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Staatliches Gesundheitsamt bestätigt 135. Fall von Schweinegrippe-Erkrankung

Das staatliche Gesundheitsamt in Tschechien bestätigte am Mittwoch den 135. Fall von Schweinegrippe-Erkrankung. Seit Montag sind damit insgesamt 19 neue Fälle dieser Virus-Erkrankung registriert worden. Die große Mehrheit der Patienten befinde sich zu Hause in Quarantäne und erhole sich auch ohne Antivirus-Medikamente, heißt es auf den Internetseiten des Gesundheitsministeriums. In Tschechien ist bisher noch kein Patient an der Schweinegrippe gestorben. Experten erwarten jedoch in wenigen Wochen einen sprunghaften Anstieg bei den Neuerkrankungen von über hundert Fällen täglich.

Gesundheitsministerium: Kreise sollen Vorbereitungen für Schweinegrippe-Impfungen treffen

Gesundheitsministerin Dana Jurásková hat am Mittwoch die Kreise beauftragt Vorbereitungen für die anstehenden Impfungen gegen die Schweinegrippe zu treffen. Bis Mitte September sollen die zuständigen Kreisämter ermitteln, wie viele Menschen in naher Zukunft geimpft werden müssen. Außerdem sollen geeignete Örtlichkeiten ausgesucht werden, wo die Massenimpfungen stattfinden können. Antivirus-Medikamente und Impfstoffe würden für 25 Prozent der Bevölkerung zur Verfügung stehen, sagte die Ministerin. Geplant sei auch, eine epidemiologische Kommission einzuberufen. Mit den Impfungen soll voraussichtlich im November begonnen werden.

Bei der Waffenamnestie wurden über 8000 Waffen abgegeben

Im Rahmen der so genannten Waffenamnestie sind in Tschechien in den vergangenen sechs Monaten insgesamt rund 8000 illegal gehaltene Waffen abgegeben worden. Das teilte am Mittwoch das tschechische Polizeipräsidium in Prag mit. Über 6000 Bürger gaben freiwillig Waffen ab, für derer Haltung sie keine Berechtigung hatten. Im Gegenzug wird ihnen Straffreiheit garantiert. Die Polizei überprüft derzeit noch die Waffen und ihre Herkunft. Unter ihnen sind vor allem Schusswaffen verschiedenster Art sowie Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg. Bereits 1996 und 2003 wurde eine Waffenamnestie durchgeführt. Die diesjährige Aktion verzeichnete jedoch eine Rekordabgabe von Waffen, hieß es.

Verfassungsgericht gibt zwei Männern im Urteil wegen Schlägerei mit Polizisten Recht

Das tschechische Verfassungsgericht hat am Mittwoch die Beschwerde zweier Männer anerkannt, die wegen einer Schlägerei mit Polizisten in Prag im Jahr 1999 verurteilt worden waren. Das Prager Stadtgericht hatte den Männern Bewährungsstrafen auferlegt, weil sie bei einer Ausweiskontrolle eine Polizeistreife angegriffen haben sollen. Die Verurteilten gingen in Berufung, ihrer Meinung nach hat das Stadtgericht Zeugenaussagen willkürlich ausgelegt. Im ersten Anlauf hatten die Männer weder in der Berufung, noch mit einer Verfassungsbeschwerde Erfolg, erst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gab Ihnen Recht. Dessen Urteil musste nun auch Tschechien anerkennen, der Fall geht daher zurück an das Prager Stadtgericht.

Inflationsrate erreicht mit 0,5 Prozent voraussichtlich ihren Tiefststand

Die Inflationsrate für den Juli ist im Vorjahresvergleich von 1,2 Prozent auf fast 0,5 Prozent gesunken. Vor allem die gefallenen Preise für Nahrungsmittel und Gas seien für den Rückgang der Inflation verantwortlich, heißt es in einer Meldung der Presseagentur ČTK. Die Inflationsrate sei nach Ansicht der meisten Wirtschaftsexperten damit bei ihrem Tiefststand angekommen. Ein weiterer Rückgang auf null Prozent im August könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, hieß es.

Tschechiens Fuhrpark wird immer älter und hinkt Europa hinterher

Die Zahl der Autos auf tschechischen Straßen, die älter sind als zehn Jahre, ist in den vergangenen dreieinhalb Jahren um fast 450.000 auf insgesamt 2,6 Millionen gestiegen. Das sind fast 60 Prozent aller in Tschechien registrierten Pkw. Fast 1,4 Millionen Autos sind sogar älter als 15 Jahre. Der heimische Fuhrpark sei im Vergleich mit den westlichen EU-Ländern veraltet; die Zahl der Neuzulassungen erreiche nicht einmal die Hälfte des üblichen Durchschnitts, hieß es seitens des Verbandes der Automobilindustrie.

Händler verzeichnen Einbußen beim Verkauf von neuen PKW und leichten Nutzfahrzeugen

Der Verkauf von neuen PKW und leichten Nutzfahrzeugen in Tschechien ist im ersten Halbjahr 2009 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr wurden insgesamt 13 Prozent weniger Autos verkauft, wie die Presseagentur ČTK unter Berufung auf den Verband der Automobil-Importeure meldet. Während der Verkauf von PKW leicht gestiegen ist, wurde beim Verkauf von leichten Nutzfahrzeugen ein Rückgang von insgesamt 62 Prozent verzeichnet. Für die Einbußen sei vor allem die sinkende Nachfrage von Firmen verantwortlich, hieß es.

Drei Tschechen sterben in Bulgarien bei Autounfall

Drei tschechische Touristen sind am Dienstag bei einem Autounfall an der bulgarischen Schwarzmeerküste ums Leben gekommen. Dies bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des tschechischen Außenministeriums gegenüber dem Webserver Aktuálně.cz. Der Fahrer eines Škoda mit tschechischem Kennzeichen war aus einer Tankstelle nahe dem Badeort Tschernomoretz in die falsche Richtung herausgefahren und mit einem Mercedes zusammengeprallt. Der Fahrer war sofort tot, die beiden Mitfahrer starben später in einem Krankenhaus in Burgas.

Fußball: Sparta scheitert in Qualifikation zur Champions League

Fußballklub Sparta Prag ist in der Qualifikation zur Champions League gescheitert. Ohne den verletzten Kapitän Tomáš Řepka verlor der tschechische Vizemeister am Dienstag sein Spiel bei Panathinaikos Athen mit 0:3. Das Hinspiel hatte Sparta mit 3:1 gewonnen, wegen des Gegentreffers von Panathinaikos schied das Team von Trainer Jozef Choavanec jedoch aus. Sparta kann sich aber noch zur neuen Europa League qualifizieren. Den Namen des Gegners für die vierte Qualifikationsrunde erfährt der tschechische Klub bei der Auslosung in Nyon am Freitag.

Das Wetter am Donnerstag, 6. August

Am Donnerstag ist es in Tschechien heiter bis wolkig, im Nordosten sind Regenschauer möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 23 bis 27 Grad Celsius.