

Eishockey: Tschechien holt WM-Bronze – Sieg gegen Finnland

Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland Bronze gewonnen. Im Spiel um Platz drei besiegten die Schützlinge von Trainer Alois Hadamczik am Sonntagnachmittag in Helsinki die Heimmanschsaft mit 3:2. Tschechien ist damit zum zweiten Mal hintereinander WM-Dritter geworden.

Im Halbfinale am Samstag hatten die Tschechen das „Bruderduell“ gegen die Slowakei mit 1:3 verloren. Die Finnen waren im zweiten Halbfinale Russland deutlich mit 6:2 unterlegen.

Fußball: Chelsea-Torhüter Čech macht sich „schönstes Geschenk“ zum Geburtstag

Celsea-Torhüter Petr Čech ist am Samstagabend durch den Sieg seines Klubs gegen Bayern München der vierte Tscheche geworden, der die Fußball-Champions-League gewonnen hat. „Ich hätte mir zu meinem Geburtstag kein besseres Geschenk vorstellen können“, sagte der Schlusmman, der am Sonntag 30 Jahre alt geworden ist. Čech freute sich zudem darüber, dass er großen Anteil am Sieg von Chelsea gegen die Bayern hatte: Nach dem unentschiedenen Spielstand von 1:1 nach der regulären Spielzeit hielt er in der Verlängerung zuerst einen Strafstoß von Arjen Robben und im abschließenden Elfmeterschießen dann noch zwei weitere Elfmeter. Die Freude des tschechischen Torhüters wurde indes noch kurz getrübt, weil ausgerechnet er zur Dopingkontrolle ausgelost wurde. Erst um 2.30 Uhr schloss sich daher Petr Čech seinen feiernden Mitspielern an.

Das Wetter in Tschechien am Montag, 21.5.: meist schön, bis 28 Grad

Am Montag ist es in Tschechien meist heiter bis wolkenlos. Über den Tag können Wolken aufziehen und vereinzelt Regen oder Gewitter bringen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 24 bis 28 Grad Celsius, in Lagen um 1000 Metern bei 20 Grad Celsius.