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Tschechisch-österreichische und slowakisch-österreichische Grenzpatrouillen auch nach Schengen-Beitritt
An der tschechisch-österreichischen sowie an der slowakisch-österreichischen Grenze sollen auch nach dem Beitritt beider Länder zum Schengen-Abkommen gemeinsame Grenzpatrouillen stattfinden. Das sagte am Dienstag der slowakische Innenminister Robert Kalinak auf einem Treffen der EU-Innenminister in Brüssel. Die Slowakei werde mit Österreich ein eigenes Memorandum zur gegenseitigen Verständigung unterzeichnen. Dabei gehe es um einen Schutz der grünen Grenze sowie um enge Zusammenarbeit auf polizeilicher Ebene, wie Kalinak weiter ausführte. Ein ähnliches Abkommen soll es angeblich auch zwischen Tschechien und Österreich geben. Mit der ab Januar 2008 vorgesehenen Ausweitung des Schengenraumes auch auf die neuen EU-Länder fallen die Grenzkontrollen innerhalb der EU weg.
Topolanek: Außerordentliche Aufgaben der Armee sollen aus Verteidigungsetat ausgekoppelt werden
Außerordentliche Aufgaben der tschechischen Armee müssen aus anderen Quellen finanziert werden, als dem regulären Verteidigungsetat. Das sagte am Dienstag Premier Mirek Topolanek nach der Sitzung des staatlichen Sicherheitsrates. Aufgaben wie die des tschechischen Wiederaufbauteams in der afghanischen Provinz Logar, die für das kommende Jahr vorgesehen sind, seien eher Regierungsaufgaben und dürften nicht dem Verteidigungshaushalt auferlegt werden, so Topolanek. Der Sicherheitsrat hat am Dienstag über die Transformierung der tschechischen Armee verhandelt. Vorgesehen ist eine Reduzierung der Truppenstärke, die vor allem die Land- und Luftstreitkräfte sowie den Befehlsstab des Militärs betrifft. Auch das Verteidigungsministerium will die Anzahl seiner Mitarbeiter in den nächsten Jahren auf 1200 reduzieren.
Cunek: Christdemokraten werden Dienstbier-Kandidatur zurzeit nicht unterstützen
Der Vorsitzende der christdemokratischen Partei (KDU-CSL), Jiri Cunek, schließt eine Unterstützung der Präsidentschaftskandidatur des ehemaligen Außenministers Jiri Dienstbier zurzeit aus. Das sagte Cunek am Dienstag vor der Sitzung der christdemokratischen Senatsfraktion gegenüber Journalisten. Man werde am Abend über andere mögliche Kandidaten beraten. Dabei gehe es vor allem um den Vorsitzenden der Akademie der Wissenschaften, Vaclav Paces, sowie den Wirtschaftsexperten Jan Svejnar, den die Grünen favorisieren. Am Montag hatte der von den Christdemokraten vorgeschlagene stellvertretende Senatsvorsitzende Petr Pithart (KDU-CSL) eine Kandidatur abgelehnt.
OECD-Vergleich: Tschechien hat nur halb so viele Hochschulabsolventen
Die Zahl der Hochschulabsolventen ist in Tschechien nur halb so hoch wie in den Ländern der "Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (OECD). Das geht aus einem Vergleich der wichtigsten Bildungsdaten für die Jahre 2004 und 2005 hervor, die am Dienstag das Institut für Information und Bildung (UIV) und das Schulministerium veröffentlicht haben. Danach ist die Zahl der Hochschulabsolventen in Tschechien zwar leicht auf 13 Prozent angestiegen, der OECD-Durchschnitt liegt allerdings bei 26 Prozent. Bei der Zahl der höheren Mittelschulabsolventen hingegen liegt Tschechien 22 Prozent über dem Durchschnitt der OECD-Länder.
Regierungsrat für Roma-Angelegenheiten billigt Konzept der neuen Agentur für den Kampf gegen soziale Ausgrenzung
Der Regierungsrat für Roma-Angelegenheiten hat am Dienstag das Konzept der neuen Agentur für den Kampf gegen soziale Ausgrenzung gebilligt. Die Agentur soll ab Januar in mehreren Duzend Städten und Gemeinden ihre Arbeit aufnehmen. Das sagte am Dienstag die Vorsitzende des Regierungsrates und Ministerin für Minderheiten und Menschenrechte, Dzamila Stehlikova, gegenüber Journalisten. Die Agentur soll in Gemeinden mit sozialschwachen, ghettoähnlichen Viertel die Zusammenarbeit unter anderem von Verwaltung, Schulen, Ämtern, Firmen und Bürgern stärken. Ziel ist es, die über 300 vorwiegend von Roma bewohnten Viertel aus dem sozialen Abseits zu holen.
