Pilotprojekt zur Luftreinhaltung der deutsch-tschechischen Grenzregion gestartet

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Die Erzgebiergsregion an der deutsch-tschechischen Grenze gehört zu den stark belasteten Landschaften in Mitteleuropa. Das soll jedoch in nahe Zukunft geändert werden und zwar dank der am Dienstag vereinbarten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Tschechiens und der Bundesrepublik Deutschland. Mehr dazu von Lucie Krupickova:

Am Dienstag haben das tschechische Ministerium für regionale Entwicklung und das deutsche Bundesumweltministerium in Prag ein bilaterales Abkommen unterzeichnet. Durch dieses Abkommen wurde ein Pilotprojekt zur Luftreinhaltung in der Grenzregion initiiert. Dieses Projekt wird durch die Deutsche Ausgleichsbank finanziert, die zur Sanierung von kleineren und mittleren Heizungsanlagen fünf Millionen Euro bereitstellte.

Ich fragte Vladimir Sourek aus dem Ministerium für regionale Entwicklung, warum dieses Darlehen für die Tschechische Republik so günstig sei.:

Grundlage für das grenzüberschreitende Projekt waren Messungen bei der Erstellung des "Luftreinhalteberichtes Erzgebirge", wonach gerade kleinere Heizungsanlagen wesentlich zur Verschmutzung der Region beitragen. Ziel dieses Projektes sei es also, die meist kohlebetriebenen Anlagen bis 50 Megawatt auf umweltfreundliche Energieträger umzustellen, wie zum Beispiel auf Erd-, Flüssig-, und Biogas- sowie auf Heizöl.

Nach Worten von Vladimir Sourek sollten sowohl Unternehmen, als auch Kommunen, Behörden und Privatpersonen in Tschechien ein Darlehen für die Umstellung der Heizanlagen beauftragen und es ist vorauszusehen, dass innerhalb von etwa 3 Jahren die Verminderung der Luftschadstoffe in der Grenzregion spürbar wird.

Autor: Lucie Krupickova
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