• 10.07.2026

    Die tschechische Armee hat am Freitag im mittelmährischen Přáslavice die letzten der insgesamt 42 Panzer vom Typ Leopard 2A4 übernommen, die aus deutschen Beständen stammen. In den Jahren 2028 bis 2030 erhält die Armee zudem 44 weitere Leopard-Panzer, allerdings der modernisierten Version 2A8.

    Mit den deutschen Panzern ersetzt Tschechien seine ursprüngliche Ausstattung mit dem Modell T-72 sowjetischer Bauart. Die neuen Geräte sollen die Armee kompatibler machen mit den westlichen Nato-Partnern. Zu der Übereinkunft mit Deutschland war es dadurch gekommen, dass Tschechien nach dem Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine seine alten Panzer an die Streitkräfte des angegriffenen Landes lieferte.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Das Statistikamt (ČSÚ) hat den Rückgang der Inflation in Tschechien für den Juni auf 1,5 Prozent bestätigt. Die Behörde hatte diesen Wert bereits in ihrer vorläufigen Schätzung bekanntgegeben. Im Mai hatte die Teuerungsrate hierzulande noch bei 2,1 Prozent gelegen. Zur Abschwächung der Inflation trug laut den Statistikern vor allem der Preisrückgang bei den Kraftstoffen bei.

    Im Vergleich von 41 Ländern Europas wies Tschechien im Juni die viertniedrigste Inflationsrate auf. Dies geht aus einer Analyse der Investmentgesellschaft Portu hervor. Demnach hatte Rumänien mit 10,6 Prozent die höchste Rate, am geringsten war die Teuerung mit 0,5 Prozent in der Schweiz und in Liechtenstein.

  • 10.07.2026

    Ein leichtes Erdbeben hat am Donnerstag den Westen Tschechiens erschüttert. Nach Berichten des Geophysikalischen Instituts der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und des deutschen Helmholtz-Zentrums für Geoforschung (GFZ) lag die Magnitude nur bei 1,8 und war damit deutlich schwächer als zunächst befürchtet.

    Erste Messungen des GFZ hatten noch auf eine Stärke von 5,5 in der Region um Plzeň / Pilsen hingedeutet. Diese anfängliche Einstufung sorgte kurzzeitig für Besorgnis, da ein Beben dieser Stärke zu Schäden an Gebäuden führen kann. Weitere seismische Stationen vor Ort bestätigten das Ereignis, stuften es jedoch als schwach ein.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Wäre im Juni in Tschechien gewählt worden, hätte die Regierungspartei Ano mit 34 Prozent der Stimmen deutlich gewinnen. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Median hervor. Die stärksten oppositionellen Kräfte folgen der Erhebung nach mit großem Abstand. Auf Rang zwei liegen mit 13 Prozent die Bürgerdemokraten (ODS), und auf Rang drei liegt mit 12,5 Prozent die Bürgermeisterpartei Stan.

    Ebenso ins Abgeordnetenhaus einziehen würden die oppositionellen Piraten (7 Prozent) sowie die Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) mit 6,5 Prozent und die Autofahrerpartei Motoristé sobě mit 5 Prozent, die beide der Regierungskoalition angehören. Alle anderen politischen Kräfte würden hingegen an der Fünfprozenthürde scheitern, darunter etwa die Kommunisten, die Top 09, die Christdemokraten und die neugegründete Partei Naše Česko (Unser Tschechien) des ehemaligen Bürgerdemokraten Martin Kuba.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Die tschechische Feuerwehr hat den Großbrand in einem Fabrikhochhaus in Zlín in der Nacht auf Freitag unter Kontrolle bekommen. Das Feuer würde sich nicht weiter ausbreiten, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte gegenüber der Presseagentur ČTK. Teile des Gebäudes im ehemaligen Baťa-Industrieareal sind jedoch eingestürzt. Niemand wurde verletzt, das Gebäude war aus Sicherheitsgründen schon vorher geräumt worden.

    Das Feuer war am Donnerstagmorgen in der neunten Etage des Hochhauses Nr. 34 ausgebrochen, und zwar in einem Lager der tschechischen Schuhmarke Vasky. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Am Freitag teilte die Polizei jedoch mit, sie habe Ermittlungen aufgenommen wegen der möglichen Straftat fahrlässiger Brandstiftung.

