Tschechiens Präsident für Neubewertung der Beziehungen zu Ungarn, laut Außenminister irrelevant
Die Tschechische Republik sollte laut Präsident Petr Pavel ihre Beziehungen zu Ungarn neu bewerten. Dabei gehe es insbesondere um die Frage, welche Informationen Prag mit Budapest teilen werde, sagte das Staatsoberhaupt am Dienstag im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen. Er reagierte somit auf die Veröffentlichung des Inhalts von Telefongesprächen zwischen den Außenministern Ungarns und Russlands.
Die Außenpolitik werde von der Regierung und nicht vom Präsidenten bestimmt, kommentierte Außenminister Petr Macinka Pavels Äußerungen. Die Meinungen des Staatsoberhauptes seien irrelevant, sagte er gegenüber der Presseagentur ČTK.
Die Washington Post berichtete in der vergangenen Woche, dass ungarische Regierungsmitglieder Informationen von Ministertreffen in Brüssel an Russland weitergegeben haben sollen. Nach den jüngsten Medienberichten soll Außenminister Szijjártó seinem russischen Amtskollegen bei dessen Versuch entgegengekommen haben, Sanktionsaufhebungen zu erreichen.