Informeller EU-Gipfel: Tschechischer Premier Babiš kritisiert Börsenhandel mit Emissionszertifikaten

Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Donnerstag beim informellen EU-Gipfel in Belgien mehrfach das Thema Emissionshandel zur Sprache gebracht. Dabei kritisierte er die hohen Preise sowie die Spekulationen mit CO2-Zertifikaten an der Börse. Nach der Zusammenkunft sagte Babiš der Presse, dass er für eine Änderung des Emissionshandelssystems kämpfen werde.

Früheren Vorhersagen der Europäischen Kommission zufolge hätte der Preis für eine Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2) im Jahr 2025 bei 26,50 Euro liegen sollen. Babiš führte am Donnerstag an, dass ein solches Zertifikat im Januar dieses Jahres für durchschnittlich 85 Euro gehandelt worden sei. Zudem äußerte er, dass Banken und Spekulanten mit den Zertifikaten an der Börse Geld verdienten, während die europäische Industrie bankrottgehe.

Eine Reform des EU-Emissionshandels fordern auch Deutschland, Italien, Österreich, die Slowakei, Polen und Ungarn.