Bewährung und Freisprüche für Mitglieder prorussischer paramilitärischer Gruppe
Das Prager Stadtgericht hat am Freitag die Verhandlung gegen die Mitglieder der prorussischen paramilitärischen Gruppe „Českoslovenští vojáci v záloze za mír“ (Tschechoslowakische Reservesoldaten für den Frieden) beendet. Wegen Unterstützung des Terrorismus bekam der Anführer eine einjährige Bewährungsstrafe sowie ein fünfjähriges Verbot, eine Gruppe zum Zwecke der militärischen Ausbildung zu gründen. Ein anderes Mitglied bekam sechs Monate Bewährung, zwei weitere wurden freigesprochen.
Laut Anklage hat die Gruppe im Jahr 2017 einen Freiwilligen zur Unterstützung der dortigen prorussischen Separatisten in den Donbas geschickt. Er sollte mit den Mitgliedern demnach dann seine praktischen Erfahrungen teilen, um einen Umsturz in Tschechien vorzubereiten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft, die die Auflösung der Gruppe sowie Haftstrafen für alle Mitglieder fordert, hat sogleich Berufung eingelegt.