Hochsaison: Der Tschechische Kammermusikverein präsentiert…
Seit 1894, seinem Gründungsjahr, ist der Tschechische Kammermusikverein (Český spolek pro komorní hudbu) nicht nur fester Bestandteil der hiesigen Musikszene, er prägt sie auch. Seine Konzertreihen zieren immer wieder Namen von Künstlern mit internationalem Renommee. Am Montag trat zum Beispiel der deutsche Pianist Gerhard Oppitz im Prager Rudolfinum auf. Christian Rühmkorf sprach mit dem Dramaturgen des Tschechischen Kammermusikvereins, Ludvík Kašpárek, was das Publikum in dieser Saison noch zu erwarten hat.
„Es sind insgesamt vier Komponisten. Der Franzose Jean-Michelle Damase, Helmut Eder mit seinem Blasquintett ´Begegnung´, Francis Poulenc und Ludwig van Beethoven. Die herausragende Komposition an diesem Abend ist sicher Beethovens Quintett, wo abermals, wie in der gesamten zweiten Hälfte des Programms, Gerhard Oppitz auftreten wird.“
Welche Highlights stehen denn noch auf dem Programm in dieser 116. Saison, die der Tschechische Kammermusikverein ja gerade über die Bühne bringt?
„Wir haben noch etwa die Hälfte der Saison vor uns, und bis Ende April präsentieren wir noch 16 Konzerte. Zum Beispiel das Kocian-Quartett, das in diesem Jahr unser Residenz-Ensemble ist. Es tritt am 19. Januar mit dem Pianisten Boris Krajný auf. Das Interessante daran: Sie spielen eine Kammerversion von Chopins zweitem Klavierkonzert, das ja normalerweise mit Orchester aufgeführt wird. Für uns von besonderer Bedeutung ist der 200. Geburtstag des Prager Konservatoriums. Auch wir nehmen das zum Anlass, zwei Konzertabende zu veranstalten – im April mit dem Kammerorchester des Konservatoriums und im Februar mit dem Tschechischen Trio, das aus Lehrern des Prager Konservatoriums besteht. Das Programm ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil es Kompositionen dreier Direktoren des Konservatoriums präsentiert: von Antonín Dvořák, Josef Suk und dem gegenwärtigen Direktor Pavel Trojan, dessen Klavier-Trio seine Premiere erleben wird. Und ein letztes Highlight: Der Tschechische Kammermusikverein vergibt jedes Jahr einen Preis. In diesem Jahr wurde das junge Ensemble Orbis Trio ausgezeichnet, und das präsentiert sich mit einem eigenen Konzert am 14. Februar im Dvořák-Saal.“Ludvík Kašpárek, Dramaturg des Tschechischen Kammermusikvereins, herzlichen Dank für das Gespräch.







