SPORT: Entzürnte Sparta-Fans bewarfen und beschädigten Spielerbus

Trainer der prager Sparta Jaroslav Hrebik (Foto: CTK)

Der Sport gehört eigentlich zu den schönen Dingen unseres Lebens. Aktiv oder passiv miterlebt, bereichert er einen Teil unserer Freizeit. Er lässt unseren Emotionen mithin freien Lauf oder aber den Adrenalinspiegel nach oben schnellen bzw. in den Keller fallen. Alles hat jedoch seine Grenzen. Und am Ostersamstag wurden diese unweit von Jablonec nad Nisou/Gablonz doch um einiges überschritten.

Trainer der prager Sparta Jaroslav Hrebik (Foto: CTK)
Der Sport gehört eigentlich zu den schönen Dingen unseres Lebens. Aktiv oder passiv miterlebt, bereichert er einen Teil unserer Freizeit. Er lässt unseren Emotionen mithin freien Lauf oder aber den Adrenalinspiegel nach oben schnellen bzw. in den Keller fallen. Alles hat jedoch seine Grenzen. Und am Ostersamstag wurden diese unweit von Jablonec nad Nisou/Gablonz doch um einiges überschritten.

Ein an für sich ganz normales Punktspiel der I. Tschechischen Fußball-Liga zwischen dem FK Jablonec nad Nisou 97 und dem AC Sparta Prag war mit 2:0 vom Außenseiter und Gastgeber aus Nordböhmen gewonnen worden. Durch seine fünfte Saisonniederlage verlor der Titelverteidiger aus der Hauptstadt die Tabellenführung an den Rivalen aus Liberec, der noch jüngst im UEFA Cup mit Borussia Dortmund seine Kräfte gemessen hat. Bei nur einem Punkt Rückstand und sechs noch ausstehenden Begegnungen eigentlich kein Beinbruch, doch einige der so genannten Sparta-Fans sahen das anders. Nicht nur unzufrieden mit dem Ergebnis ihres Teams in Gablonz, sondern vor allem mit der Art und Weise, wie der amtierende Meister seit der Winterpause seine Spielfreude und Siegesmentalität verloren hat, entschlossen sie sich, ihrem Frust Gehör zu verschaffen.

Die Rückfahrt der Sparta-Kicker wurde so zum Horror-Trip. An der Auffahrt zur Schnellstraße nach Prag bei Turnov wurde ihr Bus von acht PKW blockiert und zum Stehen gebracht. Die enttäuschten Fans bewarfen ihn zunächst mit Tomaten, Eiern und Joghurt-Bechern, aber auch Steine flogen, so dass die Frontscheibe des Busses demoliert wurde. Der geschätzte Schaden wird auf 100.000 Kronen geschätzt. Die entsetzten Spieler mussten nach ihr Ankunft in Prag anstatt des geplanten Auslauftrainings zunächst für das Protokoll der Polizei Rede und Antwort stehen. Sparta-Präsident Vlastimil Kostal, der über Ostern auf einer Dienstreise in Italien weilte, sprach in seiner ersten Erregung davon, diese Tat als einen terroristischen Akt wahrzunehmen, der selbst die sportlich schlechteste Leistung nicht rechtfertigen könne.

Weitere Reaktionen zu diesem Vorfall erfahren Sie in unserem morgigen Sportreport. Darüber hinaus bringen wir auch eine Reportage über das Play-off-Halbfinale im Eishockey, bei dem Sparta Prag und der HC Vítkovice erfolgreich blieben und sich für das bevorstehende Finale qualifiziert haben.