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Unternehmer Krejcir auf Kaution von 3 Millionen Kronen entlassen
Der entflohene tschechische Unternehmer Radovan Krejcir wurde am Freitag gegen eine Kaution von 3 Millionen Kronen (knapp 107.000 Euro) aus dem Gefängnis im südafrikanischen Johannisburg entlassen. Über die Entscheidung des zuständigen Richters informierte am Freitag der Internetserver "nova.cz". Krejcir wartet in der Republik Südafrika auf die Entscheidung, ob er zur Strafverfolgung an die Tschechische Republik ausgeliefert wird. Der Johannisburger Richter hat verfügt, dass Krejcir auf der Verhandlung über das tschechische Auslieferungsgesuch zu erscheinen hat. Krejcir wird wegen Steuerbetrugs in Milliardenhöhe und Vorbereitung eines Mordes gesucht. Bei seiner Festnahme im Juni 2005 war dem Unternehmer eine spektakuläre Flucht gelungen.
Präsident Klaus wehrt sich gegen angebliche "Polemisierungen" der Klimaforscher
Als nicht objektiv bezeichnete am Freitag Präsident Vaclav Klaus die Präsentation tschechischer Klimaforscher am Mittwoch. Die Klimatologen kamen zu dem Schluss, dass sich das Klima mit hoher Wahrscheinlichkeit wandle und dafür auch der Mensch verantwortlich sei. Vaclav Klaus hat dies jüngst in seinem Buch "Der blaue und nicht der grüne Planet" bezweifelt. Klaus kritisiert, dass auf der Konferenz gegen seine Ansichten polemisiert worden sei, ohne dass er die Möglichkeit zu Verteidigung erhalten habe. Der Direktor des Zentrums für Umweltfragen, Bedrich Moldan, sagte gegenüber der Presseagentur CTK, dass die Veranstaltung nicht gegen Klaus und sein Buch gerichtet gewesen sei. Er sehe keinen Grund, Vaclav Klaus auf eine wissenschaftliche Veranstaltung einzuladen.
Filmbranche und Politik einigen sich auf Übergangsregelung für Filmförderung
Die tschechische Filmförderung könnte bis zur Annahme eines Gesetzes für die Kinematografie mit Hilfe des neuen Mediengesetzes finanziert werden. Darauf einigten sich am Donnerstag Vertreter der Filmbranche unter anderem mit Premier Mirek Topolanek (ODS) und Kulturminister Vaclav Jehlicka (KDU-CSL) auf dem Karlsbader Filmfestival. Danach bekäme der Filmfonds ein Drittel der Werbeeinnahmen des staatlichen Fernsehens CT. Man rechne jährlich mit einer Summe von 150 Millionen Kronen (rund 5,3 Millionen Euro), wie der Sprecher des Filmrates, Ivo Mathe, sagte. Die Regelung war notwendig geworden, da Präsident Vaclav Klaus im vergangenen Jahr eine entsprechende Gesetzgebung durch ein Veto zu Fall gebracht hatte.
Bisher 12.000 Besucher auf Filmfestival in Karlsbad
Auf dem Internationalen Filmfestival in Karlsbad / Karlovy Vary sind bisher insgesamt an die 12.000 Besucher registriert, an die 1000 mehr als im vergangenen Jahr. Darunter sind über 10.000 Filmbegeisterte mit einem Festivalpass, rund 1100 Regisseure, Produzenten und Schauspieler sowie fast 600 Journalisten, wie eine Sprecherin des Festivals gegenüber der Presseagentur CTK sagte. Insgesamt sind 120.000 Einzeltickets verkauft worden.
Staatsfeiertag: Gedenken an die Verbrennung des Reformators Jan Hus
In Tschechien gedachte man am Freitag mit einem Staatsfeiertag der Verbrennung des Priesters und Reformators Jan Hus. Hus ist als Ketzer auf dem Konstanzer Konzil zum Tode verurteilt und am 6. Juli 1415 verbrannt worden. Er predigte als erster auf Tschechisch und kämpfte gegen die Verweltlichung der Kirche an. Hus forderte die Freiheit des Gewissens sowie die Anerkennung der Bibel als einzige Autorität. Sein Tod löste mittelbar die Hussitenkriege der böhmischen Aufständischen gegen kaiserliche und päpstliche Heere aus. Jan Hus und die Hussiten wurden und werden in der Geschichtsschreibung auch immer wieder als Vorkämpfer gegen das Deutschtum interpretiert.
"Abend der Menschen guten Willens" in Velehrad: 1,5 Millionen Kronen (rund 53.500 Euro) Spenden
Drei charitative Organisationen erhielten am Mittwoch auf der Veranstaltung "Abend der Menschen guten Willens" im mährischen Velehrad über 1,5 Millionen Kronen (rund 53.500 Euro) Spenden. Die Veranstaltung findet jährlich am Vorabend des Staatsfeiertages zum Gedenken der beiden Heiligen Kyrill und Method statt. Die Summe werde zu gleichen Teilen zwischen zwei Kinderheimen und der Organisation "Der Krankenhaus-Clown" aufgeteilt, wie Josef Korenek vom Organisationsteam sagte. Die Veranstaltung besuchten rund 22.000 Menschen.
STEM: Tschechen sind skeptisch bei Chancengleichheit und Vertrauen in andere
Die Mehrheit der Tschechen glaubt, dass bei den derzeitigen Verhältnissen im Land einige Menschen ungerechtfertigterweise Privilegien haben und eine Chancengleichheit für alle nicht existiert. Das geht aus der Juni-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "STEM" hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Ebenso die Mehrheit der Befragten ist gleichzeitig der Ansicht, dass sich ein geschickter Mensch ohne größere Probleme mit seinen Fähigkeiten in der Gesellschaft durchsetzen kann. Ein Drittel ist skeptisch, wenn es um die Frage geht, ob man anderen Menschen vertrauen kann.
Hyundai Motor Manufacturing Czech: bisher 1,5 Milliarden Kronen investiert
Die Gesellschaft Hyundai Motor Manufacturing Czech hat im ersten Jahr ihres Bestehens in Tschechien bisher über 1,5 Milliarden Kronen (rund 53,6 Millionen Euro) in den Aufbau ihrer Produktionsstätte im nordmährischen Nosovice investiert. Angestellt sind derzeit 202 Arbeitnehmer, davon 67 Koreaner, wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der Presseagentur CTK sagte. Die Region mit der zweithöchsten Arbeitslosigkeit erhofft sich durch die neue Automobilproduktion bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze. Insgesamt plant Hyundai über 31 Milliarden Kronen (rund 1,1 Milliarden Euro) zu investieren. Auch Staat und Kreis beteiligen sich an den Investitionen.
Wimbledon: Tomas Berdych unterliegt Rafael Nadal in drei Sätzen
Der Tscheche Tomas Berdych ist am Freitag im Viertelfinale beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon am Spanier Rafael Nadal gescheitert. Berdych unterlag dem Weltranglisten-Zweiten Nadal in drei Sätzen mit 6:7, 4:6 und 2:6. Nach der Niederlage von Nicole Vaidisova gegen die Serbin Ana Ivanovic am Donnerstag sind damit im Einzel alle Tschechen ausgeschieden.
Wettervorhersage
Am Samstag klart sich der Himmel auf, vereinzelt ist noch mit Schauern zu rechnen. Das Thermometer steigt auf am Nachmittag auf bis zu 23 Grad Celsius an.







