Pavel Nedved Fußballer des Jahres in Tschechien

r_2100x1400_radio_praha.png

Gegen Jahresende kürt man vielerorts die Jahresbesten - oder gelegentlich auch die Schlechtesten. Geht es nun um Filmpreise, Auszeichnungen für Künstler und Wissenschaftler oder nur um das Unwort des Jahres: Weihnachtszeit ist die Zeit der Abstimmungen und Preise für die Leistungen oder Fehlleistungen der vorangegangenen 12 Monate. Auch die Fußballer krönen ihre alljährlichen "Könige" zumeist im Dezember. Wer sich hinter dem inoffiziellen Titel "König Pavel" verbirgt, erfahren Sie von Olaf Barth.

"König Pavel" spielt beim italienischen Traditionsclub Lazio Rom, mit dem er in der vergangenen Saison nicht nur den nationalen Meistertitel, sondern auch den Pokalwettbewerb und damit das begehrte "Double" gewinnen konnte. Er zählte zu den herausragenden Akteuren der Fußball-Europameisterschaft im Sommer in Holland und Belgien, ist der aktuelle Kapitän des tschechischen Auswahlteams und einer der dominierenden Spieler in der diesjährigen Champions League. Sein Name: Pavel Nedved. Seit Sonntag ist der 28-jährige zum zweiten Mal nach 1998 Fußballer des Jahres in seiner tschechischen Heimat. Dazu wählten ihn mehr als 170 Sportjournalisten seines Landes, die in zwei Wahlgängen abgestimmt hatten und befanden, dass der Ex-Sparta-Akteur erneut den "Goldenen Ball" als Auszeichnung für seine Fähigkeiten mit dem runden Leder verdient habe.

Mit einem gewaltigen Vorsprung von über 600 Stimmen, verwies er den im wahrsten Sinne des Wortes Riesenfußballer vom RSC Anderlecht, den 2 Meter und 2 Hünen Jan Koller, auf den zweiten Rang. Den dritten Platz belegte das vom FC Bayern München umworbene Sparta-Talent Tomas Rosicky. Bester tschechischer Bundesligaprofi war Roman Tyce vom TSV 1860 München, der auf Platz 9 landete.

Die Trophäe wurde Nedved vor dem sonntäglichen Römer Stadtderby mit AS Roma übergeben. Doch selbst der "Goldene Ball" brachte weder ihm noch seinem Team das nötige Glück, geschweige denn ein "Golden Goal" - Lazio unterlag dem Lokalrivalen AS mit 0:1.

Autor: Olaf Barth
abspielen