Korruptionsfall: Staatsanwalt will dreieinhalb Jahre Haft für Hauptmann des Kreises Liberec

Der zuständige Staatsanwalt hat bei der Verhandlung des Korruptionsfalls rund um Bauprojekte in der Stadt Liberec / Reichenberg dreieinhalb Jahre Haft für den Kreishauptmann Martin Půta (Bürgermeisterpartei Stan) gefordert. Zudem soll laut dem Staatsanwalt die Baufirma Metrostav insgesamt 55 Millionen Kronen (2,2 Millionen Euro) Strafe zahlen und für drei Jahre von öffentlichen Aufträgen in der Gegend ausgeschlossen werden.

Der Fall wird bereits zum zweiten Mal vor Gericht verhandelt, nun vor dem Kreisgericht in Liberec. Die Anklage wirft Půta vor, Bestechungsgelder angenommen zu haben, um den Auftrag zur Restaurierung der Maria-Magdalena-Kirche in der Stadt zu vergeben. Der Hauptmann des Kreises Liberec hat die Anschuldigung zurückgewiesen.

Autor: Till Janzer