Von der Rückkehr nach Europa zum Problemkind? Tschechien und die Visegrád-Gruppe

In der dritten Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ geht es um Tschechien und die Visegrád-Gruppe.

Das Bündnis wurde vor 35 Jahren in dem gleichnamigen beschaulichen Städtchen in Ungarn gegründet. Einst war es ein Symbol für die „Rückkehr nach Europa“ nach dem Umbruch von 1989. Heute ist die lose Gruppe, die aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei besteht, oftmals eher Sinnbild europäischer Spaltung. Denn die Sichtweise auf zentrale Fragen weicht mitunter ab. Und auch aufgrund von Mängeln in Sachen Rechtsstaatlichkeit bei einigen ihrer Mitglieder wird die Visegrád-Gruppe innerhalb der Europäischen Union oftmals als Problemkind gesehen.

Aber wie genau funktioniert die Initiative heute? Was wird sich mit der Abwahl von Viktor Orbán als ungarischem Ministerpräsidenten verändern? Und: Brauchen die vier mitteleuropäischen Länder heute überhaupt noch eine Visegrád-Gruppe? Das sind die Fragen für die dritte Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ – einem Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und von Radio Prag International.

Diesmal haben wir mit Michael Žantovský gesprochen, einem Diplomaten, der 1991 Sprecher und politischer Berater des damaligen tschechoslowakischen Präsidenten Václav Havel war. Zu Wort kommen außerdem Pavlína Janebová, Leiterin der Forschungsabteilung des außenpolitischen Thinktanks AMO mit Sitz in Prag, und Arpád Soltész, ein Investigativ-Journalist, der zur ungarischen Minderheit in der Slowakei gehört und heute in Prag lebt.

Der Podcast "Sechsmal Tschechien“ präsentiert auch in seiner dritten Staffel sechs gesellschaftspolitische Themen und wie sie hierzulande diskutiert werden. Er entsteht in Zusammenarbeit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit Radio Prag International. Zu finden sind alle Staffeln von „Sechsmal Tschechien“ auf den gängigen Podcast-Portalen.

Autoren: Ferdinand Hauser , Ivo Vacík
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