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Opposition und Christdemokrat Hovorka kritisieren Gesundheitsreform
Im parlamentarischen Gesundheitsausschuss ist die geplante Gesundheitsreform auf die Kritik der Opposition gestoßen. Neben den Sozialdemokraten und den Kommunisten äußerte sich aber auch der Abgeordnete Ludvik Hovorka von der Koalitionspartei der Christdemokraten ablehnend. Seiner Ansicht nach seien Praxisgebühren bei Arztbesuchen von Kindern unmoralisch und unannehmbar. Gesundheitsminister Tomas Julinek (ODS) plant unter anderem eine Praxisgebühr von 30 Kronen (rund 1,10 Euro) ab Januar 2008. Das Kabinett benötigt zur Durchsetzung der Reform die Stimmen aller Koalitionsabgeordneten.
Staatsanwalt will Untersuchung des Falles Cunek im August abschließen
Der Staatsanwalt Arif Salichov aus Jihlava will die Untersuchung in der angeblichen Korruptionsaffäre des Vizepremiers Jiri Cunek im August abschließen. Das sagte Salichov am Dienstag gegenüber der Presseagentur CTK. Er wolle noch einmal die Beweisaufnahme fortsetzen und bisherige sowie neue Zeugen verhören. Zu Beginn des Monats hatte die Abberufung des bisherigen Staatsanwaltes die Kritik der Oppositionsparteien hervorgerufen. Die Oberstaatsanwältin Renata Vesecka hatte Unregelmäßigkeiten bei der Beweisaufnahme bemängelt. Jiri Cunek steht unter dem Verdacht als Bürgermeister des mährischen Vsetin Bestechungsgelder in Höhe einer halben Million Kronen (knapp 18.000 Euro) angenommen zu haben.
Präsident Klaus bestätigt Entstehung des "Instituts zum Studium totalitärer Regime"
In der Tschechischen Republik soll noch in diesem Jahr ein Institut zur Untersuchung der Zeit des Kommunismus und der nationalsozialistischen Besatzung in der Tschechoslowakei entstehen. Präsident Vaclav Klaus hat am Dienstag ein Gesetz unterzeichnet, dass die Gründung des "Instituts zum Studium totalitärer Regime vorsieht. Darüber informierte der Sprecher des Präsidialamtes, Petr Hajek, die Presseagentur CTK. Das Institut soll die Erfassung, die Analyse sowie den Zugang zu Dokumenten verbessern. Es soll auch Material über die Tätigkeit der kommunistischen Geheimdienste beherbergen. Dokumente der Staatssicherheit hingegen sollen in einem gesonderten Archiv untergebracht werden. Gegen das Institut sprachen sich Politiker des linken Spektrums aus. Ihrer Ansicht nach ermögliche das Institut erneut eine Politisierung der Geschichtsinterpretation.
Tschechische NS-Opfer erhielten aus Deutschland und Österreich 260 Millionen Euro
Tschechische Opfer des Nationalsozialismus haben aus Deutschland ungefähr 230 Millionen Euro und aus Österreich 30 Millionen Euro Entschädigung erhalten. Das meldet am Dienstag die Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf das tschechische Außenministerium. Insgesamt wurden über die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" an die 94.500 Antragsteller von deutscher Seite entschädigt. Aus Österreich haben an die 11.000 Opfer des Nationalsozialismus Zahlungen erhalten. Im Vergleich zu den ursprünglichen Ansprüchen der Tschechoslowakei handle es sich nur um eine symbolische Entschädigung, aber auch die sei unerlässlich, sagte der stellvertretende Vorsitzende des tschechischen Rates für die Opfer des Nationalsozialismus.
Stadt Cheb bietet Friedhof zur Bestattung deutscher Wehrmachtssoldaten an
Die westböhmische Stadt Cheb / Eger hat ihren städtischen Friedhof als Begräbnisstätte für die im Zweiten Weltkrieg auf tschechischem Gebiet gefallenen deutschen Soldaten angeboten. Die Gebeine dieser Soldaten werden derzeit noch in Lagerhäusern aufbewahrt. Der Kriegsfriedhof in Eger soll jedoch in Zukunft ebenso eine Gedenkstätte sein für Soldaten anderer Nationen, die im Ersten oder Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Diesen Beschluss hat der Rat der Stadt gefasst, sagte Bürgermeister Jan Svoboda am Dienstag vor Journalisten.
