In Tschechien erhobene Daten über Corona-Varianten entsprechen nicht denen weltweit

Die in Tschechien erhobenen Daten über die Verbreitung der verschiedenen Varianten des Coronavirus entsprechen momentan nicht denen, die weltweit registriert werden. Zwei Drittel der hierzulande untersuchten Proben weisen immer noch die Omikron-Mutation BA.5 auf, während anderswo schon die Varianten BQ.1 und BQ.1.1 überwiegen. Darüber informiert Helena Jiřincová vom tschechischen Staatlichen Gesundheitsamt in ihrem aktuellen Wochenbericht.

Der Grund dafür könnte Jiřincová zufolge in der Zufallsauswahl der Getesteten sowie der sequenzierten Proben liegen. Als Beitrag für die weltweite Datensammlung ist eine Genomsequenzierung nötig. Diese wurde in Tschechien seit Ausbruch der Epidemie im März 2020 bisher an knapp 54.000 Proben durchgeführt. Wurden zu Beginn noch alle positiven Corona-Tests auf diese Weise untersucht, sind es inzwischen nur noch die Fälle, bei denen die Patienten einen untypischen Verlauf der Krankheit Covid-19 aufweisen. Im vergangenen Monat betraf dies hierzulande etwa 300 Proben.

Nach Angaben des tschechischen Gesundheitsministeriums liegt die Zahl der täglichen Neuansteckungen derzeit bei etwa 4700. Experten haben wiederholt bemängelt, dass inzwischen relativ wenig Corona-Tests durchgeführt werden.