Täglicher Nachrichtenüberblick

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Tschechische Bahnen bedienen weiter EC-Verbindungen nach Deutschland

Die Tschechischen Bahnen (ČD) werden auch weiterhin die Eurocity-Verbindungen zwischen Tschechien und Deutschland bedienen. Der entsprechende Vertrag mit der Deutschen Bahn (DB) wurde am Donnerstag unterschrieben. Dies gab ČD-Generaldirektor Daniel Kurucz bei der Wirtschaftskonferenz Žofinské forum in Prag bekannt. Hauptkonkurrent der Tschechischen Bahnen in den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn war das Brünner Unternehmen RegioJet gewesen. Eine Einigung mit der Privatfirma kam indes nicht zustande, weil sie den Kauf der entsprechenden Waggons nicht finanzieren konnte.

Der bestehende Vertrag zwischen ČD und DB läuft im kommenden Jahr aus und soll nun um fünf Jahre verlängert werden, zudem besteht eine Option auf weitere fünf Jahre. Insgesamt wird ČD fünf der sechs täglichen EC-Verbindungen zwischen Tschechien und Deutschland bedienen. Eine weitere, die in Budapest startet, übernehmen die ungarischen Staatsbahnen. Drei der Verbindungen enden in Hamburg, die anderen drei bereits in Berlin.

Präsident Zeman besucht Moldawien

Der tschechische Staatspräsident Miloš Zeman reist am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch nach Moldawien, einem der ärmsten Länder Europas. Zeman wird mit dortigen Politikern unter anderem über die Folgen der Krise in der Ukraine sprechen. Die Krise hat die separatistischen Tendenzen im moldawischen Transnistrien verstärkt.

Tschechien hilft Moldawien bei der Entwicklung der Landwirtschaft, des Sozialsystems und der Bildung. Präsident Zeman soll in Moldawien auch Pate eines neuen Projektes sein. So ist die Erstellung eines Weinregisters geplant, das Moldawien beim Export helfen könnte. Das Projekt wird von der Tschechischen Entwicklungsagentur zusammen mit der US-amerikanischen Entwicklungsagentur (USAID) unterstützt.

Staatliche Denkmalschützer lehnen Restitution der Burg Bouzov ab

Das Staatliche Denkmalschutzamt hat es abgelehnt, im Rahmen der Kirchenrestitution die Burg Bouzov / Busau herauszugeben. Laut der Behörde sei die Burg in Mähren bereits im Rahmen der Beneš-Dekrete verstaatlicht worden und falle damit nicht unter das Gesetz zum Ausgleich kommunistischen Unrechts gegenüber den Kirchen. Die Rückgabe des Schlosses hatte der Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem (Deutscher Orden) gefordert. Ein Medienvertreter der Brüder kündigte am Donnerstag an, dass der Orden die Herausgabe der Burg nun gerichtlich erzwingen wolle.

Mit der Kirchenrestitution sollen die kommunistischen Enteignungen rückgängig gemacht werden. Ein Teil des ehemaligen Besitzes wird dabei den 17 tschechischen Kirchen und Glaubensgemeinschaften zurückgegeben, für den restlichen Teil wurden Entschädigungszahlungen festgelegt.

Nicholas Winton aus Gesundheitsgründen nicht bei Ordensverleihung in Prag

Der Retter von Hunderten jüdischen Kindern aus dem besetzten „Protektorat Böhmen und Mähren“, Sir Nicholas Winton, wird im Oktober nicht persönlich den Orden des Weißen Löwen in Prag entgegennehmen. Aus Gesundheitsgründen sei eine Reise in die tschechische Hauptstadt nicht möglich, teilte Wintons Tochter Barbara der Tageszeitung Lidové noviny (Donnerstagsausgabe) mit. Die höchste Auszeichnung der Tschechischen Republik wird am Staatsgründungstag, dem 28. Oktober, verliehen. Präsident Miloš Zeman hat Sir Winton dazu nach Prag eingeladen.

Nicholas Winton hat diese Woche seinen 105. Geburtstag begangen. Einige Historiker und weitere Persönlichkeiten haben auf das Alter des Preisträgers verwiesen und Zeman mittlerweile aufgefordert, Winton die Auszeichnung früher als im Oktober zu verleihen. Laut Gesetz ist das möglich und wurde schon früher in einigen Fällen so gehandhabt. Zeman besteht bisher jedoch darauf, den Orden erst am Staatsfeiertag zu verleihen.

Regierungskoalition berät erneut über Beamtengesetz

Die tschechische Regierungskoalition hat sich am Mittwoch erneut über das geplante Beamtengesetz beraten. Die Koalitionäre beschlossen dabei, eine Obergrenze für Sonderprämien für Staatsangestellte festzulegen. Die Sonderprämien dürfen maximal 25 Prozent des Jahreslohns betragen. Dies teilte Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) nach den Verhandlungen mit. Das Mitte-Rechts-Kabinett wird am kommenden Dienstag weiter über das Gesetz beraten.

