• 11.07.2026

    Der tschechische Staat schafft es dauerhaft nicht, vulnerable Kinder ausreichend zu schützen. Dies geht aus dem Jahresbericht des Ombudsmannes Vít Alexander Schorm für 2025 hervor. Zugleich wird in dem Bericht hervorgehoben, dass zum 1. Juli vergangenen Jahres das Amt eines Kinder-Ombudsmannes in Tschechien geschaffen wurde. Seit April dieses Jahres hat Martin Beneš den Posten inne, bis dahin betreute zunächst Schorm die Agenda.

    Insgesamt ist die Zahl der Eingaben beim Büro des Ombudsmannes gestiegen. 2025 lag sie bei 8285, im Jahr davor bei 7450.

    Autor: Till Janzer
  • 11.07.2026

    Der Kanute Martin Fuksa hat zum dritten Mal in diesem Jahr ein Weltcup-Rennen über 1000 Meter gewonnen. Der tschechische Olympiasieger, Weltmeister und Europameister über diese Distanz gewann in Montreal mit über einer Minute Vorsprung vor dem zweitplatzierten Ungarn Dániel Fejes.

    Für den 33-jährigen Fuksa war es der insgesamt 23. Weltcupsieg in seiner bisherigen Karriere.

    Autor: Till Janzer
  • 11.07.2026

    Das historische Fabrikhochhaus Nr 34 in Zlín kann nach dem Großbrand am Donnerstag nicht mehr gerettet und muss abgerissen werden. Dies gab der Oberbürgermeister der Stadt, Jiří Korec (Partei Ano), am Freitagabend in Berufung auf eine Untersuchung der Statik des Gebäudes bekannt. Laut Korec könnten auch die Reste des Hauses im ehemaligen Baťa-Industrieareal noch einstürzen, ansonsten müsse der Eigentümer das Objekt abreißen.

    Das Feuer war am Donnerstagmorgen in der neunten Etage des Hochhauses ausgebrochen, und zwar in einem Lager der tschechischen Schuhmarke Vasky. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Am Freitag teilte die Polizei jedoch mit, sie habe Ermittlungen aufgenommen wegen der möglichen Straftat fahrlässiger Brandstiftung.

    Autor: Till Janzer
  • 11.07.2026

    Die Krise beim Volkswagenkonzern beeinträchtigt bereits jetzt das Geschäft der Zulieferer in Tschechien. Wegen der Produktionseinschränkungen bei VW seien die Aufträge für solche Firmen in den vergangenen Monaten bereits um mehrere Dutzend Prozent eingebrochen, sagte Petr Knap, strategischer Berater der Automobilindustrie in Tschechien, der Presseagentur ČTK.

    Laut Knap beliefern mehr als 200 in Tschechien angesiedelte Unternehmen den Volkswagen-Konzern, inklusive dem tschechischen Hersteller Škoda Auto. Deutschen Medienberichten nach könnten bei VW bis zu 100.000 Stellen gestrichen und vier Werke in Deutschland geschlossen werden.

    Autor: Till Janzer
  • 11.07.2026

    Tschechien hat sich einer europäischen Initiative zur Förderung von Startups und Scaleups angeschlossen. Finanzministerin Alena Schillerová unterschrieb am Freitag in Brüssel eine entsprechende Erklärung der Europäischen Investitionsbank-Gruppe. Das Projekt heißt ETCI (European Tech Champions Initiative) 2.0 und wurde im Februar 2023 ins Leben gerufen. Insgesamt sollen durch die Initiative bis zu 15 Milliarden Euro für vielversprechende Innovatoren in der EU bereitgestellt werden.

    Tschechische Firmen könnten auf diese Weise an Gelder für Entwicklung und Wachstum herankommen, die ihnen dabei helfen, in der globalen Konkurrenz zu bestehen, sagte Schillerová. Die Europäische Kommission hat ETCI 2.0 als ein zentrales Element bezeichnet, um gegen die Tech-Konzerne aus den USA und China zu bestehen.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Die leichten Erderschütterungen, die am Donnerstag im Westen Tschechiens registriert wurden, kamen nicht von seismischen Aktivitäten, sondern von Sprengarbeiten. Dies gab das Geophysikalische Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften am Freitagnachmittag bekannt. Die Sprengungen fanden in der Nähe der mittelböhmischen Stadt Beroun statt.

    Um die Erderschütterungen hatte es von Anfang an Verwirrung gegeben. Zunächst hatte das deutsche Helmholtz-Zentrum für Geoforschung (GFZ) auf ein mögliches Beben einer Stärke von 5,5 in der Region um Plzeň / Pilsen hingewiesen. Danach stuften das Geophysikalische Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und das GFZ die Magnitude auf 1,8 hinunter. Erst weitere Nachforschungen ergaben, dass es sich gar nicht um seismische Aktivität gehandelt hat.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Das tschechische Abgeordnetenhaus hat am Freitag eine Novelle des Baurechts verabschiedet. Die Regierung will mit dieser die Genehmigung von Bauvorhaben vereinfachen und beschleunigen. Im neuen Baurecht sollen die Bauämter dem Staat unterstellt werden anstatt wie bisher den Gemeinden. Zudem entsteht eine zentrale Gebietsentwicklungsbehörde mit Filialen in den 14 Kreisen des Landes.

    Die Novelle muss als Nächstes vom Senat beurteilt werden. Sie geht auf eine erste Vorlage zur Änderung des Baurechts zurück, die bereits 2021 vom Abgeordnetenhaus verabschiedet worden war. Diese wurde jedoch nach den Parlamentswahlen von der Regierung des Bürgerdemokraten Petr Fiala nicht umgesetzt.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Tschechien hat einen Löschhubschrauber in den Süden Frankreichs geschickt, der bei der Bekämpfung der dortigen Waldbrände helfen soll. Die Maschine vom Typ Black Hawk eines Privatbesitzers ist am Vormittag vom Flughafen im mährischen Přerov gestartet. In den Abendstunden soll der Hubschrauber in Valence landen. Das gab die tschechische Feuerwehr über den Kurznachrichtendienst X bekannt.

    Frankreich wird bereits von der dritten Hitzewelle in diesem Jahr heimgesucht. Dadurch ist erneut die Waldbrandgefahr gestiegen. Laut dem französischen Innenminister Laurent Nuňez wurden am Mittwoch im ganzen Land mehr als 320 Waldbrände registriert.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Am Samstag ist es in Tschechien meist heiter bis sonnig. Im Laufe des Tages können vorübergehend auch Wolken aufziehen, es bleibt aber trocken. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 23 bis 29 Grad.

    Autor: Till Janzer
  • 10.07.2026

    Der tschechische Autohersteller Škoda hat seinen weltweiten Absatz in der ersten Hälfte dieses Jahres um 9,1 Prozent gesteigert. Dies teilte Volkswagen als Mutterkonzern am Freitag mit. Insgesamt setzte die Tochterfirma aus Mladá Boleslav über 555.000 Wagen ab.

    Das positive Ergebnis von Škoda steht dem negativen Trend im Gesamtkonzern entgegen. So musste Volkswagen einen Absatzrückgang von 6,3 Prozent hinnehmen. Der Grund waren vor allem die deutlichen Einbrüche auf dem chinesischen Markt.

    Autor: Till Janzer

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