Täglicher Nachrichtenüberblick
Premier Sobotka: Griechenland kann nicht gegen eigenen Willen in Eurozone gehalten werden
Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka hat sich zum griechischen „Nein“ im Referendum über die Sparforderungen der internationalen Gläubiger geäußert. Die Griechen hätten sich für die schlechtere und beschwerlichere Variante für ihr eigenes Land und für Europa entschieden, sagte Sobotka. Er verstehe zwar das Bemühen des französischen Präsidenten Hollande und der deutschen Kanzlerin Merkel, aber es sei fast unmöglich, die Griechen gegen ihren Willen in der Eurozone zu halten, so der Sozialdemokrat weiter. Auch Außenminister Lubomír Zaorálek (ebenfalls Sozialdemokraten) befürchtet, dass sich nun der Raum für einen Grexit öffne. Jiří Dolejš, Vizevorsitzender des oppositionellen Kommunisten, wies jedoch darauf hin, dass die Griechen nicht über den Euro abgestimmt hätten, sondern über die weiteren Verhandlungen mit den Gläubigern.
Tschechien gedenkt der Verbrennung von Kirchenreformator Hus vor 600 Jahren
In Tschechien sind am Montag die Feiern zum Gedenken an den Märtyrertod des Kirchenreformators Jan Hus am 6. Juli 1415 weitergegangen. Zu Hus´ 600. Todestag wurde in seinem Heimatort Husinec ein ökumenischer Gottesdienst abgehalten. Insgesamt kamen mehrere Tausend Menschen zu den Gedenkveranstaltungen in Husinec. Die zentralen Feierlichkeiten in Prag begannen bereits am Sonntag. Zum Auftakt der Feierlichkeiten gab die Mährische Philharmonie aus Olomouc / Olmütz ein Konzert auf dem Altstädter Ring. Des Weiteren wurde in der Salvatorkirche in Prag eine Ausstellung über die Reformation in Europa eröffnet. Der Höhepunkt des Gedenkens war am Montag ein Festumzug vom Altstädter Ring.
Umsätze tschechischer Filmproduzenten wachsen wegen ausländischer Aufträge
Die Umsätze tschechischer Filmproduktionsfirmen wachsen bereits das fünfte Jahr in Folge. Im vergangenen Jahr habe man 18 Prozent Zuwachs gegenüber 2013 und ein Plus von 46 Prozent gegenüber 2012 verzeichnet, sagte der stellvertretende Vorsitzende des tschechischen Verbandes der Filmproduzenten (APA), Radomír Dočkal, bei einer Pressekonferenz beim Filmfestival in Karlovy Vary / Karlsbad. Zugpferde des Booms seien TV- und Kino-Aufträge aus dem Ausland sowie viele Werbefilme. Die tschechische Kinoproduktion und die Umsätze unabhängiger Filmemacher seien 2014 nach zwei erfolgreichen Jahren um rund 20 Prozent zurückgegangen, so Dočkal.
Im Jahr 2010 hat der tschechische Staat ein System von Anreizen geschaffen, um ausländische Produktionen wieder vermehrt nach Tschechien zu holen.
Sechs tödliche Badeunfälle am verlängerten Wochenende in Tschechien
Seit Freitag sind in Tschechien insgesamt sechs Menschen beim Baden ums Leben gekommen. Grund für die tödlichen Unfälle in Badeseen, Baggerseen und Schwimmbädern waren die heißen Temperaturen, Alkohol und Selbstüberschätzung. Erst am Montag wurde im südböhmischen Tábor die Leiche eines 23-Jährigen aus dem Jordan-Stausee geborgen. Seine betrunkenen Kameraden hatten ihn am Vortag als vermisst gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Am frühen Sonntagabend war ein junger Mann ins Wasser eines Baggersees im mährischen Blansko / Blanz gegangen, obwohl er wahrscheinlich nichts schwimmen konnte. Anscheinend hatte er die Tiefe des Sees unterschätzt.
Umfrage: 90 Prozent der zwölfjährigen Kinder in Tschechien haben ein Handy
Etwa 90 Prozent der tschechischen Kinder haben mit zwölf Jahren bereits ein Handy. Die meisten erhalten ihr erstes Mobilfunk-Telefon im Alter zwischen acht und zehn Jahren. Dies geht aus einer Umfrage der Marktforschungsagentur NMS Market Research unter Tschechen bis 19 Jahren für den Anbieter Sazkamobil hervor. Demnach nutzt nur ein Prozent der jungen Erwachsenen noch sein erstes Handy, und vier Prozent haben erst ihr zweites Modell. Fast 40 Prozent haben hingegen bereits fünf oder mehr Handys ausprobiert. Sehr unterschiedlich sind die Angaben über die Zeit am Handy: 39 Prozent gaben an, sich bis zu einer Stunde täglich mit dem Mobilfunk-Telefon zu beschäftigen, 20 Prozent zwischen einer und drei Stunden und 18 Prozent mehr als drei Stunden.
Tennis: Šafářová scheitert im Achtelfinale von Wimbledon
Tennisspielerin Lucie Šafářová ist in Wimbledon im Achtelfinale ausgeschieden. Am Montag unterlag die Vorjahreshalbfinalist in London der Amerikanerin Coco Vandeweghe mit 6:7 und 6:7. Šafářová war die letzte verbliebene Tschechin im Frauen-Einzel von Wimbledon in diesem Jahr. Im Doppel ist die 28-jährige Brünnerin zusammen mit ihrer amerikanischen Partnerin Bethanie Mattek-Sands jedoch noch im Wettbewerb.
Hitzewelle lässt erneut Temperaturrekorde purzeln
Auch am Sonntag sind wegen der Hitzewelle an einigen Orten in Tschechien neue Temperaturrekorde aufgestellt worden. Am wärmsten war es im Brandýs nad Labem / Brandeis an der Elbe mit 38,4 Grad Celsius. Damit wurde der 60 Jahre alte Rekord in der mittelböhmischen Stadt geknackt. Auch an weiteren Orten vor allem im böhmischen Landesteil wurde die 38-Grad-Grenze durchbrochen, so etwa im Stadtteil Bolevec des westböhmischen Plzeň / Pilsen (38,2 Grad) und in Tuhany (38,0 Grad) in Mittelböhmen.
Das Wetter am Dienstag, 7. Juli
Am Dienstag ist es in Tschechien meist sonnig oder leicht bewölkt. Am späteren Nachmittag und Abend nehmen im böhmischen Landesteil die Wolken zu, mit örtlichen Gewittern, die vereinzelt sehr stark sein können. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 31 und 35 Grad Celsius. In den Bergen werden bis zu 28 Grad erreicht.







