• 04.06.2026

    Der durchschnittliche Stundenlohn in Tschechien war im vergangenen Jahr einer der niedrigsten in der Europäischen Union. Er lag bei 57 Prozent des EU-Durchschnitts. Damit belegte Tschechien Platz 20 unter den 27 Mitgliedsstaaten. Dies teilte ein Vertreter des Tschechische Statistikamtes (ČSÚ) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Prag mit.

    Demnach stieg der durchschnittliche Stundenlohn hierzulande seit dem EU-Beitritt von 2004 um 122 Prozent an. Im selben Zeitraum legte der Stundenlohn in Deutschland laut den Statistikern nur um 58 Prozent zu. Allerdings lagen die Steigerungsraten in einigen anderen Ländern Mittel- und Osteuropas höher als in Tschechien, sodass dort die Löhne heute höher sind. Dies sind Litauen, Estland und Polen.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Unterhändler der EU für Friedensgespräche über den russischen Krieg gegen die Ukraine empfohlen. Eindeutig solle Merz auf Grundlage eines Mandats des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission eine diplomatische Mission anführen, sagte Babiš am Donnerstag in Prag vor seinem Flug nach Montenegro zum Gipfeltreffen der EU mit den Ländern des westlichen Balkans.

    Merz hatte Mitte Mai in einem Brief an Brüssel vorgeschlagen, der Ukraine einen EU-Sonderstatus zu verleihen. Der Bundeskanzler bezeichnete dies als „assoziierte Mitgliedschaft“.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Das Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag Präsident Petr Pavel seine Vorschläge für die tschechischen Staatsauszeichnungen übermittelt. Zu den vorgeschlagenen Persönlichkeiten für die höchste Auszeichnung, den Orden des Weißen Löwen, gehören unter anderem der Schriftsteller Milan Kundera (posthum) sowie Ex-Staatspräsident Miloš Zeman.

    Für weitere Auszeichnungen nominiert sind etwa der Schauspieler Marek Eben, aber auch Fußballnationalstürmer Patrik Schick vom deutschen Bundesligaverein Bayer Leverkusen. Insgesamt enthält die Liste 131 Namen. Wer letztlich geehrt wird, liegt in der Entscheidungskompetenz von Präsident Pavel. Die meisten Staatsorden werden zum Nationalfeiertag am 28. Oktober, verliehen.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Über 50 Experten und damit ein Drittel aller Fachleute haben bereits die Beratungsgremien der tschechischen Regierung verlassen, in denen sich mit Menschenrechten beschäftigt wird. Dies sagte die ehemalige Regierungsbeauftragte für Menschenrechte, Klára Šimáčková Laurenčíková, am Donnerstag bei einem Treffen am Runden Tisch, den die Opposition im Abgeordnetenhaus initiiert hatte. Grund für die Kündigungen ist der Regierungsbeschluss, das Thema Menschenrechte aus dem Regierungsamt herauszunehmen und auf die betroffenen Ministerien aufzuteilen.

    Die Agenda von acht Beratungsgremien soll ab Juli auf vier Ministerien aufgeteilt werden. Nur die Büros der Menschenrechtsbeauftragten Táňa Malá und der Beauftragten für seelische Gesundheit und Suchtbekämpfung, Dita Protopopová, bleiben demnach beim Regierungsamt angesiedelt.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Die tschechischen Volleyballerinnen haben nach ihrem überraschenden Auftaktsieg gegen China ihr zweites Spiel in der Nations League verloren. Beim Turnier im chinesischen Nanking unterlagen die Tschechinnen am Donnerstag glatt mit 0:3 nach Sätzen den Polinnen.

    Am Freitag trifft Tschechien im Rahmen der ersten Runde der Nations League auf Belgien.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Die tschechische Polizei hat einen Prostitutionsring in Südmähren und anderen Teilen des Landes aufgedeckt. Man ermittle gegen zwölf Menschen und zwei Firmen wegen Menschenhandels, sagte ein Sprecher der Polizeizentrale zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens (NCOZ),

    Laut den bisherigen Erkenntnissen betrieben die möglichen Täter zwei Nachtclubs und mieteten zahlreiche Wohnungen für sexuelle Dienste von vor allem asiatischen Prostituierten an. Die Frauen mussten dabei einen Großteil der Einnahmen abgeben, offiziell als Mieten für ihre Räumlichkeiten.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Das Prager Stadtgericht hat den ehemaligen Dissidenten und früheren Innenminister Jan Ruml rehabilitiert. Der Ex-Politiker verbrachte Anfang der 1980er Jahre über zehn Monate in Untersuchungshaft, weil er Lieferungen von Druckerzeugnissen mit LKWs aus Prag an den Verlag Palach Press in Londen organisiert hatte. Die kommunistische Polizei warf ihm staatsfeindliche Tätigkeit vor. Zudem hatte Ruml bereits 1979 wegen Terrorverdachts einige Tage im Gefängnis verbringen müssen.

    Laut dem jetzigen Urteil des Prager Stadtgerichts ist die Polizei damals illegal vorgegangen. Wie sein Anwalt sagte, erhält Ruml nun 83 Kronen (3,43 Euro) je Tag im Gefängnis als Entschädigung. Diese Summe, die 1990 festgelegt wurde, sei bisher nicht an die Inflation angepasst worden, so der Anwalt.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Am Freitag ist es in Tschechien zunächst meist stark bewölkt oder bedeckt. Im böhmischen Landesteil gibt es Schauer oder Regen, in Mähren und Schlesien setzen die Niederschläge erst im Laufe des Vormittags ein. Am Nachmittag lassen dann von Westen her Regen und Schauer nach, und die Wolken reißen auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 16 bis 24 Grad.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Mai in Tschechien abgeschwächt. Die Inflationsrate lag im Jahresvergleich bei 2,1 Prozent, gab das Statistikamt (ČSÚ) in seinen neuesten Daten bekannt. Im April hatte der Wert noch bei 2,5 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Mai hierzulande um 0,1 Prozent an.

    Billiger wurden unter anderem Lebensmittel und alkoholfreie Getränke, vor allem bei den Dienstleistungen stiegen hingegen die Preise. Ebenso wurden Alkohol und Tabakwaren sowie Energie teurer.

    Autor: Till Janzer
  • 04.06.2026

    Die Reallöhne in Tschechien sind im ersten Quartal dieses Jahres über Erwarten gestiegen. Der Bruttodurchschnittsverdienst stieg im Jahresvergleich nominal um 8,1 Prozent an und real um 6,4 Prozent, wie das Statistikamt (ČSÚ) am Donnerstag bekanntgab. Das bedeutete den höchsten Reallohnanstieg der vergangenen fünf Jahre. Wirtschaftsanalysten hatten eine geringeren Wert erwartet.

    Konkret lag der Bruttodurchschnittsverdienst in Tschechien im ersten Quartal bei 50.282 Kronen (2076 Euro).

    Autor: Till Janzer

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