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08.07.2026
Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat am Rande des Nato-Gipfels in Ankara mehrere bilaterale Gespräche geführt. Im Zentrum der Debatten standen höhere Verteidigungsausgaben, die fortlaufende Unterstützung für die Ukraine sowie eine tiefere Integration der europäischen Verteidigungsindustrie. Dies erklärte Pavel am Mittwoch vor Journalisten nach einem Austausch mit Sicherheitsexperten.
Bereits am Dienstag hatte sich das tschechische Staatsoberhaupt mit Regierungsvertretern aus den Niederlanden, Belgien, Finnland, Ungarn, Polen und der Slowakei beraten. Am Mittwoch diskutierte Pavel zudem mit seinem finnischen Amtskollegen Alexander Stubb über das finnische Konzept der Gesamtverteidigung („comprehensive defence“). Die Gesprächspartner zeigten laut Pavel besonderes Interesse an der Entwicklung des tschechischen Wehretats sowie an den konkreten Plänen Prags zur weiteren Unterstützung der Ukraine.
Der NATO-Gipfel geht am heutigen Mittwoch zu Ende. Neben dem Präsidenten nimmt auch eine tschechische Regierungsdelegation unter der Leitung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) an dem Treffen teil.
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08.07.2026
Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Mittwoch am Rande des NATO-Gipfels in Ankara betont, dass Tschechien sich mit einer einmaligen, kleineren Summe an der PURL-Initiative beteiligen wird. Der tschechische Regierungschef nannte jedoch keine konkrete Zahl. Das Geld wurde laut Regierungsangaben durch Umschichtungen im Außenministerium freigemacht.
Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses und der Regierungspartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD), Tomio Okamura, erklärte, er lehne Tschechiens Teilnahme an dem Programm ab.
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08.07.2026
Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen ein ehemaliges Mitglied der kommunistischen Staatssicherheitsbehörde StB wegen Verfolgung des Schauspielers Tomáš Töpfer in den 1970er und 1980er Jahren erhoben. Im Fall zweier weiterer ehemaliger StB-Mitglieder schlug die Staatsanwaltschaft dem Gericht vor, Verständigungen im Strafverfahren zu billigen. Dies teilte ein Sprecher der Prager Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die Verfolgung war auf Töpfers kritische Haltung gegenüber dem kommunistischen Regime und seinen jüdischen Glauben zurückzuführen.
Töpfer teilte im Februar dieses Jahres gegenüber der Presseagentur ČTK mit, er habe keine Ermittlungen initiiert und habe gemischte Gefühle. Der Schauspieler sagte, angesichts der Tatsache, dass es zwei identifizierte StB-Mitarbeiter in der jetzigen Regierung gebe, sei die Anklage gegen die StB-Offiziere keine Genugtuung für ihn.
Töpfer ist Schauspieler, Regisseur und Pädagoge. Seit 2012 leitet er das Prager Weinberger Theater. Er ist Träger des Alfred-Radok-Preises und des Thalia-Theaterpreises. Töpfer stammt aus einer jüdischen Familie. Viele seiner Verwandten wurden im KZ ermordet.
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08.07.2026
Der tschechische Premierminister Andrej Babiš (Partei Ano) gab am Mittwoch beim Nato-Gipfel in Ankara bekannt, die Tschechische Republik werde in diesem Jahr nicht die Verpflichtung erfüllen, zwei Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben. Für das kommende Jahr sei die Einhaltung der Zwei-Prozent-Quote im Haushaltsentwurf jedoch eingeplant.
Laut Premier Babiš hat Tschechien andere Haushaltsprioritäten und benötigt die finanziellen Mittel aktuell für höhere Löhne bei der Polizei, die Stärkung der inneren Sicherheit und Investitionen in das Gesundheitswesen.
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08.07.2026
Der tschechische Radprofi Mathias Vacek (Lidl-Trek) ist am Dienstag nach einer Ausreißer-Attacke einer zehnköpfigen Gruppe in der Gesamtwertung der Tour de France auf den dritten Platz vorgerückt. Bei seinem Debüt beim härtesten Etappenrennen der Welt verhalf der Tscheche seinem dänischen Teamkollegen Mads Pedersen zum Etappensieg, während er selbst in Foix als Zehnter ins Ziel kam. In der Gesamtwertung führt der Norweger Torstein Träen mit einem Abstand von 28 Sekunden auf den US-Amerikaner Quinn Simmons und 3:50 Minuten vor Mathias Vacek.
Vacek erkämpfte sich zudem das weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer.
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08.07.2026
Die Tschechin Karolína Muchová hat zum ersten Mal in ihrer Karriere das Halbfinale von Wimbledon erreicht. Am Dienstag besiegte Muchová im Viertelfinale die vierfache Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka aus Japan mit 7:6 und 6:4.
Im Halbfinale trifft die 29-jährige Tschechin am Donnerstag auf die US-Amerikanerin Coco Gauff.
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07.07.2026
Bei der diesjährigen Waffenamnestie in Tschechien wurde so viel Material eingesammelt wie zuletzt vor 17 Jahren. Insgesamt wurden über 5900 Waffen abgegeben sowie 213.000 Patronen und 64 Kilogramm Sprengstoff. Dies teilte ine Sprecherin des tschechischen Polizeipräsidiums am Dienstag mit.
Die Amnestie hatte von Anfang Januar bis Ende Juni gegolten. Sie war im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten eines neuen Waffengesetzes ausgerufen worden. Zu den Raritäten, die abgegeben wurden, gehörte etwa ein schwerer Belagerungsmörser der Pilsner Škoda-Werke aus der Zwischenkriegszeit oder ein Exemplar der kleinsten in Serie gebauten Selbstladepistole, der 1918 in Österreich hergestellten Kolibri.
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07.07.2026
Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel und Premier Andrej Babiš (Partei Ano) sind am Dienstag getrennt zum Nato-Gipfel in Ankara geflogen. Beide sind aber am Abend vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einem informellen Bankett geladen. Pavel gab zudem bekannt, dass er am Mittwoch an der Hauptverhandlung des Nordatlantikrates teilnehmen werde.
Der tschechische Präsident und die Regierung hatten in den vergangenen Monaten heftig über die Zusammensetzung der Delegation für den Nato-Gipfel gestritten. Nachdem Babiš und Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) das Staatsoberhaupt von der Teilnahme an dem Treffen des Militärbündnisses ausschlossen, reichte Pavel eine Kompetenzklage beim Verfassungsgericht ein. Dieses entschied in einer einstweiligen Verfügung, dass der Präsident in die tschechische Delegation aufgenommen werden müsse.
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07.07.2026
Nach teils wolkigem Beginn ist es am Mittwoch in Tschechien meist heiter bis sonnig. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 20 bis 27 Grad.
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07.07.2026
Tschechien wird die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich an Deutschland ausliefern. Das hat das Prager Obergericht am Dienstag bestätigt. Zuvor hatte das Kreisgericht in Plzeň / Pilsen bereits die Auslieferung angeordnet. Liebich reichte dagegen jedoch eine Beschwerde ein, die das Obergericht abgewiesen hat.
Die in Deutschland verurteilte Aktivistin war Anfang April in Aš aufgespürt und auf Grundlage eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden. Liebich lehnte darauf eine Auslieferung an Deutschland ab, den entsprechenden Antrag stellte die Staatsanwaltschaft in Halle. In der Stadt in Sachsen-Anhalt war Liebich 2023 zu einer anderthalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Urteil erfolgte wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung.
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