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Erneuter Raketenangriff auf Nato-Stützpunkt Shank in Afghanistan
Der Militärstützpunkt Shank der Nato-Truppen in der afghanischen Provinz Logar ist in der Nacht auf Mittwoch erneut Ziel eines Raketenangriffs geworden. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt. Auf dem Stützpunkt Shank sind auch tschechische Soldaten des Wiederaufbau-Teams stationiert. Bereits am Sonntag waren drei tschechische Soldaten bei einem Raketenangriff verletzt worden, zwei von ihnen erlitten mittlere bis schwere Verletzungen. Beim jüngsten Anschlag wurden vier Raketen auf den Stützpunkt abgefeuert. Der Ort, von dem die Raketen abgeschossen wurden, konnte lokalisiert werden. 15 Personen wurden festgenommen.
Tschechien fordert EU-Bilanz über Zugangsbeschränkungen zum Arbeitsmarkt
Die EU-Kommission soll eine Bilanz über die befristeten Maßnahmen ausarbeiten, die Menschen aus den neuen EU-Staaten den Zugang zum Arbeitsmarkt in den alten Mitgliedsländern erschwert. Dies forderten auf Initiative Tschechiens sieben der neuen Mitgliedsstaaten, die der Europäischen Union im Jahr 2004 beigetreten sind. Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte, Ergebnisse einer solchen Bilanz könnten bis zum Ende des Jahres vorliegen.
Die sieben mittel- und osteuropäischen Staaten kritisieren schon länger die Zugangsbeschränkungen für ihre Bürger zum europäischen Arbeitsmarkt. So haben Tschechen noch keine generelle Erlaubnis in Deutschland, Österreich, Belgien und Dänemark zu arbeiten.
Gesundheitsregister sammeln sensible Daten ohne Einwilligung der Patienten
Die tschechischen Gesundheitsregister sammeln sensible Daten ohne Einwilligung der Patienten. Das meint das tschechische Amt zum Schutz persönlicher Daten (ÚOOÚ). Die bisherigen und die in Vorbereitung befindlichen Regelungen des Nationalen Informationssystems im Gesundheitswesen stünden in manchen Bereichen im krassen Widerspruch zu europäischen Standards, sagte am Mittwoch der Vorsitzende des Datenschutz-Amtes, Igor Němec. Für das Sammeln vieler Patientendaten bräuchte das Gesundheitsministerium keine Zustimmung der Patienten. Das sei jedoch nicht rechtens, fügte Němec hinzu.
ODS-Kreishauptmänner bieten sich als Vorbild für Prager Parteikollegen an
Nach Ansicht der bürgerdemokratischen Kreishauptmänner sollten sich die Politiker der ODS in Prag an ihrem Arbeitsstil und ihrer Geschlossen orientieren. Die Kreisvertreter der Bürgerdemokraten führten untereinander keinen selbstzerstörerischen Kampf, in dem es am wichtigsten sei den innerparteilichen Feind zu vernichten, sagte am Mittwoch der mährisch-schlesische Kreishauptmann Evžen Tošenovký mit Blick auf die von Affären und Streitigkeiten zerrüttete ODS. Der Verband der Kreise hielt am Mittwoch seine letzte Sitzung vor den im Oktober anstehenden Kreis- und Senatswahlen ab.
Etat des tschechischen Schulministeriums für das Jahr 2009 erhöht
Der Etat des tschechischen Schulministeriums ist für das Jahr 2009 um 5,2 Milliarden Kronen / knapp 220 Millionen Euro erhöht worden. Dem Ministerium werden damit insgesamt 124 Milliarden Kronen – das sind fast 5,2 Milliarden Euro – aus dem Staatshaushalt zur Verfügung stehen. Hinzu kommen weitere 10 Milliarden Kronen, knapp 420 Millionen Euro aus EU-Mitteln. Das Ministerium betrachtet die Erhöhung seines Etats als Erfolg. Es zeige sich, dass die Regierung das Schulwesen tatsächlich als eine ihrer wichtigsten Prioritäten betrachte, so Schulminister Ondřej Liška.
