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US-Präsident Obama und sein russischer Amtskollegen Medwedew sollen sich angeblich in Prag treffen

US-Präsident Barack Obama soll sich Medienberichten zufolge am nächsten Freitag mit seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew in Prag treffen, um ein neues Abkommen zur atomaren Abrüstung zu unterzeichnen. Das berichtete am Freitag der tschechische Fernsehsender ČT. Das russische Fernsehen habe Übertragungsleitungen bestellt und Visa beantragt, berichtete der öffentlich-rechtliche Kanal. Der tschechische Außenminister Jan Kohout zeigte sich aber skeptisch. Ein Diplomat sagte gegenüber der Presse-Agentur dpa in Prag, die Entscheidung über den Unterzeichnungsort falle voraussichtlich an diesem Sonntag. Im Gespräch seien auch Helsinki und Genf, hieß es seitens des Kremls.

Die USA und Russland verhandeln über ein Nachfolgeabkommen des Start-Vertrages, nachdem Obama im April dieses Jahres bei einer Rede in Prag zur vollständigen Abrüstung von Atomwaffen aufrief. Das Start-II-Abkommen läuft am Samstag aus.

In Brünn begann am Freitag der Wahlparteitag der Grünen

In Brünn / Brno hat am Freitagabend der Wahlparteitag der Grünen begonnen. Am Samstag wollen die Delegierten einen neuen Parteivorsitzenden bestimmen. Es wird erwartet, dass der kommissarische Parteichef Ondřej Liška im Amt bestätigt wird. Er hatte die Führung der Partei im Sommer übernommen, nachdem der bisherige Vorsitzende Martin Bursík zurückgetreten war. In seiner Eröffnungsansprache hob Liška hervor, dass die Grünen in Tschechien ihr 20. Jubiläum begehen. In seinem Grußwort an die Delegierten lobte der frühere Präsident Václav Havel die Partei, da sie sich nicht nur mit Umweltthemen, sondern auch mit dem politischen Klima im Lande auseinandersetze. Im Unterschied zu früheren Parteitagen haben die Grünen diesmal keine Vertreter anderer Parteien eingeladen.

Schweinegrippe: Zweite Lieferung von Impfstoffen geht an die Impfzentren

In Tschechien wird derzeit die zweite Lieferung von Impfstoffen gegen die Schweinegrippe verteilt. Insgesamt 72.000 Impfdosen gehen an 34 medizinische Impfzentren im ganzen Land. Gesundheitsministerin Dana Jurásková hat die Zentren beauftragt, Kinder zu impfen, die älter als zehn Jahre sind und einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind. Am Montag sollen weitere Impfstoffe an praktische Ärzte ausgegeben werden. Dort sollen erwachsene Patienten geimpft werden.

In Tschechien sind nach offiziellen Angaben bereits 22 Menschen an der Schweinegrippe gestorben.

Leitung des Hyundai-Werks in Nošovice lehnt Verhandlungen mit den Gewerkschaften ab

Die Leitung des Hyundai-Werks im nordmährischen Nošovice lehnt Verhandlungen mit den Gewerkschaften ab. Dies behauptete am Freitag der Vorsitzende der Automobilgewerkschaft Radek Kuchař. Die Gewerkschaft will deshalb ab Montag die Streikbereitschaft ausrufen. Die Gewerkschafter wollen damit gegen schlechte Arbeitsbedingungen und die Pflicht, Überstunden zu leisten, protestieren. Bereits am Mittwoch traten etwa 400 Mitarbeiter der Montageabteilung bei Hyundai spontan in den Ausstand.

