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Nationaler Wirtschaftsrat: Englisch soll die einzige Pflichtsprache an den Schulen sein
Der Nationale Wirtschaftsrat NERV hat empfohlen, Englisch als die einzige Pflichtsprache an tschechischen Mittelschulen zu unterrichten. Sehr gute Englischkenntnisse brächten die Schüler voran, das Erlernen einer zweiten Fremdsprache hingegen sei unter den tschechischen Bedingungen Energieverschwendung. Die frei werdenden Mittel sollten vielmehr in die Entwicklung von Fächern wie Finanz- und Rechtskunde sowie in den IT-Unterricht investiert werden. Die tschechischen Schulen forderten immer noch hauptsächlich das Auswendiglernen isolierter Informationen, kritisierte der Wirtschaftsrat. Durch die Empfehlung des Wirtschaftsrates könnte Deutsch als zweite Fremdsprache noch weiter ins Abseits gedrängt werden. Das Erlernen einer zweiten Fremdsprache soll nach Ansicht der Wirtschaftsexperten ausschließlich freiwillig sein.
Die Stadt Prag überprüft einige geplante Baumaßnahmen am Tunnel Blanka
Die Hauptstadt Prag bereitet Maßnahmen vor, um die Kosten für den Bau des Stadtautobahntunnels Blanka zu reduzieren. Dazu will der Magistrat einige noch in Planung befindliche Baumaßnahmen auf ihre Notwendigkeit hin überprüfen. Dazu zählen unter anderem die von einigen Stadtteilen geforderten Instandsetzungen des Straßenbelags oder Technologien, die im Tunnel verwendet werden sollen, erklärte der stellvertretende Oberbürgermeister Březina von den Sozialdemokraten. Der zuständige Magistratsausschuss hat am Dienstag eine Analyse vorgelegt, aus der hervorgehen soll, warum sich der Tunnelbau drastisch verteuert hat.
Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass der Bau um umgerechnet bis zu 411 Millionen Euro teurer werden soll. Das ist fast ein Drittel des ursprünglich geplanten Gesamtpreises.
Tschechien landet mit 7,5 Prozent Arbeitslosigkeit auf Platz sieben in der EU
Die Arbeitslosenquote ist im Januar sowohl in der Eurozone als auch in der gesamten Europäischen Union leicht gesunken, wie Eurostat meldet. Während die Eurozone im Dezember noch durchschnittlich eine 10-prozentige Arbeitslosenquote verzeichnete, sank die Quote im Januar auf 9,9 Prozent. Auch für die gesamte EU ist die Arbeitslosenquote um 0,1 auf nun 9,5 Prozent gesunken. Die Tschechische Republik steht mit 7,5 Prozent auf Platz sieben. Die niedrigste Arbeitslosenquote mit 4,3 Prozent verzeichnen die Niederlande. Schlusslicht ist Spanien mit 20,4 Prozent.
Die Handelskammer kritisiert einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent
Die Handelskammer hat sich am Dienstag gegen einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent ausgesprochen. Der Präsident der Handelskammer Petr Kužel bezeichnete die Regierungspläne als eine nicht erforderliche radikale Erhöhung der Steuerbelastung, die negative Auswirkungen auf die tschechische Wirtschaft habe. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sei zwar ein wichtiger Schritt für die geplante Rentenreform, eine Vereinheitlichung der beiden Sätze auf 17 Prozent reiche jedoch aus, um die notwendigen finanziellen Mittel zu erhalten, so Kužel.
Die verantwortlichen Minister der Mitte-Rechts-Koalition unter Premier Nečas hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, auch den unteren Mehrwertsteuersatz von 10 auf 20 Prozent anzuheben. Einige Produkte wie Grundnahrungsmittel sollten von der Regelung ausgenommen werden. Am Mittwoch will die neunköpfige Koalitionsspitze erneut zu Beratungen zusammenkommen.