"HN": Tschechische Agrofert kauft zwei sächsische Firmen auf
Die tschechische Holding Agrofert hat ihre Geschäftstätigkeit auch auf den deutschen Getreide- und Rübenmarkt ausgedehnt. In Sachsen kaufte sie die Firmen "Dresdner Handelsgesellschaft" und die "Getreide GmbH Pirna" auf, schreibt die Tageszeitung "Hospodarske noviny" in ihrer Dienstagsausgabe. Die Gruppe um den Unternehmer Andrej Babis zahlte dem Blatt zufolge für den Kauf der beiden sächsischen Gesellschaften unter 100 Millionen Kronen (ca. 3,5 Millionen Euro). Man könne jetzt auch in Deutschland Rüben für die in Lovosice geplante Herstellung von Biodiesel beziehen, wie Babis gegenüber der Tageszeitung sagte.
iDnes: CSA wird bei Großzahl von Europa-Flügen Billigtickets anbieten
Die tschechische Fluggesellschaft CSA wird in naher Zukunft auch Billigtickets für Flüge in 36 europäische Städte zum Standardpreis von 1990 Kronen (ca. 72 Euro) anbieten. Mit dem Konzept eines limitierten Angebots von Billigtickets will CSA versuchen, die Auslastung der Platzkapazität in ihren Flugzeugen zu erhöhen, wie der Internetserver iDnes am Dienstag meldete. Im ersten Halbjahr 2007 betrug die durchschnittliche Auslastung von CSA-Flügen knapp 70 Prozent. Im Unterschied zu den Billigflügen kleinerer Fluggesellschaften will CSA jedoch die Bewirtung an Bord beibehalten und somit die Billigtickets inklusive dieses Services anbieten.
Maut: Durchschnittlich 82 Lkw-Maut-Sünder pro Tag
Tschechische Zöllner stellen durchschnittlich 82 Lkw-Maut-Sünder pro Tag. Das meldete am Dienstag die Presseagentur CTK. Bis Ende August konnten fast 20.000 Lkw-Fahrer registriert werden, welche die Mautgebühr nicht gezahlt haben. Insgesamt wurden Strafen in Höhe von 25 Millionen Kronen (rund 900.000 Euro) verhängt. In besonders schweren Fällen oder bei Wiederholung droht den Fahrern in einem Verwaltungsverfahren eine Strafe bis zu einer halben Million Kronen (rund 18.000 Euro). Auf tschechischen Autobahnen und Schnellstraßen gilt die Mautpflicht für Lkw ab zwölf Tonnen seit Januar dieses Jahres.
Stem: Prager Oberbürgermeister Pavel Bem ist der beliebteste aktive Politiker
In der Beliebtheitsskala der tschechischen Minister und Parteipolitiker belegt der Prager Oberbürgermeister und stellvertretende Vorsitzende der Bürgerdemokraten (ODS), Pavel Bem, wiederholt den ersten Platz. Das ergab die aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen der stellvertretende Vorsitzende der Sozialdemokraten, Bohuslav Sobotka, und Vizepremier und Grünen-Chef Martin Bursik. Premier Mirek Topolanek landete auf Platz sieben.
Nürnberger Abwehrspieler Nikl kehrt nach Tschechien zurück
Der tschechische Abwehrspieler Marek Nikl verlässt den Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg nach fast zehn Jahren und kehrt in seine Heimat zurück. Der 31-jährige wechsele mit sofortiger Wirkung zum tschechischen Erstligisten Bohemians Prag, wie es auf der Internetseite des Nürnberger Clubs heißt. Nikl bestritt seit 1998 141 Bundesliga-Partien für die Nürnberger. Zuletzt war er allerdings nur noch bei den Amateuren des Pokalsiegers zum Einsatz gekommen.
Das Wetter
Am Mittwoch ist es in Tschechien heiter bis bewölkt mit vereinzelten Schauern. Mit Tageshöchsttemperaturen von 10 bis 14 Grad Celsius wird es deutlich kühler.







