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Außenministerium will keine weiteren Botschaften schließen
Das tschechische Außenministerium wird keine weiteren Botschaften schließen, auch wenn das Ministerium zusätzliche Kürzungen im Etat hinnehmen muss. Das meldet die Presseagentur ČTK unter Berufung auf diplomatische Kreise. Statt weitere Botschaften zu schließen, sei es gegebenenfalls erforderlich unter anderem bei den nichttariflichen Löhnen zu kürzen und Mitarbeiter zu entlassen. Unlängst waren die Botschaft in Angola sowie die das Konsulat im kanadischen Montreal geschlossen worden. Laut Regierungsbeschluss werden auch die diplomatischen Vertretungen in Brasilien, Australien, Zimbabwe und Kolumbien aufgelöst.
Post gibt Sondermarke für tschechischen Eishockey-WM-Sieg heraus
Die Tschechische Post gibt anlässlich des WM-Sieges der Eishockey-Nationalmannschaft eine Sonderbriefmarke heraus. Das gab die Postverwaltung bekannt. Derzeit werde das grafische Design der Sondermarke entworfen. Gleichzeitig mit der Briefmarke sollen ein Sonderbriefumschlag sowie ein Sonderstempel am ersten Ausgabetag herausgegeben werden, hieß es seitens der Post.
Die Tschechische Eishockey-Nationalmannschaft hatte am Sonntag bei der WM in Deutschland mit einem 2:1-Sieg über Russland den Weltmeistertitel erkämpft.
Legislativer Notstand soll schnellere Hochwasserhilfe ermöglichen
Die Vizevorsitzende des Abgeordnetenhauses, Miroslava Němcová, hat am Montag auf Antrag der Regierung den legislativen Notstand ausgerufen. Das gab am Dienstag ein Sprecher des Abgeordnetenhauses. Der Notstand soll eine zügigere Annahme eines Gesetzes ermöglichen, das als Grundlage zur Finanzierung der Hochwasserschäden erforderlich ist. Die Regierung plant die Ausgabe von Sonderanleihen, denn der Staat verfüge nicht über die notwendigen Gelder, um die Hochwasserschäden in Mähren zu beheben. Die Regierung will Sonderanleihen im Wert von umgerechnet rund 120 Millionen Euro ausgeben.
Beide Parlamentskammern werden am Donnerstag in einer Sondersitzung über den Entwurf abstimmen.
Totalitarismus-Institut bereitet Auswahlverfahren für neuen Direktor vor
Der Beirat des Instituts für das Studium totalitärer Regime (ÚSTR) wird am Mittwoch über das Auswahlverfahren für die Besetzung des Direktorpostens entscheiden. Der Historiker Jiří Pernes war vor zwei Wochen und nach nur eineinhalb Monaten im Amt abberufen worden. Pernes war umstritten, da er bei seiner Bewerbung den früheren Besuch der Abend-Universität für Marxismus-Leninismus verschwiegen hatte. Ausschlaggebend für seine Absetzung war jedoch der Vorwurf, er habe in einigen Fällen für seine wissenschaftlichen Publikationen bei anderen Veröffentlichungen abgeschrieben.
Top 09 schließt eine Koalition mit den Sozialdemokraten aus
Die Führung der Partei Top 09 hat eine mögliche Koalition mit den Sozialdemokraten ausgeschlossen. Die Partei habe einen Beschluss gefasst, der ein Zusammengehen mit der ČSSD ausschließe, gaben am Dienstagvormittag Parteichef Schwarzenberg und sein Stellvertreter Kalousek gegenüber Journalisten bekannt. Die Programme der beiden Parteien seien zu unterschiedlich, hieß es unter anderem. Die konservative Top 09 wehrte sich zugleich gegen Angriffe seitens der konservativen Bürgerdemokraten. Dennoch blieben die Bürgerdemokraten ein potenzieller Koalitionspartner, sagte Parteichef Schwarzenberg.
Am kommenden Wochenende werden in Tschechien die Wahlen zum Abgeordnetenhaus abgehalten.
