• 03.07.2026

    Tschechiens Präsident Petr Pavel fordert von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) Beweise für dessen schwere Vorwürfe oder deren Rücknahme. Pavel äußerte sich dazu in einer Erklärung, die von der Präsidialkanzlei an die Presseagentur ČTK übermittelt wurde.

    Babiš hatte Pavel im Interview mit Denik.cz am Donnerstag vorgeworfen, die Verfassung willkürlich auszulegen. Eine Teilnahme Pavels am kommenden Nato-Gipfel in Ankara würde Tschechien im Ausland schaden, so der Premier weiter.

    Hintergrund ist ein monatelanger Streit um die Zusammensetzung der Nato-Delegation, bei dem das Verfassungsgericht nach einer Kompetenzklage Pavels die Regierung zur Sicherung der Teilnahme des Staatsoberhaupts verpflichtete.

  • 03.07.2026

    Das tschechische Kulturministerium hat die Ausschreibung für den Chefposten der Nationalgalerie Prag (NGP) abgesagt. Dies teilte Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) am Donnerstagabend mit. Das Verfahren soll nun wiederholt werden. Klempíř betonte, er wolle eine Persönlichkeit mit einer ausgeprägten internationalen Vision gewinnen und dafür das Spektrum an Kandidaten auch im Ausland gezielt erweitern.

    Die bisherige Leiterin der Galerie, Alicja Knast, war im März vom Kulturminister abberufen worden. Er begründete diesen Schritt mit der Notwendigkeit einer klaren professionellen Weiterentwicklung der Institution. Die Nationalgalerie müsse den Anspruch haben, zu den führenden europäischen Institutionen ihres Fachs zu gehören, so Klempíř.

  • 02.07.2026

    Tschechiens Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček (Partei Ano), bereitet eine Unternehmermission in die Ukraine vor. Programmpunkte sollen Treffen mit dortigen Regierungsvertretern sein sowie Lizenzverhandlungen für die Gasförderung vor Ort. Dies kündigte Havlíček am Donnerstag vor der Presse an, nachdem er sich im Regierungsamt mit Vertretern tschechischer Firmen beraten hatte, die in der Ukraine aktiv sind.

    Der Termin der Delegationsreise steht laut Havlíček noch nicht fest. Bei der Unterredung am Donnerstag ging es ihm zufolge auch um eine verstärkte staatliche Unterstützung der einheimischen Unternehmer mit Ukraine-Verbindungen durch tschechische Institutionen wie die Nationale Entwicklungsbank (NRB) oder die Exportgarantie- und Versicherungsgesellschaft (EGAP).

  • 02.07.2026

    Die Leitung des Fußballklubs in der mittelböhmischen Stadt Tábor hat es abgelehnt, in der ersten Liga zu spielen. Dieses Angebot war ihr vom tschechischen Ligaverband LFA gemacht worden, nachdem MFK Kavína wegen eines Korruptionsskandals aus der Spitzenliga ausgeschlossen worden war. Der Zweitligaklub in Tábor führte als einen der Gründe an, es sei nicht genügend Zeit, einen Erstligakader aufzubauen.

    Das Angebot des LVA geht nun an Artis Brno / Brünn. Dessen Sprecher teilte mit, man wolle die Bedenkzeit bis Freitag 16 Uhr ausnutzen.

  • 02.07.2026

    Aus dem Modernisierungsfonds der EU, der durch die Einnahmen beim Emissionshandel finanziert wird, sind am Donnerstag 516,8 Millionen Euro an Tschechien überwiesen worden. Dies teilte die Europäische Kommission mit.

    Insgesamt wurden am Donnerstag 2,5 Milliarden Euro aus dem Fonds auf elf EU-Mitgliedsländer verteilt. Mit dem Geld werden 51 Projekte im Energiebereich gefördert. Tschechien hat laut Kommission die drittgrößte Summe bekommen.

