Vorsitzender des Nationalen Haushaltsrates kritisiert geplante ČEZ-Verstaatlichung

Der Vorsitzende des Nationalen Haushaltsrats, Mojmír Hampl, hat das Vorhaben der künftigen Regierung kritisiert, den Energiekonzern ČEZ verstaatlichen zu wollen. Eine Verstaatlichung sei ein „teurer und überflüssiger Unsinn“, so Hampl am Sonntag in einer Diskussionssendung im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen. Dem Ökonom zufolge führt der geplante Schritt ohne weitere Maßnahmen nicht zu einer Senkung der Energiepreise. Unverständlich sei das Vorhaben auch, da die Energiekosten in diesem Jahr gar nicht wesentlich steigen würden, so Hampl weiter.

Die künftige Dreierkoalition aus den Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) und Motoristé sobě nennt die Verstaatlichung von ČEZ in ihrem Regierungsprogramm als eines ihrer Ziele. Der stellvertretende Ano-Parteichef Karel Havlíček verteidigte den Plan am Sonntag auf X damit, dass es im Energiebereich immer mehr Regulierungen gebe, die eine Änderung der Eigentümerstrukturen von Kraftwerken erforderten.