Bundesaußenminister Wadephul lobt in Prag tschechische Munitionsinitiative für die Ukraine

Außenminister Jan Lipavský (parteilos) hat am Montag in Prag seinen deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU) getroffen. Lipavský dankte ihm für den deutschen Beitrag zur tschechischen Munitionsinitiative für die Ukraine, der seinen Worten zufolge einer der größten Beiträge ist. Wadephul lobte die Munitionsinitiative und sagte, die Bundesregierung habe weitere europäische Partner gebeten nachzuschauen, ob in ihren Beständen für die Ukraine benötigtes Material finden könnten – insbesondere im Bereich der Luftabwehr.

Die beiden Außenminister bezeichneten die Verabschiedung des 18. Pakets von EU-Sanktionen gegen Russland als grundlegend. Tschechien setzt sich seit langem bereits für die Einschränkung der Reisefreiheit russischer Diplomaten im Schengen-Raum ein. Wadephul sagte in diesem Zusammenhang, es sei notwendig, solche Indivualsanktionen genau abzuwägen und sich auf eventuelle Gegenmaßnahmen vorzubereiten.

Laut dem Bundesaußenminister führt Europa einen Dialog auch mit den USA über die Möglichkeit, den Druck auf Russlands Präsident Putin zu erhöhen. Die Zukunft der Ukraine liegt seinen Worten zufolge in der EU und der Nato. Wadephul betonte, Russlands Krieg sei nicht nur gegen die Ukraine, sondern auch gegen die Friedens- und Sicherheitsordnung in Europa gerichtet.

Die beiden Außenminister unterzeichneten zudem ein Arbeitsprogramm des Strategischen Dialogs zwischen Tschechien und Deutschland für die Jahre 2025 bis 2027.