  • 02.07.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat sich am Donnerstag erneut zu dem Streit um die Besetzung der offiziellen Delegation für den Nato-Gipfel kommende Woche geäußert. Es sei das Hauptproblem von Staatspräsident Petr Pavel, dass dieser die Verfassung auslege, wie er wolle, sagte Babiš im Interview für das Nachrichtenportal Denik.cz. Der Präsident habe sich bereits verfassungswidrige Bedingungen ausgedacht, als er von Babiš noch vor dessen Ernennung zum Regierungschef einen Plan haben wollte, den anstehenden Interessenkonflikt als Premier und Unternehmer zu lösen. Außerdem warf Babiš dem Staatsoberhaupt in dem Interview vor, sich der Ernennung des Abgeordneten Filip Turek (parteilos) zum Minister verweigert zu haben.

    Kritik äußerte der Premier auch am Vorgehen Pavels rund um den Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara. Der Staatspräsident hat sich seinen Platz in der tschechischen Delegation durch das Verfassungsgericht erkämpft. Pavel sei eindeutig der Kopf der Opposition in Tschechien und führe bereits seine Kampagne für die nächste Präsidentschaftswahl, fuhr Babiš fort. Der Regierungschef schloss diesbezüglich aus, bei dieser noch einmal gegen Pavel antreten zu wollen.

  • 02.07.2026

    Am Freitagmorgen ist es in der Südosthälfte Tschechiens noch stark bewölkt, und es gibt letzte Regenschauer. Im Tagesverlauf lockert die Bewölkung dann überall im Land auf, bis der Himmel am Abend meist überall klar ist. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 20 bis 24 Grad, in Südmähren erreichen sie 27 Grad.

  • 02.07.2026

    Am Donnerstagvormittag hat in Prag der Sicherheitsrat der tschechischen Regierung getagt, wobei auch Staatspräsident Petr Pavel anwesend war. Wie der Kommunikationsleiter der Präsidialkanzlei, Vít Kolář, der Presseagentur ČTK mitteilte, wurden bei dem Treffen Konzeptions- und Strategiefragen für Krisenfälle diskutiert, zudem die Widerstandfähigkeit Tschechiens, die Handlungsfähigkeit der Sicherheitskräfte sowie Fragen der Cybersicherheit.

    Nicht gesprochen wurde laut Kolář hingegen über den anstehenden Nato-Gipfel im türkischen Ankara. Seit Monaten gibt es Streit über die Zusammensetzung der offiziellen Delegation.

    Pavels Teilnahme an der Sicherheitsratssitzung am Donnerstag begründete Kolář damit, dass die innere und die äußere Sicherheit zu den Prioritäten des Präsidenten gehörten, weswegen er über diese Fragen informiert bleiben wolle.

  • 02.07.2026

    In der Prager Altstadt wird seit Mittwoch eine kostenlose Open-Air-Ausstellung mit dem Titel „Hurvínek 100 – Kouzlo loutkářské dílny“ (Hurvínek 100 –Zauber der Marionettenwerkstatt) geboten. Damit wird auf dem Platz Mariánské náměstí vor dem Magistratsgebäude auf den 100. Geburtstag der berühmten Holzpuppe hingewiesen. Im Zentrum steht eine große gläserne Box, in der gleich mehrere Versionen von Hurvínek und Spejbl zu sehen sind, dazu die Figuren Mánička, Bábinka und der Hund Žeryk.

    Die Wanderausstellung gastiert in Prag bis zum 31. Juli. Einige der ausgestellten Marionetten seien immer noch im Spejbl-und-Hurvínek-Theater im Einsatz, betont Theaterdirektorin Denisa Kirschnerová. Sie hätten derzeit aber Ferien, so der Hinweis bei der Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch.

  • 02.07.2026

    Seit dem Start der Ausgabekampagne Mitte Mai hat die Öffentlichkeit in Tschechien Staatsanleihen im Wert von rund 80 Milliarden Kronen (3,3 Milliarden Euro) bestellt. Das Interesse lag damit viermal so hoch als das Ziel des Finanzministeriums, mit der Maßnahme 20 Milliarden Kronen (830 Millionen Euro) einzunehmen. Darüber informierte eine Pressemitteilung des Ressorts am Mittwoch.

    Die erste Zeichnungsfrist endete am 28. Juni. Die bestellten Schuldbriefe müssen nun bis 7. Juli bezahlt werden.

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