Meteorologen: Frühjahr 2007 war das trockenste in Tschechien seit 45 Jahren
Die zum Teil heftigen Gewitter der vergangenen Woche haben die Austrocknung des Bodens in Tschechien nicht aufhalten können. Der ausgedörrte Boden ist von zwei Drittel auf drei Viertel der Landesfläche angewachsen. "Die lokalen Gewitter haben den Grundwasserspiegel nicht wesentlich beeinflusst, da der größte Teil des Wassers sofort in Bäche und Flüsse abgeleitet wurde", erklärte dazu Martin Mozny vom Tschechischen Hydrometeorologischen Instituts. Den Meteorologen zufolge war das diesjährige Frühjahr in Tschechien das trockenste seit 45 Jahre.
Ab September wird dem Dieselkraftstoff in Tschechien Biodiesel beigemischt - Benzingemisch ab Januar 2008
Ab dem 1. September wird dem Dieselkraftstoff an tschechischen Tankstellen ein aus Rapsöl hergestellter Biodiesel beigemengt. Bei Benzin wird mit der Beimischung von Bioethanol ab dem 1. Januar 2008 begonnen. Präsident Vaclav Klaus hat am Dienstag eine Gesetzesnovelle über den Schutz der Atmosphäre unterzeichnet.
STEM: Klaus genießt Vertrauen von drei Vierteln der Bevölkerung
Von den höchsten Vertretern der Verfassung vertrauen die Bürger der Tschechischen Republik am meisten Präsident Vaclav Klaus. Das ergab die Juni-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Stem". Danach haben drei Viertel der Befragten Vertrauen zu Klaus. Seit der letzten Umfrage zu Beginn dieses Jahres hat sich der Wert nur leicht verschlechtert. Auf dem zweiten und dritten Platz rangieren der Senatsvorsitzende Premysl Sobotka (ODS) und der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Miloslav Vlk (CSSD). Premier Mirek Topolanek hat das Vetrauen von 36 Prozent der Bevölkerung und landete damit auf dem letzten Platz.
Sänger Matuska eröffnete Feier seines 75. Geburtstags mit einem Galakonzert
Der populäre tschechische Sänger Waldemar Matuska, der am 2. Juli seinen 75. Geburtstag feiert, hat aus Anlass seines Lebensjubiläums am Montag ein Galakonzert im Prager Zofin-Palast gegeben. Matuska ist vor allem für die ältere Generation ein Begriff. In den 1960er Jahren spielte er vor allem in den Prager Theatern Semafor und Rokoko. In dieser Zeit gewann er zweimal die Umfrage nach dem beliebtesten tschechoslowakischen Sänger. Matuska spielte auch in zahlreichen Filmen mit. 1986 emigrierte er in die USA. Seit der Wende 1989 kommt er regelmäßig nach Tschechien zu Besuch.
Tennis in Wimbledon: Tschechiens Asse zum Auftakt mit 50 Prozent Erfolg
Zum Auftakt des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon gingen die tschechischen Tennisspieler am Montag und Dienstag mit fünf Siegen und fünf Niederlagen vom Rasen. In der 1. Runde des Damen-Einzel bezwang Lucie Safarova ihre Landsfrau Zuzana Ondraskova in zwei Sätzen mit 7:5 und 6:2. Bei den Herren gewann der laut Rangliste beste Tscheche, Tomas Berdych, sein Auftaktspiel gegen den Chilenen Massu in drei Sätzen. Qualifikant Lukas Zib setzte sich in fünf Sätzen gegen den Argentinier Diego Hartfield durch. In der zweiten Runde trifft Zib nun auf den Deutschen Tommy Haas. Radek Stepanek hingegen unterlag gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu glatt in drei Sätzen.
Das Wetter
Am Mittwoch wird es in Tschechien überwiegend bewölkt bis bedeckt. Örtlich ist mit Regen und Gewittern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 15 bis 23 Grad Celsius.







