Täglicher Nachrichtenüberblick

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Umfrage: Babiš gilt als vertrauenswürdigster Politiker

Finanzminister und Ano-Parteichef Andrej Babiš gilt als der vertrauenswürdigste Politiker Tschechiens. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM ergab, dass ihm 59 Prozent der Tschechen vertrauen. Auf Platz zwei folgt Premier Bohuslav Sobotka (Soczialdemokraten) mit 47 Prozent Zustimmung. Dritter ist Úsvit-Chef Tomio Okamura mit 43 Prozent der Stimmen. Über 40 Prozent, konkret 41 Prozent gewann auch die Europaabgeordnete Zuzana Roithová von den Christdemokraten. Das Meinungsforschungsinstitut CVVM hat Spitzenvertreter der zurzeit im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien in die Umfrage einbezogen. Befragt wurden in der ersten Mai-Woche 1000 Tschechen im Alter über 15 Jahre.

Erdbeben in Cheb: Häuser leicht beschädigt

In der westböhmischen Region um Cheb / Eger wurde am Samstagmittag ein Erdbeben gemessen. Die stärksten Erschütterungen erreichten den Wert von 4,5 auf der Richterskala. Dabei handelt es sich um die stärksten Erschütterungen der letzten Jahre, sie sind mit denen vom Jahr 2008 vergleichbar. Cheb ist die geologisch aktivste Region der Tschechischen Republik, hier kommt es häufiger zu so genannten Erdbebenschwärmen. Das Beben vom Samstag hatte sein Epizentrum in einer Tiefe von acht bis neun Kilometern unter der Gemeinde Nový Kostel / Neukirchen, hieß es vom Geophysikalischen Institut der Akademie der Wissenschaften. Nach Angaben der Feuerwehr wurden nach dem Beben Risse in Hauswänden registriert, einige Schornsteine sind eingestürzt. Die Region hat bereits vor einer Woche ein leichteres Erdbeben erlebt.

100. Jahrestag des Attentats von Sarajevo: Vereine für Militärgeschichte treffen sich in Benešov

In der mittelböhmischen Stadt Benešov / Beneschau wird an diesem Wochenende des 100. Jahrestags des Attentats von Sarajevo gedacht. Ein internationales Treffen der Vereine für Militärgeschichte findet auf dem Gelände der dortigen Kasernen statt. Über 200 uniformierte Soldaten und Zivilsten in historischer Bekleidung nehmen am Treffen teil. Ein reiches Programm unter dem Namen „An meine Völker“ erinnert an das Attentat und Ereignisse des Ersten Weltkriegs, der durch das Attentat ausgelöst wurde.

Die Opfer des Attentats vom 28. Juni 1914 waren der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Gattin Sophie Chotek. Sie waren die letzten Besitzer des Schlosses Konopiště bei Benešov. Direkt im Schloss dokumentiert eine Ausstellung mit dem Namen „Verbundenheit im Leben und im Tod“ ihr Leben.

44 Menschen starben im Mai bei Autounfällen

Auf tschechischen Straßen sind im Mai insgesamt 44 Menschen bei Autounfällen umgekommen. Das ist die niedrigste Zahl für den Monat Mai seit dem Jahr 1990. 220 Personen wurden schwer verletzt. Das folgt aus vorläufigen Angaben der Polizei, die am Samstag veröffentlicht wurden. Die Rekordzahlen, und zwar 51 Todesunfälle, stammen aus den Jahren 2013 und 2010.

Schloss in Světlá nad Sázavou zeigt einzigartige Glasausstellung

Eine einzigartige Glasausstellung wurde am Freitag im Schloss Světlá nad Sázavou (Swietla ob der Sasau) eröffnet. Sie zeigt historische Glasprodukte aus Böhmen und Europa aus der Zeit vom Barock bis zum 20. Jahrhundert. In einem renovierten Barockflügel des Schlosses werden rund 1100 Ausstellungsstücke aus der Sammlung des Prager Museums für Kunstgewerbe präsentiert. Es handle sich um den größten Komplex von Glasstücken, der das Kunstgewerbemuseum in Prag je verlassen habe. Eine so große Ausstellung sei bisher nicht veranstaltet worden, sagte dazu Museumsdirektorin Helena Koenigsmarková.

Die ostböhmische Stadt Světlá nad Sázavou ist ein traditionelles Zentrum der Glasherstellung. Das Schloss befindet sich seit einem Jahr im Besitz der Familie Degerme, die es für ca. 633.000 Euro von der Stadt gekauft hat. Im historischen Gebäude war früher eine Mittelschule untergebracht. Seit dem letzten Jahr wurden die historischen Säle renoviert und ihren ursprünglichen Aussehen angepasst. Außerdem sitzt im Schloss das Regionale Museum von Světlá.

Salzkotten benennt Platz nach Bystřice pod Hostýnem

Ein Platz der Stadt Salzkotten in Nordrhein-Westfalen trägt seit diesem Samstag den Namen der mährischen Kleinstadt Bystřice pod Hostýnem / Bistritz am Hostein. Mit der Benennung wurde die Freundschaft und Partnerschaft besiegelt, die zwischen den beiden Gemeinden seit siebenundzwanzig Jahren gepflegt wird. Der neue Platz wurde am Samstag unter der Teilnahme von etwa 50 Gästen aus Bystřice feierlich eingeweiht. Darunter war auch eine Radgruppe, die sich am Mittwoch auf den etwa 900 Kilometer langen Weg nach Salzkotten gemacht hat. Das gepflasterte Wappen der Stadt Bystřice pod Hostýnem wird ab nun den Platz in Salzkotten schmücken.

Kanu-EM: Prskavec verteidigt Titel, außerdem Silber und Bronze für Tschechien

Der Tscheche Jiří Prskavec hat bei der Kanu-EM in Wien den Europameister-Titel verteidigt. Der 21-jährige amtierende Vize-Weltmeister holte Gold im Wasserslalom der Kajak- Einer. Er siegte vor seinem Kollegen aus dem tschechischen Repräsentationsteam Vít Přindiš. Dritter am Podestplatz war der Spanier Samuel Hernanz. Vavřinec Hradilek paddelte auf Rang neun.

Zuvor erkämpfte Kateřina Hošková Bronze im Canadien-Einer der Frauen, und damit die erste Medaille für das tschechische Team. Monika Jančová endete auf Platz vier.