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Tschechische Regierung räumt generelle Diskriminierung der Roma-Minderheit ein
Die Regierung hat eingeräumt, dass die Roma-Minderheit in Tschechien einer generellen Diskriminierung ausgesetzt ist. Das Kabinett Fischer hat am Montag einem Bericht des Ministers für Minderheiten und Menschenrechte zugestimmt, nach dem Roma vor allem wegen des zunehmenden Rechtsextremismus und der gegen sie gerichteten Stimmung in der Gesellschaft das Land verlassen. Auch ihre wirtschaftlich schlechten Lebensbedingungen trügen zur Auswanderung bei, heißt es im Bericht von Minister Kocáb. Im Oktober soll eine Strategie vorliegen, welche die soziale Integration der Roma verbessern soll.
Vor einer Woche hatte die kanadische Regierung wegen zahlreicher Asylanträge von Roma erneut eine Visumpflicht für Tschechen eingeführt.
„idnes.cz“: Aus Angst vor tschechischer Zurückweisung wird der Papst kaum Deutsch sprechen
Papst Benedikt XVI. wird bei seinem Tschechien-Besuch im September auf die deutsche Sprache weitgehend verzichten. Nach Auskunft eines der tschechischen Organisatoren habe das Umfeld des Papstes auf die historisch sensiblen deutsch-tschechischen Beziehungen verwiesen. Man befürchte, dass Deutsch bei den Tschechen auf Ablehnung stoßen werde. Daher werde der Papst überwiegend Englisch und während der Messen Italienisch sprechen. Lediglich Präsident Klaus werde auf der Burg mit dem Papst Deutsch sprechen, hieß es in einem Bericht des Servers „idnes.cz“.
Finanzministerium setzt EU-Richtlinie gegen Missbrauch von EU-Geldern um
Das Finanzministerium wird Informationen über rechtskräftig verurteilte Personen sammeln, die durch eine Straftat wie Betrug oder Korruption die finanziellen Interessen der Europäischen Gemeinschaft geschädigt haben. Das hat die Regierung in ihrer aktuellen Sitzung beschlossen. Firmen, welche die aufgeführten Personen in ihrer Leitung haben, dürfen künftig keine öffentlichen Aufträge mehr erhalten. Der Beschluss geht auf eine Anordnung der Europäischen Kommission zurück. Die Daten sollen von den Gerichten an das Finanzministerium und schließlich an ein zentrales EU-Register weiter gegeben werden.
99 Prozent der tschechischen Visumanträge für Kanada werden bewilligt
Der tschechische Botschafter in Wien, Jan Koukal, informierte am Montag Präsident Václav Klaus über die Situation um die Visumanträge für tschechische Kanada-Reisende. Fast alle Visumanträge würden bewilligt führte Botschafter Koukal anschließend gegenüber der Presseagentur ČTK an. Abgelehnt würden nur Personen, die in Kanada zum Beispiel straffällig geworden seien oder im Verdacht stünden terroristische Angriffe zu planen. Das sei nicht einmal ein Prozent der Anträge, erklärte Koukal. Seit Kanada vergangene Woche die Visumpflicht für Tschechen wieder eingeführt hat, müssen die Visa in Wien beantragt werden. Kanada hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem tschechische Roma im letzten halben Jahr massiv Asyl beantragt hatten.
Die teilweise Auszahlung von Sozialhilfe mit Bezugsscheinen ist rechtens
Die teilweise Auszahlung von Sozialhilfe in Form von Bezugsscheinen im nordböhmischen Litvínov ist grundsätzlich rechtens. Das erklärte am Montag Bürgermeister Volák gegenüber der Presse. Man habe 2007 begonnen, in individuell ausgewählten Fällen einen Teil der Sozialhilfe mit Bezugsscheinen auszuzahlen, erklärte Volák. Der Bürgerbeauftragte hatte jedoch kritisiert, dass die Stadt Livínov dieses Vorgehen flächendeckend angewandt habe. Das habe sich nun geändert, bestätigte die stellvertretende Bürgerbeauftragte Seitlová. Die Stadt Livínov will mit diesem Schritt einem Missbrauch Sozialhilfe vorzubeugen.
