Neue Orgel im Prager Veitsdom wird gestimmt
Im Prager Veitsdom wurde damit begonnen, die neue Orgel zu stimmen. Ursprünglich sollte dies schon ab Mitte September geschehen, doch die Verspätung soll keine Auswirkungen auf die weiteren Termine haben, hieß es.
Im August war der Aufbau der neuen Orgel im Dom beendet worden. Da das Gerüst und die Abdeckungen abgenommen wurden, können auch die Besucher vor Ort das monumentale Instrument mit 96 Registern und mehr als 6000 Pfeifen schon bewundern. Es ersetzt den sehr viel kleineren Vorgänger.
Für den Prozess des Stimmens sind die Organisten des deutschen Orgelbauers Gerhard Grenzing zuständig, dessen Werkstadt in Barcelona 2017 den Auftrag zu dem Bau des Instruments erhalten hatte. Dabei muss sowohl auf den Besucherverkehr als auch auf Gottesdienste Rücksicht genommen werden. Deswegen erfolgt das Stimmen immer montags bis samstags von 16 Uhr bis Mitternacht.
„Der Prozess der Intonation wurde vergangene Woche aufgenommen und erfolgt ab dieser Woche in vollem Umfang“, sagte der Organologe der Prager Erzdiözese, Štěpán Svoboda, der Presseagentur ČTK.
Seinen Worten nach sollen diese Arbeiten wie geplant Mitte Dezember abgeschlossen sein. Allerdings dürfe es für einen reibungslosen Verlauf im Dom nicht zu kalt sein, so Svoboda:
„Nach den ersten Tonproben scheint es, dass alles auf einem guten Weg ist. Und wir nehmen nicht an, dass sich etwas verkomplizieren dürfte.“
Die Orgel wurde vorrangig durch Spender finanziert, die eine Patenschaft für einzelne Pfeifen oder Pedale übernommen haben. Dadurch kamen 106 Millionen Kronen (4,36 Millionen Euro) zusammen, was fast die gesamten Kosten abdeckt. Feierlich eingeweiht werden soll das Instrument am 15. Juni kommenden Jahres mit einem Konzert.







