Oberster Rechnungshof kritisiert Reform der Kinderheime in Tschechien

Die Ministerien für Arbeit und Soziales, für Bildung sowie für Gesundheit haben die Reform des Betreuungssystems für Kinder in Not in Tschechien auch nach 16 Jahren noch nicht abgeschlossen. Dies kritisiert der Oberste Rechnungshof (NKÚ) in einem Kontrollbericht, der am Montag vorgelegt wurde. Darin wird auf den Beginn der Reform im Jahr 2009 verwiesen.

Das Amt hat aktuell den Einsatz der Finanzen aus dem tschechischen Staatshaushalt sowie aus der EU geprüft, und zwar für die Jahre 2015 bis 2023. Trotz den bisherigen Investitionen einer dreistelligen Millionensumme habe sich die Zahl der Kinder in öffentlichen Heimen nicht grundlegend verringert, so der Bericht. Sie wurde für 2023 mit insgesamt 7341 angegeben. Die Zahl der Kinder in Pflegefamilien steigt laut NKÚ sogar dauerhaft an und betrug im vergangenen Jahr knapp 13.000.