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14.07.2026
Die Europäische Staatsanwaltschaft hat gegen den Konzern Agrofert wegen des Erhalts von Subventionszahlungen ein Strafverfahren eingeleitet. Sie reagiert damit auf die Strafanzeige der tschechischen Piratenpartei vom Februar dieses Jahres, die den mutmaßlichen Interessenkonflikt von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) betrifft. Die Staatsanwaltschaft überprüft unter anderem Politiker und Beamte, die die Auszahlung der Subventionen ermöglichen. Zudem wird untersucht, warum die Tschechische Republik nicht die Rückforderung früherer Subventionen vom Konzern Agrofert anstrebt. Darüber informierte der Nachrichtenserver Seznam Zprávy am Dienstag.
Babiš übertrug im Februar dieses Jahres seine Agrofert-Anteile in den Fonds RSVP Trust und hält damit seinen Interessenkonflikt für gelöst. Die Piratenpartei hat Strafanzeige gegen unbekannt wegen der möglichen Schädigung finanzieller Interessen der Europäischen Union, des Amtsmissbrauchs und der Verletzung der Pflicht bei der Verwaltung fremden Vermögens erstattet. Nach ordnungsgemäßer Überprüfung von Informationen habe sie am 24. Mai dieses Jahres eine Entscheidung zur Einleitung des Strafverfahrens erlassen, teilte die delegierte europäische Staatsanwältin Daniela Bártíková laut dem Nachrichtenportal mit. Mit den Untersuchungen beauftragte sie die tschechische Polizei-Zentrale zur Bekämpfung organisierten Verbrechens (NCOZ).
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14.07.2026
Am Dienstagmorgen hatte die Polizei den Prager Hauptbahnhof wegen einer anonymen Bombendrohung evakuiert. Der Zugverkehr wurde nach 9 Uhr wieder aufgenommen.
Die Polizei gab bekannt, dass sie bei einer Durchsuchung des Bahnhofs nach einer Bombe nichts gefunden hat. Sie sucht nach dem anonymen Anrufer, der mit der Bombe drohte.
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13.07.2026
In Tschechien ist es am Dienstag überwiegend stark bewölkt, und im Laufe des Tages treten auf dem Großteil des Landes Schauer oder Gewitter auf, teils auch kräftig. Am Abend lassen die Niederschläge nach und die Bewölkung lockert auf. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 25 und 30 Grad, in Südmähren erreichen sie bis zu 32 Grad.
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13.07.2026
Die tschechische Regierung hat dem Abgeordnetenhaus und dem Senat das Abkommen über die Errichtung einer internationalen Kommission zur Bewertung der ukrainischen Entschädigungsansprüche zur Ratifizierung vorgelegt. Die Kommission soll die Ansprüche der Ukraine auf Wiedergutmachung der durch den russischen Angriff im Jahr 2022 verursachten Schäden prüfen und bestätigen, die Russland zu einem späteren Zeitpunkt zahlen soll.
Die rechtliche Grundlage für diese Kommission wurde im vergangenen Dezember auf einer diplomatischen Konferenz des Europarates in Den Haag vereinbart. Die genaue Höhe des tschechischen Mitgliedsbeitrags steht noch nicht fest und wird vom Finanzausschuss der Kommission festgelegt. Die Vorgängerregierung Fiala hatte jedoch bereits beschlossen, dass der jährliche Beitrag ab diesem Jahr maximal 50.000 Euro betragen darf.
Die Koalitionspartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) lehnt die Errichtung der Kommission ab.
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13.07.2026
Die historische Schlossbrauerei aus dem 16. Jahrhundert im südböhmischen Jindřichův Hradec hat am Montag wieder ihre Tore für die Besucher geöffnet. Das Gebäude verfiel jahrzehntelang und wurde 2011 durch einen Großbrand schwer beschädigt. Der Umbau des nationalen Kulturdenkmals kostete die Stadt 512 Millionen Kronen (21 Millionen Euro, ohne MwSt.), wobei knapp die Hälfte durch Subventionen gedeckt wurde.
Es handelt sich um eine der größten Investitionen in der Geschichte der Stadt, die das verfallene Areal vor zehn Jahren gekauft und lange nach einer Nutzung gesucht hatte. Nach fast 60 Jahren Unterbrechung wird in dem Komplex nun wieder Bier gebraut. Im September startet zudem der Betrieb eines multifunktionalen Kultursaals, wie Bürgermeister Michal Kozár (Partei Ano) mitteilte.
