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Kohout: EU ist bereit über Verschärfung der Sanktionen gegen Birma zu verhandeln

Die Europäische Union ist bereit, über eine mögliche Verschärfung der Sanktionen gegen Birma zu verhandeln. Dies sagte der tschechische Außenminister Jan Kohout am Montag am Rande der Tagung der EU-Außenminister in Brüssel. Grund für ein härteres Vorgehen sei der Prozess gegen die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, so Kohout. Die 63-jährige Friedensnobelpreisträgerin ist angeklagt worden, die Auflagen ihres Hausarrests verletzt zu haben, als sie vorige Woche von einem Ausländer besucht wurde. Die Dissidentin wurde verhaftet; ihr drohen fünf Jahre Haft.

AI will auf der Agenda des EU-China-Gipfels auch die Menschenrechte sehen

Die Grünen-Abgeordnete Jacques und die Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ fordern, dass auf dem EU-China-Gipfel auch die Einhaltung der Menschen zu einem wichtigen Thema gemacht wird. Dazu übergaben sie am Montag Premier Fischer eine entsprechende Petition. Der EU-China-Gipfel wird am kommenden Mittwoch in Prag stattfinden. China möchte erreichen, dass die EU die restriktiven Bestimmungen zum Export von Hochtechnologie zurücknimmt und die chinesische Wirtschaft auch offiziell als Marktwirtschaft anerkennt. Weitere Themen sind die Wirtschaftskrise und der Klimawandel. Der Gipfel wird vom tschechischen Präsidenten Klaus geleitet.

Füle: Iren sollte das Datum des Referendums während des EU-Gipfels bekannt geben

Nach Ansicht des tschechischen Ministers für EU-Angelegenheiten Štefan Füle sollte Irland das Datum des zweiten Referendums über den Lissabon-Vertrag während des Sommer-Gipfels der EU bekannt geben. Er findet in der zweiten Junihälfte in Brüssel stattfindet. Nächste Woche sollen laut Füle die Konsultationen der EU mit Irland beginnen. Thema sind die Garantien, die Irland zugestanden werden sollen, damit ein erneutes Referendum zum EU-Vertrag von Lissabon abgehalten wird. Die Iren wollen verhindern, dass der Lissabon-Vertrag beispielsweise Änderungen im Bereich der Steuern, des Abtreibungsrechts oder der traditionellen irischen Neutralität vorschreibt.

Fischer-Regierung unterstützt Entschädigungs-Entwurf von Topolánek

Die Regierung Fischer hält eine Entschädigung von Menschen, die während des Kommunismus aus politischen Gründen ihre Arbeit verloren haben, grundsätzlich für richtig. Der entsprechende Gesetzesentwurf müsse jedoch noch überarbeitet werden, sagte am Montag Premier Fischer nach der Kabinettssitzung. Er reagierte damit auf eine Gesetzesinitiative unter anderem vom früheren Premier Topolánek und einigen sozialdemokratischen Abgeordneten. Der Entwurf sieht als Entschädigung eine monatliche Zahlung von 2500 Kronen, rund 92 Euro vor, und zwar für Menschen, die zwischen dem 25. Februar 1948 und dem 1. Januar 1990 aus politischen Gründen ihre Arbeit verloren haben.

Sozialdemokraten rechnen frühestens 2014 mit der Euroeinführung

Nach Ansicht des sozialdemokratischen Finanzexperten Bohuslav Sobotka kann der Euro frühestens im Jahre 2014 in Tschechien eingeführt werden. Das Haushaltsdefizit sei so hoch, dass auch die kommende Regierung die Euroeinführung nicht erleben werde, sagte Sobotka gegenüber der Zeitung „Hospodářské noviny“. Eine Einführung der europäischen Währung im Jahr 2014 sei eine optimistische Annahme, fügte Sobotka hinzu.