Stadt Litvínov prüft in Großbritannien Sozialhilfemissbrauch durch Roma
Die Stadt Litvínov in Nordböhmen hat Kontakt zu britischen Stadtämtern aufgenommen, um eine angebliche doppelte Auszahlung von Sozialhilfe an dort lebende tschechische Roma zu verhindern. Das meldet der Server „idnes.cz“. Es gebe Hinweise, dass tschechische Roma sowohl in ihrer Heimat als auch in Großbritannien Sozialhilfe bezögen, sagte der stellvertretende Bürgermeister Martin Klika. In den Fällen, bei denen sich der Verdacht bestätige, werde man die Sozialhilfe streichen und zu viel gezahlte Gelder zurückfordern.
In der tschechischen Reisebranche drohen weitere Konkursfälle
In der tschechischen Reisebranche drohen weitere Konkursfälle. Die Tageszeitung Lidové noviny zitiert in ihrer Montagsausgabe den Ökonomen Jaromír Beránek mit den Worten, der Bankrott des Reiseveranstalters Tomi Tour werde nicht der letzte sein. Ein Wirtschaftswissenschaftler, der ungenannt bleiben wollte, sagte, in diesem Jahr könnten noch vier weitere Reiseveranstalter in Konkurs gehen. Grund ist die niedrigere Nachfrage nach Urlaubsreisen in Zeiten der Wirtschaftskrise.
Tomi Tour hatte am Freitag seinen Bankrott erklärt und umgehend sämtliche Tätigkeiten eingestellt. Experten sprechen vom größten Bankrott in der tschechischen Reisebranche seit 12 Jahren.
In den nächsten Tagen werden hunderte von Tomi-Tour-Kunden zurückgeflogen
Im Laufe des Tages bis Mitternacht kehren weitere 450 Kunden des Bankrott gegangenen Reiseveranstalters Tomi Tour nach Prag zurück. Die Flüge kommen von Mallorca und aus Ägypten, wie Sprecherinnen der Union-Versicherung und der Fluggesellschaft ČSA mitteilten. Auch am Mittwoch sollen weitere 560 Kunden von Mallorca und Antalya zurückgeflogen werden. Am letzten Freitag um 17:00 Uhr hatte der Reiseveranstalter Tomi Tour seine Tätigkeit eingestellt. Über 3.200 Urlauber verblieben im Ausland. Weitere 1000 Kunden konnten ihre gebuchten Urlaube nicht antreten.
Tschechische Volleyballerinnen qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft
Die tschechische Volleyballnationalmannschaft der Frauen hat sich am Wochenende für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr qualifiziert. Auf dem Qualifikationsturnier im italienischen Conegliano belegte das Team nach zwei Siegen und einer Niederlage den zweiten Platz in seiner Gruppe und sicherte sich damit erstmals nach acht Jahren wieder die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Nach der erfolgreichen Qualifikation erwartet die tschechischen Volleyballerinnen im September noch der Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaft in Polen. Die Weltmeisterschaft findet erst im Herbst 2010 in Japan statt.
Österreicherin Sybille Bammer gewinnt Tennisturnier „Prague Open“
Die österreicherische Tennisspielerin Sybille Bammer hat das mit 220.000 US-Dollar dotierte Turnier „Prague Open“ gewonnen. Mit dem Finalsieg am Sonntag machte Bammer den zweiten Turniersieg ihrer Karriere perfekt. Im Halbfinale hatte sie die tschechische Spielerin Iveta Benesová ausgeschaltet. Auch in der Doppelkonkurrenz gab es keine tschechischen Siegerinnen. Benešová verlor mit ihrer Partnerin Barbora Záhlavová-Strýcová das Finale gegen die ukrainischen Schwestern Aljona und Kateryna Bondarenko.
Das Wetter am Dienstag, 21. Juli:
Am Dienstag ist es in Tschechien überwiegend bewölkt, örtlich Regenschauer. Die Tageshöchsttemperaturen: 23 und 27 Grad Celsius.







