Jazz Meets Electronic: die Prager Band Sato-San To
Die tschechische Jazzszene ist in den vergangenen zehn Jahren immer bunter geworden. Dies beweist zum Beispiel das Prager Projekt Sato-San To. Jazz ist dabei nur der Ausgangspunkt, von dem es abgeht in die weiten Gefilde tanzbarer Musik von Drum´n´Bass über Jungle bis Dubstep.
Die treibenden Kräfte hinter Sato-San To sind zwei Musiker mit unterschiedlichem Hintergrund: der Trompeter Oskar Török und der Percussionist Thom Herian. Török hat an der Jazz-Akademie im polnischen Katowice graduiert und hat unter anderem auch mit Iva Bittová zusammengespielt. Herian kommt hingegen ursprünglich vom Metal und Hardcore, erst dann entdeckte er Jazz und Blues. Studiert hat er aber klassische Musik am Konservatorium im nordböhmischen Teplice / Teplitz. Zugleich entdeckte er auch Drum´n´Bass. Schon zuvor hatten beide gemeinsam musiziert, 2008 gründeten sie dann Sato-San To als experimentelles Projekt. Nur vier Monate nach der Gründung von Sato-San To gaben Oskar Török und Thom Herian ihren Erstling heraus. Wenig später stieß dann der Kontrabassist Jaromír Honzák zu dem Duo. Daraus entstand ein neues Album, das farbiger ist als das erste. „Salep“ heißt es, nach einem Heißgetränk aus der Türkei beziehungsweise aus den arabischen Ländern.
Mittlerweile hat sich die Besetzung von Sato-San To schon wieder geändert. Neben Török und Herian ist nun mit dem Bassisten Jaroslav Kovařík und dem Pianisten Vojtěch Procházka ein Quartett entstanden. Im vergangenen Jahr erschien dann das dritte Album mit dem Titel „Obludárium“. Die Jazzelemente sind dabei noch weiter in den Hintergrund getreten.