Ex-Präsident Václav Havel macht sich für die Grünen stark

Der Schriftsteller und frühere tschechische Präsident Václav Havel hat sich am Montag für die Partei der Grünen stark gemacht. Vor Journalisten sagte Havel, es gebe nur eine „authentische grüne Partei“. Damit sprach er sich indirekt gegen die „Demokratische Partei der Grünen“ um die Abgeordnete Olga Zubová aus. Nach lang anhaltenden innerparteilichen Streitigkeiten war vor wenigen Monaten die „Demokratische Partei der Grünen“ als Abspaltung gegründet worden. Havel betonte, die Situation in der politischen Landschaft würde ernst, wenn die Grünen um Parteichef Martin Bursík in den kommenden Wahlen scheitern würden. Beide grünen Parteien sowie die so genannte „Grüne Bewegung“ nehmen an den Europawahlen teil.

Tschechien ist nicht mehr so attraktiv für Offshore-Investoren

Die Länder Mittelosteuropas sind für westeuropäische Investoren nicht mehr so attraktiv in früheren Jahren. So fiel die Tschechische Republik in dem so genannten Offshore-Index von Platz 16 auf Platz 32. Die Umfrage der Firma A. T. Kearney ermittelt, wie attraktiv die einzelnen Länder für Investoren sind, die ihre Geschäftsaktivitäten verlegen wollen. Grund für die abnehmende Attraktivität Tschechiens seien vor allem Preissteigerungen bei einer hohen Inflationsrate sowie die starke Krone. Die attraktivsten Offshore-Länder sind Indien, China und Malaysia.

Tragisches Wochenende auf Tschechiens Straßen: 16 Verkehrstote

Insgesamt 16 Verkehrstote zählte Tschechien am Samstag und Sonntag. Dies ist das bisher tragischste Wochenende in diesem Jahr auf den tschechischen Straßen, eingerechnet der verlängerten Wochenenden. Allein zehn Menschen starben am Sonntag, unter ihnen auch ein Fahrradfahrer und ein Motorradfahrer. 403 Verkehrsunfälle mit 163 Verletzten zählte die Polizei am Wochenende.

Zahl der Übernachtungen in Tschechien sinkt im ersten Quartal um 8,7 Prozent

Die Zahl der Übernachtungen in Tschechien ist im ersten Quartal 2008 um 8,7 Prozent gesunken. Besonders stark brachen die Besuche ausländischer Gäste ein, Ausländer buchten 18,6 Prozent weniger Übernachtungen. Leicht angestiegen ist hingegen die Zahl der Übernachtungen tschechischer Gäste, und zwar um etwas über zwei Prozent. Dies geht aus den Angaben des tschechischen Statistikamtes hervor. Einzig die Kreise Südböhmen (+15 Prozent) und Hradec Králové (+1 Prozent) verzeichneten mehr Besucher, die stärksten Einbrüche erlebten Prag sowie der Kreis Südmähren (jeweils -15 Prozent).

Konzert der Sopranistin Martina Janková im Rudolfinum endete mit Standing Ovations

Mit Standing Ovations endete am Sonntag das Konzert der Sopranistin Martina Janková im Prager Rudolfinum. Janková, die schon 14 Jahre in der Schweiz lebt, ist eine der erfolgreichsten, international anerkannten tschechischen Opernsängerinnen. Am Musikfestival Prager Frühling nahm sie in diesem Jahr zum ersten Mal teil. Sie stellte sich mit Liedern von Joseph Haydn vor. Janková wurde von dem schweizerischen Pianisten Gérard Wyss und von zwei jungen tschechischen Virtuosen – der Geigerin Adéla Štajnochrová und dem Cellisten Petr Nouzovský – begleitet. Anlässlich des bevorstehenden 200. Todestags von Joseph Haydn nahm Martina Janková ein Album mit seinen Lieder auf, das vorige Woche von der Firma Supraphon herausgegeben wurde.

Das Wetter

Am Dienstag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt mit Regen oder Regenschauern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 18 bis 22 Grad Celsius.