Studie: Gespräche mit dem Hausarzt reduzieren Drogenmissbrauch bei Jugendlichen

Nach neuesten Erkenntnissen helfen auch kurze informative Gespräche durch den Hausarzt, den Drogenmissbrauch bei Jugendlichen um ein Viertel zu reduzieren. Das ergab eine gemeinsame Studie amerikanischer und tschechischer Wissenschaftler, die den Konsum von Alkohol und illegalen Drogen untersuchten. An der Studie nahmen über 2000 Probanden aus den USA sowie 600 Probanden aus Tschechien im Alter von 12 bis 18 Jahren teil. Die Befunde haben ergaben ebenso, dass tschechische Kinder und Jugendliche wesentlich mehr Drogen konsumieren als amerikanische. Bereits frühere Studien belegten, dass tschechische Jugendliche hinsichtlich der Drogenabhängigkeit in Europa am meisten gefährdet sind. Die aktuelle Studie wurde von der Harvard-Universität und dem tschechischen Institut zur Untersuchung der Drogenabhängigkeit durchgeführt.

Umfrage: Zwei Drittel der Tschechen stehen hinter den Beneš-Dekreten

Zwei Drittel aller Tschechen sind der Meinung, dass die so genannten Beneš-Dekrete auch in Zukunft ihre Gültigkeit behalten sollten. Das geht hervor aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM. Danach befürworten 65 Prozent der Befragten die Beneš-Dekrete; vor zwei Jahren war es nur die Hälfte der Tschechen. Die Vertreibung der deutschen Bevölkerung betrachten laut Umfrage gegenwärtig 47 Prozent als gerechtfertigt. Die Beneš-Dekrete waren nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderem die rechtliche Grundlage für die Vertreibung der Sudetendeutschen aus der Tschechoslowakei.

Vor kurzem standen die Beneš-Dekrete wieder im Zentrum des politischen Interesses. Im Zusammenhang mit der Ratifizierung des Vertrags von Lissabon hatte der tschechische Präsident Klaus eine Garantie der EU verlangt, die etwaige Eigentumsansprüche der Sudetendeutschen unmöglich machen sollte.

Unbekannter Täter erbeutet auf der Straße zehn Millionen Kronen

Ein unbekannter Täter hat am Donnerstag in der Stadt Beroun einen Mann überfallen und zehn Millionen Kronen erbeutet, rund 380.000 Euro. Der ungefähr 20-jährige Täter fing den Mann ab, kurz nachdem dieser das Geld von der Bank abgehoben hatte. Das Opfer führte das Geld in einer Plastiktüte bei sich. Von dem flüchtigen Täter gibt es noch keine Spur. Im drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Tennis: Tschechien verliert im Davis-Cup Finale erstes Einzel an Spanien

Im Davis-Cup Finale zwischen Tschechien und Spanien unterlag am Freitag der Tscheche Tomáš Berdych seinem spanischen Kontrahenten Rafael Nadal. Berdych konnte sich in Barcelona gegen den Weltranglisten Zweiten nicht durchsetzen und verlor klar mit 5:7, 0:6 und 2:6. Kurz vor Redaktionsschluss begann das zweite Einzel, in dem die tschechische Nummer Eins Radek Štepánek gegen David Ferrer angetreten ist.

Fußball-Europaleague: Sparta Prag verliert gegen PSV Eindhoven

Sparta Prag hat am Donnerstagabend sein Auswärtsspiel in der Fußball-Europaliga gegen den PSV Eindhoven mit 0:1 verloren. Das Tor für die Niederländer fiel erst in der Nachspielzeit. Sparta muss daher das folgende Heimspiel gegen den FC Kopenhagen gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. Lokalrivale Slavia Prag hat hingegen keine Chancen mehr die nächste Runde zu erreichen. Bereits am Mittwoch kam Slavia zu Hause trotz starker Leistung nicht über ein torloses Unentschieden gegen den FC Genua hinaus und musste damit alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen begraben.

Das Wetter am Samstag, 5. Dezember:

Am Samstag ist es in Tschechien überwiegend bedeckt. Vereinzelt lockert die Bewölkung auf. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 1 bis 5 Grad Celsius.