Prager Gericht verurteilt Drogen-Apotheker zu acht Jahren Gefängnis
Das Stadtgericht Prag hat einen Apotheker für den illegalen Handel mit Medikamenten, die Pseudoefedrine enthalten, zu acht Jahren Gefängnis unter verschärftem Vollzug verurteilt. Der Prager Apotheker hatte zwischen 2006 und 2008 illegal mit Grippemedikamente gehandelt, die den entsprechenden Wirkstoff zur Drogenherstellung enthalten. An vier Personen verkaufte er rund sechs Millionen Tabletten. Der Apotheker muss darüber hinaus umgerechnet knapp 118.000 Euro Strafe zahlen und erhielt für die kommenden zehn Jahre Berufsverbot. Bei Herstellung und Handel mit der Droge Pervitin nimmt die Tschechische Republik einen Spitzenplatz in Europa ein.
Staatpräsident Klaus beruft den Rektor der Tomáš-Baťa-Universität ab
Staatpräsident Klaus hat am Dienstag den Rektor der Tomáš-Baťa-Universität in Zlín, Ignác Hoza, abberufen. Die Universität wird einstweilen vom Prorektor Vojtěch Křesálek kommissarisch geleitet; voraussichtlich im Juni wird der Akademische Senat den Termin für die Neuwahlen bekannt geben. Über die Abberufung von Hoza hatte der Senat Anfang April entschieden wegen angeblicher finanzieller Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit Bau des Wissenschafts-und-Technik-Parkes in Uherské Hradiště. Hoza hatte – ebenso am Dienstag - die Finanzierung des Projektes verteidigt.
Ab Mittwoch gilt Begehungsverbot in Wäldern des Erzgebirges
In den Wäldern des Erzgebirges, die am Montag vom Sturm teilweise zerstört wurden, gilt ab Mittwoch ein Begehungsverbot. Das meldet die Presseagentur ČTK unter Berufung auf die Forstverwaltung. Nachdem der Sturm Teile der Wälder komplett zerstört hatte, herrscht mancherorts Lebensgefahr wegen umstürzender Bäume. Mit der Räumung der Waldwege hat die Forstverwaltung bereits am Dienstag begonnen.
Landsmannschaftliche Gesellschaft ehrt neun Wissenschaftler und Künstler
Die landsmannschaftliche Gesellschaft für Wissenschaft und Kunst hat erneut neun Auszeichnungen für außergewöhnliche Leistungen in Kultur und Wissenschaft vergeben. Diesjährige Preisträger sind unter anderem der Onkologe Josef Koutecký, der Regisseur Jiří Menzel, der Schriftsteller Ludvík Kundera sowie die Schauspieler Blanka Bohdanová und Viktor Preiss. Ziel sei es, jene Menschen auszuzeichnen, die sich um den guten Namen der tschechischen Kunst und Wissenschaft verdient gemacht hätten, ohne im Rampenlicht zu stehen, hieß es seitens der Gesellschaft. Seit 1958 bemüht sich die Gesellschaft, tschechische und slowakische Wissenschaft und Kunst im Ausland zu fördern.
Meteorologen warnen vor erneuten Unwettern
Meteorologen warnen vor starken Gewittern und Niederschlägen in Südböhmen. Bis Mittwoch soll auch der Südwesten Böhmens von starken Gewittern, Sturm und möglicherweise Hagelschlag betroffen sein. Im Laufe des Mittwoch ziehen die Unwetter weiter bis nach Nordmähren und Schlesien, meldet das Hydrometeorologische Institut. Es werden Windstärken bis zu 75 Kilometer pro Stunde und Niederschläge bis zu 30 Millimetern erwartet. Die Unwetterwarnung gilt bis Mittwoch um Mitternacht.
Prager Frühling: Sitarspielerin Anoushka Shankar stellt sich vor
Die international bekannte Sitarspielerin Anoushka Shankar hat sich am Montag in Prag vorgestellt. Im ausverkauften Haus des Archa-Theaters spielte sie eigene von Jazz, Flamenco sowie von der westlichen Klassik beeinflusste Kompositionen. Das Konzert fand im Rahmen der Internationalen Musikfestspiele Prager Frühling statt.
Das Wetter am Mittwoch, 26. Mai:
In Tschechien ist es überwiegend bewölkt bis bedeckt. Im Tagesverlauf in den meisten Landesteilen Regen oder Regenschauer. Vor allem im Süden und im Osten ist mit starken Gewittern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 15 bis 19, im Südosten 22 Grad Celsius.







