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17.09.2026
Der Rat der tschechischen Nationalbank (ČNB) hat am Donnerstag darüber entschieden, den Leitzins vorerst unverändert bei 3,75 Prozent zu belassen. Dieser Wert gilt seit Juni. Allgemein war erwartet worden, dass der Leitzins in Tschechien aktuell stabil bleibt.
ČNB-Gouverneur Aleš Michl berichtete auf der Pressekonferenz nach der Sitzung, dass die Entscheidung einstimmig gefällt worden sei. Der Bankenrat sei übereingekommen, dass der tschechischen Wirtschaft derzeit das Risiko einer steigenden Inflation drohe. Um diese aber langfristig bei zwei Prozent zu halten, sei eine relativ strenge Währungspolitik nötig, so Michl.
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17.09.2026
Bei der tschechischen Polizei ist eine Anzeige eingegangen wegen des kontaminierten Bodens im Böhmerwald. Einem Post auf X zufolge werde im Verdacht auf fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit sowie auf Schädigung der Umwelt durch Nachlässigkeit ermittelt. Auf Nachfrage wollte eine Polizeisprecherin gegenüber der Presseagentur ČTK aber keine näheren Angaben machen, wer die Anzeige eingereicht hat.
Umweltminister Igor Červený (Motoristé sobě) hatte vergangene Woche über den Fund von 200 Giftfässern und die Bodenverschmutzung auf dem ehemaligen Militärgelände Dobrá Voda informiert. Eine Abordnung der Armee begutachtete am Mittwoch das Areal und beriet sich mit Vertretern von Nationalparkverwaltung und Feuerwehr sowie des Verteidigungs- und des Umweltministeriums über die Liquidierung der Schäden.
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17.09.2026
Tschechien wird 2027 erstmals in seiner Geschichte den Vorsitz beim OECD-Ministerrat übernehmen. Dies habe die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch beschlossen, teilte das Außenministerium am Donnerstag in einer Presseerklärung mit. Das Land habe damit die Möglichkeit, seine Stimme unter den entwickelten Staaten zu stärken, schrieb Ressortchef Petr Macinka (Motoristé sobě).
Tschechien ist seit 1995 Mitglied in der OECD. Als Vorsitzender des Ministerrates, der sich gewöhnlich einmal im Jahr trifft, werde man die eigenen Prioritäten betonen, so Macinka. Dies seien ökonomische Freiheit, Konkurrenzfähigkeit, technologische Entwicklungen und die Beseitigung unnötiger Hürden für Unternehmer.
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17.09.2026
Wegen einer anonymen Bombendrohung ist am Donnerstagmorgen das Krankenhaus im mittelböhmischen Hořovice evakuiert worden. Dutzende Menschen wurden von der Polizei aus dem Gebäude geführt. Patienten, die an Maschinen angeschlossen sind, konnten jedoch bleiben. Zahlreiche Beamte und fünf Hunde durchsuchten die Klinik, fanden aber keine Bombe.
Am Mittag teilte eine Polizeisprecherin mit, dass der Einsatz beendet werde und die evakuierten Menschen in das Krankenhaus zurückkehren könnten. Einen ähnlichen Vorfall hatte es erst vergangene Woche Dienstag im westböhmischen Kadaň gegeben. Auch dort wurde keine Bombe entdeckt.
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17.09.2026
Am Freitag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt, morgens bildet sich örtlich Nebel. Im Tagesverlauf kann es im Westen und Nordwesten vereinzelte Schauer geben. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 18 bis 23 Grad.
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17.09.2026
Staatspräsident Petr Pavel hat am Donnerstag sein Veto gegen das neue Beamtengesetz eingelegt. Dieses stehe der Empfehlung der Europäischen Kommission entgegen, leitende Staatsbeamte besser vor politischer Einflussnahme zu schützen, begründete das Staatsoberhaupt in einem Video in den sozialen Netzwerken. Zudem würde ihm das Gesetz die Befugnis nehmen, die Leiter der Ständigen Missionen Tschechiens bei internationalen Organisationen zu ernennen und abzuberufen. Es geht nun zurück ans Abgeordnetenhaus.
Unterschrieben hat Pavel am Donnerstag hingegen die lange umstrittene Novelle des Baugesetzes sowie das Gesetz zur Wiedereinführung der Registrierkassenpflicht.
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17.09.2026
Das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen (ČT) wird ab diesem Jahr bis 2030 fast 350 Menschen, also zwölf Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Dies geht aus der langfristigen Planung hervor, die der Fernsehrat bereits genehmigt und über die Intendant Hynek Chudárek bei der Ratssitzung am Mittwoch gesprochen hat.
Die Medienanstalt beschäftigt derzeit rund 2900 Menschen. Die Verringerung dieser Zahl ist Bestandteil von Sparmaßnahmen, durch die kommendes Jahr 350 Millionen Kronen (14,4 Millionen Euro) weniger ausgegeben werden sollen. Dadurch solle eine Reserve angelegt werden als Vorbereitung auf eine unklare Weiterfinanzierung, so Chudárek.
Die tschechische Regierung plant, die Rundfunkgebühren abzuschaffen und die Öffentlich-Rechtlichen aus dem Staatshaushalt zu finanzieren, allerdings mit weniger Geld, als sie bisher zur Verfügung haben.
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17.09.2026
Die Regierungskoalition in Tschechien ist am Donnerstag offenbar zu einer Einigung über die Höhe des Haushaltsdefizits für 2027 gekommen. Dieses könne bei der Sitzung am Montag verabschiedet und dann ans Abgeordnetenhaus geschickt werden, teilte der Vorsitzende der Autofahrerpartei Motoristé sobě und Außenminister Petr Macinka der Presse mit.
Seinen Worten zufolge wird das ursprünglich angedachte Defizit von 389 Milliarden Kronen (16 Milliarden Euro) um einige Milliarden gesenkt. Ein weiterer Schuldenbetrag von bis zu 20 Milliarden Kronen (82 Millionen Euro) könne durch Gesetzesvorschläge eingespart werden, die das Kabinett bis Ende dieses Jahres einbringen wolle, so Macinkas Ankündigung.
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17.09.2026
Die Fußballer von Sparta Prag sind siegreich in die Europa League gestartet. Beim Hinspiel der ersten Runde siegten sie am Mittwoch in Jerewan mit 4:1 gegen Ararat-Armenia.
Die beiden Mannschaften hatten sich zuletzt vergangenes Jahr bei der Qualifikation zur Conference League getroffen. Damals schickte Sparta die Armenier in der dritten Vorrunde nach Hause.
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17.09.2026
Europa braucht eine starke Führung und muss gemeinsam mit den USA dafür sorgen, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Russlands Staatschef Wladimir Putin an einem Verhandlungstisch zusammenkommen. Dies hat Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Donnerstag zur Eröffnung des Prager Verteidigungsgipfels gefordert. Er kritisierte zudem die schwache Betonung des Friedens in der aktuellen Sicherheitsdebatte in Europa.
Den Verteidigungsgipfel in Prag veranstaltet das Internationale Institut für strategische Studien (IISS), ein Think-Tank aus Großbritannien. Babiš schlug in seiner Auftaktrede des Weiteren die Einrichtung eines gesamteuropäischen Antiraketensystems vor, für das er den Namen Euro Patriot nutzte. Dies würde den europäischen Beitrag in der Nato stärken, so der tschechische Premier am Donnerstag.
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