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Polizeigewerkschaft erwägt gleiche Protestaktion wie die Krankenhausärzte
Die Gewerkschaft der staatlichen Sicherheitskräfte (USB) erwägt, eine ähnliche Protestaktion wie die Krankenhausärzte ins Leben zu rufen. Die Ärztegewerkschaften und die Ärztekammer haben mit ihrer Aktion „Danke, wie gehen“ bewirkt, dass knapp 4000 Krankenhausärzte aus Protest gegen schlechte Gehalts- und Arbeitsbedingungen zum 1. März ihre Kündigung eingereicht haben. Auch die Sicherheitskräfte wie Polizei, Feuerwehr und Gefängnisaufseher beklagen die zehnprozentige Lohnkürzung durch die Regierung. Der Gewerkschaftschef der Sicherheitskräfte, Miloš Plechatý sagte, falls die Petition gegen Innenminister John nicht den entsprechenden Erfolg brächte und John zurücktrete, werde man ähnliche Protestkündigungen in Erwägung ziehen. Andere führende Gewerkschaftsfunktionäre bezeichneten jedoch diesen Schritt als verfrüht.
Die Petition soll am Dienstag online gehen. In ihr fordern die Gewerkschaften den Rücktritt von Innenminister John. John selbst sagte am Sonntag im Tschechischen Fernsehen, die Gewerkschaften sollten ihre Petition an die gesamte Regierung adressieren.
Innenminister John will Polizeiapparat weiter verschlanken
Der tschechischen Polizei könnten weitere Stellenkürzungen drohen. Nach Ansicht von Innenminister John sollte der Polizeiapparat in Zukunft noch weiter verschlankt werden. Optimal sei eine Zahl von 40.000 Polizisten, sagte der Innenminister am Sonntag im Tschechischen Fernsehen. Derzeit kämen auf 100.000 Einwohner 430 Polizisten. Um rund 1000 Stellen müsste die tschechische Polizei noch verschlankt werden. Dann seien auch wieder Gehaltserhöhungen für die verbliebenen Polizisten möglich, so John. Der neue Polizeipräsident Petr Lessy kündigte an, noch eine Analyse erstellen zu lassen, aus der die optimale Größe des Polizeichorps hervorginge.
Tschechischer Sicherheitsrat berät erneut über drohenden Kollaps im Gesundheitswesen
Der Sicherheitsrat der Tschechischen Republik wird am Montag zu einer weiteren Sitzung zusammenkommen und über den drohenden Kollaps im Gesundheitswesen beraten. Ungeachtet dessen will Gesundheitsminister Heger (Top 09) zu Wochenbeginn noch einmal mit der Ärztegewerkschaft und der Ärztekammer über eine Einigung im Lohnstreit verhandeln. Nach wiederholtem Scheitern der Verhandlungen waren die Beteiligten am Freitag übereingekommen, einen weiteren Versuch zur Einigung zu unternehmen.
Die Mitglieder des Sicherheitsrates kamen schon vergangene Woche zusammen, um das Vorgehen ab dem 1. März zu besprechen. Zu diesem Datum haben nämlich knapp 4000 der rund 20.000 Krankenhausärzte ihre Kündigung eingereicht aus Protest gegen schlechte Gehalts- und Arbeitsbedingungen.
Aktualnĕ.cz: Amt des Menschenrechtsbeauftragten wird mit einer Frau besetzt
Nachdem das Amt ein halbes Jahr unbesetzt war, scheint die Ernennung eines neuen Regierungsbeauftragten für Menschenrechte in Sicht. Premier Nečas habe eine geeignete Kandidatin gefunden, sagte Innenminister John am Sonntag im Tschechischen Fernsehen. Laut Informationen des Servers „aktualnĕ.cz“ soll es sich um Monika Šimůnková, eine Expertin für Kinderrechte, handeln. Der Server beruft sich dabei auf zwei Quellen aus dem Regierungsumfeld. Weder Šimůnková noch Premier Nečas wollten sich jedoch zu der Personalie äußern. Michael Kocáb war im September vom Amt des Menschenrechtsbeauftragten zurückgetreten, nachdem der Premier ihn, begleitet von einem medialen Schlagabtausch, abberufen hatte.
Regierung und Sozialdemokraten wollen über eine direkte Präsidentenwahl verhandeln
Vertreter der Regierungskoalition und der oppositionellen Sozialdemokraten treffen sich am kommen Donnerstag zu Gesprächen über eine künftige Direktwahl des Präsidenten. Die anstehenden Verhandlungen würden zeigen, ob es eine Grundlage für die Einigung beider Seiten gebe, sagte Justizminister Pospíšil im Privatsender Prima. Zu gleich soll nach Wunsch der Sozialdemokraten auch über die rechtlichen Kompetenzen des Präsidentenamtes gesprochen werden. Das Kabinett hatte vergangene Woche seine Debatte über eine direkte Präsidentenwahl abgebrochen, da man zunächst mit den Sozialdemokraten verhandeln wollte. Pospíšil sprach sich für eine Wahl mit zwei Wahlrunden aus, ähnlich wie bei den Senatswahlen.
Petra Kvítová holt sich souverän den WTA-Turniertitel in Paris
Die Tschechin Petra Kvítová hat ihren Siegeszug beim WTA-Turnier in Paris mit einem grandiosen Schlusspunkt geziert. Im Finale besiegte Kvítová die Weltranglistenerste, die Belgierin Kim Clijsters, souverän mit 6:4 und 6:3. Für die 20-jährige Tschechin ist der Finalsieg in Paris der dritte Turniertitel ihrer Karriere. Von den insgesamt 17 Begegnungen in diesem Jahr verlor Kvítová nur eine einzige, und zwar gegen die Russin Wera Swonarewa.
Zehnkämpfer Roman Šebrle bringt sich auf der tschechischen Meisterschaft wieder ins Spiel
Der tschechische Zehnkämpfer, Olympiasieger und Weltmeister Roman Šebrle hat sich auf der tschechischen Meisterschaft in Prag eine Teilnahme an der Halleneuropameisterschaft in Paris gesichert. Mit einer soliden Leistung von 6117 Punkten hat es Šebrle wieder an die Spitze der europäischen Tabelle geschafft und ist nach einer verpatzten letzten Saison wieder ein hoffnungsvoller Medaillenkandidat auf den kommenden sportlichen Spitzeneregnissen.
Das Wetter am Montag, 14.2.:
Am Montag ist es in Tschechien überwiegend bewölkt bis bedeckt. Vereinzelt sind Schnee oder Schneeregen zu erwarten, örtlich auch überfrierender Nebel. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -1 bis +3 Grad Celsius, in den Bergen über 1000 Metern -3 Grad Celsius.