Tschechische Waffenproduzenten wollen Transitland Deutschland verklagen
Tschechische Waffenfabrikanten planen die Bundesrepublik Deutschland vor einem internationalen Gerichtshof zu verklagen. Das meldet der Server „aktualne.cz“ unter Berufung auf den Präsidenten des Verbandes der Waffenproduzenten, Jiří Hynek. Nach Ansicht Hyneks blockiere Deutschland häufig den Transit tschechischer Waffenlieferungen zum Hamburger Hafen und fordere neben einem tschechischen Umbedenklichkeitsgutachten auch ein deutsches. Zuletzt habe Deutschland die Ausfuhr eines Militärhubschraubers nach Nigeria verhindert, da die Region instabil sei, meldet der Server. Neben Deutschland verlangen unter anderem auch Polen und Belgien eine Transit-Lizenz.
Deutschland leiht Tschechien Original des Münchener Abkommens für Ausstellung
Deutschland leiht Tschechien das Original des Münchener Abkommens vom 30. September 1938. Das Dokument wird ab dem 28. Oktober im Nationalmuseum in Prag ausgestellt. Früher hat Berlin die Herausgabe des Originaldokuments aus konservatorischen Gründen stets abgelehnt. Den Sinneswandel begründete das Außenministerium in Berlin nun damit, dass man unterstreichen wolle, wie gut die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien seien.
Das Münchener Abkommen besiegelte die Abtretung der Sudetengebiete an Hitler-Deutschland. Unterzeichnet wurde es von Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Die Tschechoslowakei ist damals über die Entscheidung lediglich informiert worden.
Ausstellung erinnert an Aufbau der Tschechoslowakei vor 90 Jahren
An den Aufbau der Tschechoslowakei in den Jahren 1914 bis 1919 erinnert seit Mittwoch eine Ausstellung im Prager Senat. Sie trägt den Titel „Auf dem Weg zur Unabhängigkeit“. Das wichtigste Exponat wird ab kommenden Montag das Original des Vertrags von Pittsburgh. Der Vertrag wurde 1918 von landsmannschaftlichen Organisationen der Tschechen und Slowaken sowie vom späteren Staatspräsidenten T. G. Masaryk unterzeichnet und regelt den Zusammenschluss beider Nationen in einem Staat. Der Senatsvorsitzende Premysl Sobotka bedauerte in seiner Ansprache, dass Masaryks Vision von einer zweiten Schweiz im Sinne nationaler Toleranz nicht verwirklicht wurde. Hitlers Nationalismus und die kurzsichtige Politik der Großmächte hätten dies verhindert, sagte Sobotka.
Zelenka-Film „Die Brüder Karamasow“ für Oskar-Nominierung ausgewählt
Der Film „Die Brüder Karamasow“ von Regisseur und Drehbuchautor Petr Zelenka soll in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für den Oskar nominiert werden. Das hat am Mittwoch die Tschechische Film- und Fernsehakademie (ČFTA) entschieden. Der Film handelt von einer tschechischen Theatergruppe, die in Polen das Dostojewski-Stück aufführen will. Hinter den Kulissen der Probenarbeit treten immer deutlicher die Schicksale der Beteiligten hervor. Der Film kam in diesem Jahr in die tschechischen Kinos. Die Bekanntgabe der Oskar-Preisträger wird traditionell am 22. Februar 2009 in Los Angeles stattfinden.
Millionen-Strafe für „Big Brother“ - TV Nova klagt vor Verfassungsgericht
Der tschechische Privatsender TV Nova will eine Verfassungsklage gegen eine Strafe des Rundfunk- und Fernsehrates anstrengen. Der Rundfunk- und Fernsehrat hatte dem Sender Nova für die Ausstrahlung einiger Folgen der Reality-Show „Big Brother“ eine Gesamtstrafe von über 43 Millionen Kronen auferlegt (rund 1,8 Millionen Euro). In der Kritik standen angeblich vulgäre Ausdrucksweisen, erotische Szenen sowie das Rauchen und Trinken von Alkohol in der Sendezeit von sechs bis 22 Uhr. Zuletzt hatte das Oberste Verwaltungsgericht ein Berufungsverfahren von TV Nova abgelehnt. Der Sender wollte die Verfassungsklage nicht weiter kommentieren.
Das Wetter:
Am Donnerstag ist es in Tschechien weiterhin bedeckt und regnerisch. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 10 und 14 Grad Celsius.







