"Porträtbilder aus dem 18. und 19. Jahrhundert" - Ausstellung im Museum in Litomerice/Leitmeritz eröffnet

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Von Martina Schneibergova.

"Maler aus der Region von Litomerice/Leitmeritz" heißt das Projekt, in dessen Rahmen das landeskundliche Museum in Litomerice jedes Jahr eine Ausstellung eröffnet, in der ein Teil der reichhaltigen Kunstsammlungen des Museums der Öffentlichkeit gezeigt wird. Zu jeder der Ausstellungen wird ein ausführlicher Katalog herausgegeben, in dem dieses Projekt in schriftlicher Form präsentiert wird. Nach Worten von Oldrich Doskocil, dem Hauptinitiator des Projektes und Mitarbeiter des Museums, handelt es sich um ein in Tschechien einzigartiges Projekt, dass sich auf diese Art mit der regionalen Malerei beschäftigt. Am Dienstag wurde die in der Reihenfolge sechste Ausstellung dieses Zyklus in Litomerice eröffnet, die den Titel "Porträtbilder aus dem 18. und 19. Jahrhundert" trägt. Unter den ausgestellten Gemälden ist u.a. auch ein Werk von Johann Gruss, dem Älteren, von dem man bereits in der vergangenen Ausstellung das Gemälde "Burg Kamyk" sehen konnte. Oldrich Doskocil bemerkte weiter:

"Von den interessanten Persönlichkeiten, deren Porträts man hier sehen kann, darf ich das Porträt von Alois Klar nicht vergessen. Alle Prager kennen den Namen des Prager Stadtteils Klarov. Alois Klar war 1833 Gründer der ersten Anstalt für Sehbehinderte in Prag. Das Porträt des großen Humanisten stammt von einem Absolventen der Dresdner Kunstakademie. Klar gründete auch eine Stiftung, aus der jungen Malern Aufenthalte in Italien finanziert wurden. In der Ausstellung kann man auch Porträts von zwei Söhnen des Mäzenen - Pavel Alois und Mario sehen. Der erstgenannte hat in deutscher Sprache einen Almanach Namens Libussa herausgegeben, der sich auf die tschechisch-deutsche kulturelle Zusammenarbeit konzentrierte."

In der Ausstellung im Leitmeritzer Museum sind natürlich noch mehrere Porträts zu sehen, die entweder dank dem Maler oder auch der porträtierten Persönlichkeit die Aufmerksamkeit der kunstinteressierten Öffentlichkeit verdienen. Ausführlich werden wir uns mit der Ausstellung in einer unserer Sendereihen befassen.