Wirtschafts-Ranking: Tschechien gewinnt an Wettbewerbsfähigkeit

Die tschechische Wirtschaft hat im internationalen Vergleich an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen. Im Ranking der Schweizer Business School IMD kletterte Tschechien um zwei Plätze und liegt nun auf Rang 33. Das ist die erste Verbesserung nach vier Jahren Wirtschaftskrise. Unter den Staaten, die seit 2004 der Europäischen Union beigetreten sind, wird die Tschechische Republik am zweitbesten bewertet, nur Estland liegt weiter vorne. Die Liste der insgesamt 60 Staaten wird von den USA angeführt, gefolgt von der Schweiz.

Österreichische Oberbank expandiert in Tschechien: drei neue Filialen

Die österreichische Oberbank will weiter in Tschechien expandieren, bis Ende des Jahres sollen hierzulande insgesamt 21 Filialen bestehen. Die erste neue Filiale wurde bereits in Jihlava / Iglau eröffnet. Dazu kommen in den nächsten Monaten noch das mährische Olomouc / Olmütz und das nordböhmische Liberec / Reichenberg.

Die Oberbank AG hat ihre Zentrale in Linz und gehört zu den zehn größten Kreditanstalten Österreichs. Vor zehn Jahren expandierte sie auch auf den tschechischen Markt.

Eishockey-WM: Tschechien besiegt die USA und ist erster Halbfinalist

Bei der Eishockey-WM in Minsk hat das tschechische Team als erste Mannschaft das Halbfinale erreicht. Im Viertelfinale besiegte es am Donnerstagnachmittag die USA mit 4:3. Nach dem zweiten Drittel hatten die Schützlinge von Nationaltrainer Vladimír Růžička bereits mit 4:1 geführt, mit einem Doppelschlag dramatisierten die Amerikaner die Begegnung knapp eine Minute vor der Schlusssirene noch einmal. Letztlich konnte die tschechische Mannschaft aber Revanche nehmen für die Niederlage gegen die US-Boys im Viertelfinale des olympischen Eishockey-Turniers in Sotschi vor knapp drei Monaten. Im Halbfinale am Samstag kommt es zum Duell mit Olympiasieger Kanada oder dem Olympia-Dritten Finnland.

Fußball: Tschechien spielt in Finnland 2:2 unentschieden

Ein Testspiel der tschechischen Fußballnationalmannschaft gegen Finnland in Helsinki endete am Mittwochabend 2:2 unentschieden. Alle Tore fielen in der ersten Halbzeit. Die Finnen gingen durch Teemu Pukki zweimal in Führung, die Tschechen glichen zuerst durch Matěj Vydra und dann durch Josef Hušbauer aus. Im tschechischen Team fehlte Tomáš Rosický wegen einer Erkrankung, Kapitän der Mannschaft war daher der ehemalige Bundesliga-Profi Michal Kadlec.

Tschechien und Finnland haben sich beide nicht für die Fußball-WM in Brasilien qualifiziert.

Tennis: Plíšková nach Sieg über Favoritin Kerber im Halbfinale von Nürnberg

Karolína Plíšková hat beim WTA-Turnier in Nürnberg das Halbfinale erreicht. Im Viertelfinale schaltete die Tschechin die Turnier-Favoritin Angelique Kerber mit 7:6 und 6:4 aus. Plíšková startete nervös gegen die um 55 Plätze besser platzierte Deutsche - im ersten Satz lag sie bereits mit 0:4 zurück, ehe sie ihre erfolgreiche Aufholjagd startete. Im Doppel hatte Karolína Plíšková zusammen mit der Niederländerin Michaela Krajicek bereits zuvor das Halbfinale in Nürnberg erreicht.

Temperaturrekorde purzeln: In Pilsen werden über 30 Grad gemessen

Wegen des vorsommerlich warmen Wetters sind in Tschechien am Donnerstag mehrere Temperaturrekorde gepurzelt. Laut dem Hydrometeorologischen Institut wurden an insgesamt 16 Messstationen neue Maxima für den 22. Mai registriert. Am wärmsten war es dabei im westböhmischen Plzeň / Pilsen, dort stieg das Quecksilber im Stadtteil Bolevec auf 30,5 Grad Celsius. Der bisherige Rekord hatte um 1,7 Grad darunter gelegen. In Prag wurden an der ältesten tschechischen Messstation im Klementinum 29 Grad Celsius gemessen.

Das Wetter am Freitag, 23. Mai

Am Freitag ist es in Tschechien zunächst überwiegend heiter. Im Laufe des Tages werden von Westen her die Wolken dichter, und zum Nachmittag und Abend kommt es in Tschechien zu teils heftigen Gewittern. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 27 bis 31 Grad Celsius, in Westböhmen nur bis 25 Grad. In Lagen um 1000 Meter werden maximal 22 Grad Celsius erreicht.