    Autor: Till Janzer
  • 09.07.2026

    Das Wimbledon-Turnier im Tennis gipfelt dank Karolína Muchová und Linda Nosková in einem rein tschechischen Finale – dem ersten in der eigenständigen Geschichte des Landes bei einem Grand-Slam-Turnier. Für beide Spielerinnen geht es am Samstag zudem um den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere.

    Die 29-jährige Karolína Muchová, die Nummer zehn der Setzliste, besiegte in einem dramatischen Halbfinale auf dem Londoner Rasen die drei Plätze höher eingestufte US-Amerikanerin Coco Gauff mit 6:2, 1:6, 7:6. Dabei wehrte Muchová sogar einen Matchball ab. Den entscheidenden Match-Tiebreak des dritten Satzes gewann sie mit 12:10.

    Die 21-jährige Nosková, die als Nummer neun gesetzt ist, besiegte die drei Plätze hinter ihr gesetzte Ukrainerin Marta Kostjuk nach einer Stunde und 20 Minuten Spielzeit mit 6:4, 6:4.

    Ein rein tschechisches Finale findet in Wimbledon zum ersten Mal statt. Im Jahr 1986 kämpften dort zwar bereits Hana Mandlíková und Martina Navrátilová um den Titel, jedoch trat Navrátilová zu diesem Zeitpunkt bereits offiziell für die USA an.

  • 09.07.2026

    Die tschechische Tennisspielerin Karolína Muchová hat zum ersten Mal in ihrer Karriere das Finale von Wimbledon erreicht. Die Nummer zehn der Setzliste setzte sich in einem dramatischen Halbfinale auf dem Londoner Rasen gegen die drei Plätze höher eingestufte US-Amerikanerin Coco Gauff mit 6:2, 1:6, 7:6 durch. Dabei wehrte Muchová sogar einen Matchball ab. Den entscheidenden Match-Tiebreak des dritten Satzes gewann sie hauchdünn mit 12:10.

    Damit winkt dem Turnier ein historisches rein tschechisches Grand-Slam-Finale: Muchová könnte im Endspiel auf ihre Landsfrau Linda Nosková treffen, die am Donnerstagabend ihr Halbfinale gegen die Ukrainerin Marta Kostjuk bestreitet.

  • 09.07.2026

    Am Freitag ist es in Tschechien heiter, im Tagesverlauf besonders im Norden und Nordosten des Landes auch wolkig. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 25 bis 29 Grad, im Norden und Nordosten nur auf 21 bis 24 Grad.

  • 09.07.2026

    Bei einem Großbrand im ehemaligen Baťa-Industrieareal in Zlín ist ein Millionenschaden entstanden. In der neunten Etage des Hochhauses Nr. 34 brach am Donnerstagmorgen ein folgenschweres Feuer in einem Lager der tschechischen Schuhmarke Vasky aus. Die Polizei schätzt den Schaden an den dort gelagerten Schuhen vorläufig auf 60 bis 80 Millionen Kronen (2,5 bis 3,3 Millionen Euro). Laut der Firma beläuft sich der Verlust auf 180 Millionen Kronen (7,42 Millionen Euro).Weitere erhebliche Schäden werden am Gebäude selbst sowie an der Ausstattung erwartet.

    Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Flammen rief die Feuerwehr am Vormittag die Sonderalarmstufe aus. Zunächst brachten Rettungskräfte rund 100 Menschen aus der betroffenen Etage in Sicherheit. Ein Teil des Gebäudes stürzte am Nachmittag ein, niemand wurde verletzt. Im Laufe des Tages mussten aus Sicherheitsgründen auch alle umliegenden Gebäude geräumt werden.

  • 09.07.2026

    Das tschechische Ministerium für Regionalentwicklung (MMR) unterstützt die Restaurierung von Gräbern bedeutender deutscher Persönlichkeiten sowie den Bau von Denkmälern für sie mit rund 9,5 Millionen Kronen (knapp 400.000 Euro). Wie das Ministerium am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt gab, werden insgesamt 55 Projekte gefördert. Gemeinden, Kreise, Vereine und ausgewählte Institutionen konnten ihre Anträge bis zum 30. April dieses Jahres einreichen. Das Ministerium prüfte insgesamt 56 Anträge, von denen lediglich einer die formalen Bedingungen nicht erfüllte.

    Das Förderprogramm basiert auf dem Deutsch-Tschechoslowakischen Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit aus dem Jahr 1992.

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