Tschechisch gesagt: Werbung und Reklame

Sie begleitet uns auf jedem Schritt, sei es auf der Straße, beim Surfen im Internet, beim Fernsehen und Radiohören oder beim Lesen von Zeitungen und Zeitschriften: die Werbung. Im heutigen Sprachkurs machen wir also Reklame

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Im Tschechischen heißt die Werbung – reklama. Der Begriff Reklame ist auch im Deutschen bekannt, wurde aber von der Werbung verdrängt. Dem Tschechischen Etymologischen Wörterbuch zufolge gelangte das Wort „reklama“ aber eben aus der deutschen Sprache ins Tschechische, die es wiederum aus dem Französischen übernahm. Dort bezeichnete es ursprünglich ein Inserat – inzerát oder eine Annonce – upoutávka am unteren Rand einer Zeitungsseite. Das Ziel der Werbung ist es, die Menschen meist zu kommerziellen Zwecken zu beeinflussen – ovlivňovat und zum Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung zu bewegen.

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Im Tschechischen existiert kein einfaches Verb für „werben“. Man muss es umschreiben mit „Werbung machen“ – dělat reklamu beziehungsweise – propagovat.

Offensichtlich aus dem Deutschen stammt das tschechische Verb – verbovat, das oft einen veralteten oder abwertenden Ton hat. Die Bedeutung besteht in diesem Fall darin, „Menschen für einen bestimmten Zweck anzuwerben“. In der Vergangenheit stand dies besonders im Zusammenhang mit der Anwerbung von Rekruten für das Heer. Ein dafür zuständiger Soldat wurde bezeichnet als – verbíř. Und ein verwandtes Wort ist auch verbuňk, ein Volkstanz der Männer, der die Musterung begleitete und heute sogar auf der Unesco-Liste des immateriellen Weltkulturerbes steht.

Verbuňk | Foto: Archiv des Nationalen Instituts für Volkskultur

Im Tschechischen existiert zudem das Verb – reklamovat. Dies hat aber nichts mit werben zu tun. Wenn man eine Ware reklamiert – reklamovat zboží, macht man dafür keine Werbung, sondern fordert einen Austausch beziehungsweise eine Reparatur dieser Ware, weil sie mangelhaft ist. Das entsprechende Substantiv dazu lautet Reklamation – reklamace.

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Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass – reklama im Tschechischen mit dem Wort Täuschung – klam beziehungsweise täuschen – klamat zusammenhängt. Das ist jedoch falsch, denn die beiden genannten Wörter haben slawischen Ursprung. Dennoch wird ein Etikettenschwindel bezeichnet als – klamavá reklama. Auf Wiederhören! Na slyšenou!

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