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Politiker warnen in KZ-Gedenkstätte Theresienstadt vor wachsendem Rechtsextremismus

Rund 1000 Menschen versammelten sich am Sonntagvormittag zur Toten-Gedenkfeier in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Theresienstadt. Auf dem Nationalfriedhof gedachten sie der Opfer, die im nationalsozialistischen Ghetto und im Gestapo-Gefängnis ermordet wurden. Zugleich warnte der Direktor der Gedenkstätte, Jan Munk, vor einem Anwachsen der neonazistischen Gewalt auf tschechischen Straßen. Als Jude fühle er sich bedroht. Heute seien die Roma Opfer der Neonazis, dann kämen die Juden und schließlich die anderen, so Munk. Der Senatsvorsitzende Sobotka sagte, gerade in Zeiten der Wirtschaftkrise dürfe dem Extremismus kein Raum gegeben werden. Premier Fischer, dessen Familienangehörige auch in Theresienstadt ermordet worden waren, warnte vor einem Werteverlust und zeigte sich enttäuscht, dass in den jüngsten Probewahlen an Schulen, die rechtsextreme Arbeiterpartei über sieben Prozent erhalten habe.

Meteorologen warnen vor Hochwasser im östlichen Landesteil

Meteorologen warnen vor steigenden Flusspegeln und Hochwasser in Mähren, Schlesien und auf der Böhmisch-Mährischen Höhe. Bis Dienstag anhaltender Regen breitet sich auch nach Ostböhmen aus. In den betreffenden Gebieten rechne man mit der Hochwasser-Warnstufe eins und zwei, hieß es. Am Montag könnten die Flüsse in den Beskiden bereits auf die Hochwasserstufe drei ansteigen. Vor allem die Flüsse und Zuflüsse der Oder, der Bečva und der Olše werden stark ansteigen, meldet das Hydrometeorologische Institut.

Mehrheit der Tschechen ist gegen das finanzielle Rettungspaket für Griechenland

Die Mehrheit der tschechischen Bevölkerung spricht sich gegen die Finanzhilfen der Eurozone und des Internationalen Währungsfonds für das verschuldete Griechenland aus. Das ergab die Mai-Umfrage des Instituts SANEP. Danach ist mehr als die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass das finanzielle Rettungspaket den Staatsbankrott Griechenlands nicht verhindern kann. Drei Viertel aller Tschechen befürchten darüber hinaus, die Krise der griechischen Staatsfinanzen werde negative Auswirkungen auf die anderen Staaten der EU haben. Ebenso drei Viertel der Befragten sprachen sich gegen eine zügige Einführung des Euro in Tschechien aus, da die Griechenlandkrise auch auf Probleme der Eurozone verweise, hieß es.

Tschechoslowakische Spionage-Dokumente in Deutschland nicht aufgefunden

Die Suche nach 20 Jahre alten tschechoslowakischen Spionage-Dokumenten, war bisher erfolglos. Das meldet der Server Focus Online unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Mit den Dokumenten sollte sich bereist am Mittwoch das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages befassen. Einer früheren Meldung von Focus zufolge soll der enge Vertraute und Berater von Ex-Außenminister Steinmeier, Detlef Prinz, von 1986 bis 1990 für den tschechoslowakischen Auslandsgeheimdienst tätig gewesen sein. Die Akten über ein Netz tschechischer Agenten in Deutschland habe die Tschechische Republik 1999 nach ihrem Nato-Beitritt übergeben. Gegen Prinz sei jedoch wider besseres Wissen nicht ermittelt worden, hieß es. Der damalige tschechische Außenminister Kavan bestreitet die Übergabe sensibler Daten an deutsche Behörden. Prinz selbst wies die Spionage-Vorwürfe zurück.

Einführung der elektronischen Mautvignette könnte sich auf 2012 verschieben

Die Einführung der elektronischen Mautvignette für Pkw könnte sich auf Januar 2012 verschieben. Das sagte Verkehrsminister Slamečka am Sonntag gegenüber der Presseagentur ČTK. Unklar sei bisher, ob für die Lieferung der elektronischen Box, mit der jeder Pkw ausgestattet werden müsse, eine reguläre Ausschreibung erforderlich sei. Gegebenenfalls werde sich der Termin für die Einführung der elektronischen Maut von 2011 auf 2012 verschieben.

In Petrovice bei Karviná stehen Keller und Gärten bereits unter Wasser

In Petrovice bei Karviná gilt die dritte Hochwasserwarnstufe. Der Fluss Petrůvka ist am Sonntagnachmittag über die Ufer getreten; einige Keller und Gärten stehen bereits unter Wasser. Die Meteorologen haben für den östlichen Landesteil bis Dienstag anhaltende heftige Regenfälle vorhergesagt. Die Gemeinde Petrovice an der tschechisch-polnischen Grenze leidet jährlich mehrere Male unter Hochwasser.

Sparta Prag ist zum 35. Mal tschechischer Fußballmeister

Der Fußball-Klub Sparta Prag ist am Samstag nach einem angespannten letzten Spieltag Meister der tschechischen Gambrinus-Liga geworden. Bis zum Schluss waren noch die Vereine Sparta, Baník Ostrava und Jablonec im Rennen um den Meistertitel. Der 1:0-Sieg von Sparta über Teplice bedeutete jedoch, dass Ostrava einen hohen Sieg über Příbram hätte einfahren müssen. Die Partie endete jedoch 1:1, und Sparta Prag konnte damit zum 35. Mal den Meisterpokal in Empfang nehmen. Auf dem zweiten Ligaplatz landete Jablonec, das dem Verein České Budějovice mit 2:0 überlegen war.

Eishockey-WM: Tschechien unterliegt einem starken schweizerischen Team

Die tschechische Eishockey-Nationalmannschaft war am Samstagabend bei der WM in Deutschland einem starken schweizerischen Team mit 2:3 unterlegen. Damit haben sich die Chancen der tschechischen Mannschaft auf einen Einzug ins Viertelfinale verringert. Nach der Niederlage gegen Norwegen und dem Sieg über Schweden haben die Puckjäger von Trainer Vladimír Růžička in der Achtelfinal-Gruppe F insgesamt nur drei Punkte auf dem Konto. Die Spiele gegen Lettland und den Olympiasieger Kanada stehen noch aus.

4Cross-Worldcup-Rennen: überraschender Sieg für Michal Maroši

Beim zweiten 4Cross-Worldcup-Rennen im slowenischen Maribor konnte sich überraschend Michal Maroši als Sieger im Schlamm feiern lassen. Beim Endspurt konnte Maroši aufgrund von Stürzen der Konkurrenz von Position Vier aus an die Spitze vorpreschen und den Vorsprung gegen Jared Graves am Ende verteidigen. Für Michal Maroši war es der erste 4Cross-Worldcupsieg seiner Karriere.

Das Wetter am Montag, 17. Mai:

In Tschechien bleibt es auch am Montag bedeckt und regnerisch. Im östlichen Landesteil anhaltende Regenfälle. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 11 bis 15 Grad Celsius.