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13.07.2026
Das vollständige Löschen des Großbrands in einem Hochhaus des ehemaligen Baťa-Industrieareals in Zlín wird voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die für diesen Montag geplante Übergabe des Gebäudes an den Eigentümer muss verschoben werden. Das teilte eine Sprecherin der regionalen Feuerwehr mit.
Demnach herrschen im Inneren der Brandruine weiterhin extrem hohe Temperaturen. Sechs Feuerwehreinheiten sind im Dauereinsatz, um die eingestürzten Trümmer zu kühlen und Glutnester zu löschen.
Immerhin konnten mehrere Straßen in der Umgebung, die in den vergangenen Tagen gesperrt waren, am Montagvormittag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das Feuer war am vergangenen Donnerstagmorgen ausgebrochen.
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13.07.2026
Der Brünner Traktorenhersteller Zetor Tractors stellt nach fast 80 Jahren die Produktion von Traktoren an seinem tschechischen Stammsitz in Brno / Brünn ein. Die gesamte Fertigung wird nach Indien verlagert. Dies gab die Firma am Montag bekannt. Laut der Unternehmensleitung ist die Produktion in Europa nicht mehr rentabel.
Weiterhin in Brünn bleiben Firmenzentrale, das Entwicklungszentrum, ein neues Ersatzteilgeschäft sowie das Logistik- und Vertriebszentrum. Die Werksschließung betrifft direkt 33 Mitarbeiter. Seit 2024 wurden vor Ort nur noch Restteile aus dem Lager montiert.
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13.07.2026
Die Gemüseanbaufläche in Tschechien ist in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 447 Hektar auf 11.824 Hektar geschrumpft. Obwohl die Erträge bislang gut aussehen würden, hänge das Endergebnis stark von der Wetterentwicklung in den kommenden Wochen ab. Dies erklärten Vertreter der Gemüsebau-Union Böhmens und Mährens (ZUČM) zum Auftakt der Haupterntephase am Montag vor Journalisten.
Die tschechischen Erzeuger kämpfen langfristig mit ausufernder Bürokratie, Wetterkapriolen, akutem Arbeitskräftemangel und einer unsicheren Marktlage. Die ZUČM-Vorsitzende Monika Nebeská betonte, dass verlässliche Rahmenbedingungen nötig seien, um langfristige Planungen und Investitionen zu ermöglichen. Besonders wichtig sind ihren Worten Investitionen nach in Bewässerungsanlagen, ohne die der Gemüseanbau kaum noch möglich sei.
Laut Daten des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) aus dem vorletzten Jahr kann sich Tschechien bei Gemüse nur zu rund 32 Prozent selbst versorgen.
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13.07.2026
Das tschechische Verkehrsministerium hat drei Angebote von Konsortien für den Ausbau der Autobahn D35 zwischen Opatovec und Mohelnice im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP/PPP) erhalten. Laut Lenka Hamplová, der Leiterin der Abteilung für Wirtschaft und Infrastruktur des Ministeriums, liegt der Barwert (Nettobarwert) der vorgeschlagenen Verfügbarkeitszahlungen zwischen 71 und 86 Milliarden Kronen (ca. 2,9 bis 3,5 Milliarden Euro).
Das Ministerium könnte bereits im September den am besten geeigneten Bieter auswählen, sodass die Bauarbeiten auf dem 35,4 Kilometer langen Abschnitt an der Grenze zwischen Böhmen und Mähren noch in diesem Jahr beginnen könnten.
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13.07.2026
Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat den Vorschlag von Staatspräsident Petr Pavel abgelehnt, die regelmäßigen Konsultationstreffen der höchsten Politiker zur Außenpolitik des Landes wieder aufzunehmen. Wie das Tschechische Fernsehen (ČT) berichtete, begründete der Regierungschef seine Entscheidung mit den unterschiedlichen außenpolitischen Ansichten von Regierung und Präsident sowie mit Zeitmangel. Pavels Sprecher Vít Kolář betonte hingegen gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK, dass das Staatsoberhaupt weiterhin um Zusammenarbeit bemüht sei, da eine Koordinierung der Verfassungsorgane insbesondere in der Außenpolitik unerlässlich sei.
Die Beziehungen zwischen dem tschechischen Präsidenten Pavel und der Regierung Babiš sind seit Januar angespannt, verschärft durch einen Streit um die Besetzung der Delegation für den Nato-Gipfel in Ankara. Die Kommunikation beschränkt sich seitdem primär auf direkte Gespräche zwischen Präsident und Premier.
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