Die Partei VV fordert Ausgleichszahlungen für Mehrwertsteuererhöhung
Im Zusammenhang mit der Debatte um eine Vereinheitlichung und Anhebung des Mehrwertsteuersatzes hat die Koalitionspartei der Öffentlichen Angelegenheiten (VV) Ausgleichszahlungen für Familien und Rentner gefordert. Demnach solle es für eine Reihe von Posten, die durch die Steuererhöhung teurer werden, einen 100-prozentigen finanziellen Ausgleich geben, wie der Parteivorsitzende Radek John und Verkehrsminister Bárta am Dienstag nach der Fraktionssitzung erklärten. Auch die steuerliche Verteuerung von Medikamenten müsste bei einer Gesundheitsreform Berücksichtigung finden, hieß es.
Krankenhäuser in Tschechien erhalten mehr Geld zur Bezahlung der Ärzte
Für die Krankenhäuser in Tschechien beginnt ab Dienstag eine neue Ära. Aufgrund einer zwischen Regierung und den Ärzte-Gewerkschaften erzielten Einigung erhalten die Ärzte ab März mehr Geld. Ihre Monatsgehälter werden je nach Qualifikation und Berufspraxis um 5000 bis 8000 Kronen steigen, das entspricht 200 bis 330 Euro. Die dafür notwendigen Mittel zahlen die Krankenkassen, die ab März umgerechnet 82 Millionen Euro mehr ausschütten.
Rund 200 Ärzte werden jedoch am 1. März nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sie hatten Ende Dezember wegen unzureichender Bezahlung gekündigt. Das seien aber nur zirka fünf Prozent der 3800 Ärzte, die im Rahmen der Gewerkschaftsaktion „Danke wir gehen“ ihre Kündigung eingereicht hatten, sagte Gesundheitsminister Leoš Heger am Montag.
Škoda Auto will Produktion bis 2019 um ein Viertel erhöhen
Der tschechische Pkw-Hersteller Škoda wird auf dem internationalen Autosalon in Genf ein neues Firmenlogo und ein neues Design präsentieren. Beide Neuerungen sollen auch die Škoda-Händler schrittweise übernehmen. Auf einer fast 2000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche wird Škoda die Designstudie eines neuen Modells und die Sportversion des Fabia, den Fabia Monte Carlo vorstellen. Škoda-Chef Winfried Vahland sagte in Genf, der Autobauer wolle bis 2018 die Verkaufszahlen mindestens verdoppeln und vor allem in den Wachstumsmärkten zulegen. Diesen Plänen zufolge werde Škoda daher im Jahr 2019 allein in Tschechien fast eine Dreiviertelmillion Fahrzeuge produzieren, schreibt die Tageszeitung „Mladá fronta Dnes“.
Ski-WM: Skilangläufer Lukáš Bauer erläuft in Oslo nur den siebten Platz
Der tschechische Skilangläufer Lukáš Bauer hat am Dienstag bei der Nordischen Ski-WM in Oslo den siebten Platz im Wettbewerb über 15 Kilometer klassisch belegt. Der 33-jährige Bauer konnte damit seinen drei Medaillen, die er bei den Olympischen Spielen in Turin und Vancouver sowie bei der letzten WM in Liberec / Reichenberg gewonnen hatte, keine weitere hinzufügen.
Fußball: Nationalspieler Pospěch wechselt nach Mainz
Der tschechische Fußball-Nationalspieler Zdeněk Pospěch spielt in der nächsten Saison für den deutschen Bundesligisten FSV Mainz 05. Pospěch hat bei den Rheinhessen einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben, bestätigte sein Spielerberater Pavel Zíka am Montag. Der 32-jährige Verteidiger wechselt im Sommer ablösefrei an den Mainzer Bruchweg, da sein Vertrag beim Champions-League-Teilnehmer FC Kopenhagen zu Saisonende ausläuft. Pospěch hat bisher 24 Spiele für die tschechische Nationalmannschaft bestritten, in denen er zwei Tore schoss.
Das Wetter am Mittwoch, 02. März:
Am Mittwoch ist es in ganz Tschechien erfreulich heiter bis wolkenlos, es bleibt trocken, aber kühl bei Tageshöchsttemperaturen zwischen 4 und 8 Grad Celsius, in Lagen über 1000 Metern -1 Grad Celsius.







